Tag Archives: WTF

Filmfreak

David Lynch und PayPal

David Lynch

via moviepilot

Wer Lust hat, Teil eines Lynchprojekts zu werden, sollte seinen Geldbeutel zücken. Der Meister des surrealen Beigeschmacks lässt einen Film über sich selbst produzieren, bestehend aus Archivmaterial der letzten Jahre, kombiniert mit Interviews und finanziert mit dem Geld seiner Fans.

Jeder der 50 US-Dollar spendet, bekommt die Kopie seines abstrakten Selbstporträts, ein T-Shirt oder eine Jutetasche und die die Möglichkeit, Fragen an den Regisseur in das Projekt miteinfließen zu lassen. Producer Jon Nguyen in The Independent:

“Not only are we looking for financial support, but we’re also very interested in connecting with his fans for feedback and input. There are so many questions that we would like to ask David and building a network of his fans enables us to reach out to them and hear what his fans would like to ask him if they could hold the camera”

Das Modell der popularisierten Filmförderung via Internetz nennt sich “crowd funding” und erfährt im derzeit schwäbischen Hollywood zunehmende Beliebtheit.

Das fanfinanzierte Projekt soll LYNCHthree heißen und bildet den dritten Teil einer Doku-Trilogie. Wer spenden wil, klickt auf www.lynchthree.com.

Dort erfährt man auch:

We gladly accept major credit cards such as Visa, MasterCard, American Express, and Discover or direct payments, all through PayPal.

Filmfreak

Twilight in 3 Minuten

Die globale Twilight-Hysterie brennt Fragezeichen in viele Hirnrinden. Für alle orientierungslosen Seelen, folgt eine kleine Zusammenfassung über die Funktionsweise der Vampirkolportage:

YouTube Preview Image

via

Mehr davon gibt’s bei The Oatmeal. Währenddessen haben sich die Fünf Filmfreunde unter Teenies und Konsorten gewagt und erläutern hier, was vom dritten Teil Twilight- Biss zum Abendrot (Kinostart 15. Juli) zu halten ist.

Übrigens, bei etsy kann man sich mit hochgradig trashigen Bisswunden eindecken. Eine verschmerzbare Variante:


Twilight- Halsband


etsy via meekssandygirl

Zur Ablenkung bitte hier klicken und erfahren warum ein Oktopus besser ist als deine Mutter (seit Orakel Paul sollte das klar sein).

Filmfreak Kopfgeburten Webgestöber

Frau via Spende (Reloaded)

Sexvertising- oder wie man Frauen, Männer und potenzielle Spender in einem dubiosen Rundumschlag für die Organspende gewinnen kann:


Organspende

via BUZZ/imgur.com

Hätte durchaus auch als Filmplakat Potenzial. Ich denke da an einen Erotikthriller oder auch eine trashige Splatterkomödie. Es geht natürlich um Prostitution und Organschmuggel und wie ein nichtsahnender, wilder Bursche (Jack McBrayer- bekannt aus 30 Rock oder vielleicht Matthias Schweighöfer) in die Fänge einer Organmafia gerät, weil er sich von ihrem attraktiven Köder (Sasha Grey oder Nora Tschirner) in eine verhängnisvolle Falle locken lässt.

Er verliert nicht nur Herz, Verstand und enorme Mengen an Körperflüssigkeit, sondern mindestens eine Niere und ein bisschen Dünndarm oder so.

Fehlt nur noch ein passender Regisseur: Wahlweise Robert Rodriguez oder Wolfgang Murnberger. Fatih Akin könnte damit sogar seine Liebe,Tod und Teufel -Trilogie komplettieren. Die Rechte gibt’s dann bei mir. Natürlich wird die Organ Donor Foundation irgendwo in den Credits Erwähnung finden.

Filmfreak

Vermin

Der animalisch geartete Kurzfilm Vermin von Dean Francis beginnt mit einem Schmucken Kerl in einer bizarren Situation und endet mit seinem Tod. Dazwischen wird viel miaut. Neugierig? Bitteschön:

via splattermovies
Retrospektive Trash Umami Webgestöber

Street Fighter, Werwölfe und Hirnmassenkarambolage

Ab und an ist es angebracht, das Nostalgieorgan zu füttern und in sanfte Regression zu verfallen.

Ja, diese Töne habe sich einigen tief in die Schädeldecke eingebrannt- Shoryuken und ab in die 90er!

YouTube Preview Image
via Buzzfeed

Wer sich jetzt fragt, was die Kids von heute so treiben, lehnt sich bitte zurück und genießt:

YouTube Preview Image

via theinternettoday.net

Wieso muss ich immernoch an Blanka denken? Da bleibt nur die Hoffnung, dass wenigstens die kommende Generation von Stephenie-Meyer-Ausfluss verschont wird!

Dann doch lieber nudelnde Hirnmasse, die uns -immerhin auf sehr organische Weise- zu einem Autokauf anregen soll:

YouTube Preview Image

via BuzzFeed

Fiat, WTF?

Filmfreak Trash

Kill Reifen, kill!

Rubber

via twitchfilm.net

Quentin Dupieux alias Mr. Oizo, kennen viele aus nächtlichem Beatzirkus und eher nicht vom Film. Dabei hat er sich schon mehrfach als Filmemacher versucht, 2001 bescherte er uns Nonfilm und 2007 tischte er Steak auf.

Jedenfalls hat der Gute mal wieder ordentlich in seiner Hirnmasse rumgewühlt, bis er auf eine bescheuerte Idee gestoßen ist, die wahrscheinlich jeder andere verworfen hätte. Gut, dass er es nicht getan hat.

Das Resultat ist nämlich ein fieses Roadmovie, mit einem aggressiven Autoreifen namens Robert in der Hauptrolle. Der wurde verstoßen und rollt wütend durch eine Wüstenlandschaft. Als er entdeckt, dass er telepathische Kräfte besitzt, lässt er zunächst Insekten und Kleinvieh zerplatzen- mit purer Willenskraft natürlich. Bald wendet er sich größeren Lebewesen zu…

Schmeckt nach Kult, mehr dazu gibt’s bei De:bug. Debütiert hat Rubber soeben in Cannes, hier findet ihr eine Review. Jetzt aber flott in den Teaser:

Vimeo DirectRubber

Weil das nicht reicht, hier noch ein Knusperchen:

Vimeo DirectRubber

Auch nicht schlecht: Den Soundtrack haben neben Mr. Oizo,  SebastiAN und Justice mitgestaltet.

Rubber rollt ab dem 15. September durch die französischen Kinos und ein US-Verleih hat scheinbar auch angebissen. Hoffen wir also, dass er hier ebenfalls unterkommt!

Umami Webgestöber

Granteln 2.0

Absolut sinnfrei und frisch aus dem Netz kommen hier zwei gutgelaunte Kerle mit viel Dampf unter der Schädeldecke. Also Mund zu und Augen auf!

Wir alle kennen ihn. Anzutreffen im öffentlichen Nahverkehr, in der Supermarktschlange wahlweise auch in der Münchner Ludwigsvorstadt: Der gemeine Grantler. Das Gesicht zu einer Presswurst verzogen, die Stimme dumpf und polternd, quasi miese Laune auf zwei Beinen.

Klar, gelegentliche Aussetzer sind potenziell kathartisch, gesund und empfehlenswert. Doch bei regelmäßigem Training, wächst auch der Grantelmuskel und kann geradezu soziopathische Ausmaße annehmen.

Amüsant ist das Ganze aber durchaus -bei angemessenem Sicherheitsabstand jedenfalls:

YouTube Preview Image
via nomnomnom

Mehr davon gibt’s bei shitrandyhates. Ein gefrusteter Kerl aus Portland lästert dort ausgiebig über Popkultur, Hipsterzeug und alles, was du vielleicht magst. Selten war schriftliche Aggression so bissig. Sorgt mit Sicherheit für ein böses Grinsen, auch wenn Wes Anderson hier nicht gerade gut wegkommt!

Das reicht erstmal, zum Schluss gibt’s organischen Wildwuchs auf die Augen!

organischer Wildwuchs

via mrod.wordpress.com

Wo hört Baumpflege auf?

Schlaumacher Trash Umami Webgestöber

Der Blobfisch und andere Weichteile

Mund zu und Augen auf für die organischen Fundstücke der Woche!

Blobfish

via mnn.com

Der Blobfisch (Psychrolutes marcidus) gehört zur Familie der Dickkopf-Groppen und ist quasi der Reiner Calmund des Pazifischen Ozeans. Erster Ausruf: WTF! Zweiter: Das arme Ding! Klar, man stelle sich vor, wie der kleine, gallertartige Blobfisch-Junge täglich im Fischgarten von seinen Mitfischen gemobbt wird, weil er seinen Speichelfluss nicht unter Kontrolle hat und aussieht wie ein fleisch- bzw. fischgewordener Hubba Bubba.

Als ob das nicht doof genug wäre, ist er außerdem vom Aussterben bedroht. Wenn also jemand spontan den Drang verspürt, sein künftiges Buch, sagen wir mal Blobfisch-Roadkill zu betiteln, möge er sich bitte bei mir melden. Denn vielleicht kann man so dafür sorgen, dass dieses groteske Geschöpf noch ein paar Lenze weiter herumschwubbern darf. Beim Axolotl hat’s ja auch funktioniert, wie man hier nachlesen kann.

Wir bleiben schleimhaltig. Spätestens seit Isabella Rossellinis Green Porno, wissen wir mehr über das Untenrum von Weichtieren. Martin Püschel, ein deutscher Illustrator, hat sich ganz der akkuraten Wiedergabe von Schneckengenitalien verschrieben. So sieht das dann aus:

Martin Püschel

via vice

Ein Interview gibt’s hier.

Genug mit dem Tierkram, wir werden wieder anthropozentrisch. Was passiert, wenn man to eat pussy seiner metaphorischen Bedeutung entledigt und in den Ofen schiebt? Anatomisch korrektes Naschwerk, natürlich: Muschi-Cupcakes!

vagina cupcakes

via jetzt.de und buzzfeed.com

Hunger? Bitteschön: Das Rezept zum Nachbacken. Alle anderen dürfen sich bei so viel optischer Reizüberflutung gerne ein regressives Nickerchen gönnen, eingebettet in diese organischen Sofakissen:

organsiche KIssen

via etsy

So, und wann gibt’s endlich Blobfischkissen oder jemanden, der sich grafisch, vielleicht sogar kulinarisch mit dem Reproduktionsorgan von besagtem Meeresbewohner auseinandersetzt? Neuigkeiten bitte an mich weitergeben!

Kunsthappen Webgestöber

Wie anal darf es sein?

Hier wird der fein überladene Kunstmarkt semisäuberlich durchwühlt, einige beachtenswerte Prachstücke werden aufgegriffen und sinngerecht portioniert. Also Mund zu, Augen auf!

Wie anal darf Kunst eigentlich sein? Das niederländische Künstlerkollektiv Atelier van Lieshout bewegt sich an der Bruchlinie zwischen Ästhetik und Nützlichkeit. Bis zum 2. Mai kann man die organischen Skulpuren der Künstler auf dem Außengelände des MUMOK in Wien begehen. Nebst der obigen BarRectum (2005), kann man sich dort auch in einen großzügig dimensionierten Damentorso namens Bikinibar (2006) und Darwin (2008), ein dunkelblaues Spermium, hineinfühlen. Hier eine kleine Einführung:

BarRectum, Arsch Bar, Asshole Bar, Bar Anus. While the translations sound different, the form is universally recognizable. The bar takes its shape from the human digestive system: starting with the tongue, continuing to the stomach, moving through the small and the large intestines and exiting through the anus. While BarRectum is anatomically correct, the last part of the large intestine has been inflated to a humongous size to hold as many drinking customers at the bar as possible. The anus itself is part of a large door that doubles as an emergency exit.

via ateliervanlieshout.com


Also, wer die Kombination aus Alkohol und Anus anregend findet, weiß wohin er gehen muss! Zum Rahmenprogramm gehört außerdem
die Installation

„Anal Reactions 2.0.: Man vs. Woman“ von Jana Herwig a.k.a. digiom, BIKUM/quartier21:

YouTube Preview Image

Die Installation bewegt sich im Windschatten eines Internetphänomens: Ein
unaussprechlicher Trailer gerät in die Social Web-Zirkulation und taucht invisibilisiert
in Formvon Reaktionsvideos und somatischen Experimentalsituationen
wieder auf, in die Freundinnen ihre Freundinnen, Freunde ihre Freunde
versetzen und immer live mitfilmen.

via MUMOk


Zum Abschluss entzückt uns Devendra Banhart mit dem melodischen Baby aus den Tiefen von Analistan:

via jetzt.de

Filmfreak Genderblender

Männer, Frauen und Fleisch

Es knarzt mal wieder aus der Genderecke und wir folgen- es geht bauchnabelabwärts.

Ein Zentimeter untenrum gleicht einem Kilometer innerhalb der Hirnrinde. Wir sehen einen Mann, der sich gleich unters Messer legen wird, um seine Männlichkeit durch eine Penisverlängerung aufzustocken. Es ist der vielversprechende Beginn eines französischen Dokumentarfilms namens La domination masculine (2009) von Patric Jean.

Und wie der Titel verrät, geht es um die männliche Herrschaft in unserer Gesellschaft. Doch was wie ein Porträt der westlichen Geschlechterrollensozialisation anfängt, endet in einem Wildwuchs aus Stereotypen, bei denen Frauen entweder als Opfer oder radikale Feministinnen und Männer als karikaturhafte Freaks erscheinen. Der Film ist zwar gutgemeint- Jean bezeichnet sich selbst als Pro-Feminist- hinkt aber etwas an der Umsetzung.

Eines schafft er jedenfalls: Er regt zur Diskussion an. Hier ein Blick in den Trailer, bitte frankophones Ohr hinhalten:

YouTube Preview Image

Mehr gibt’s auf arte.tv.

Als Objekt und meist unter männlicher Regie dienen Frauen der Vermarktung von verführerischen Deos und schmackhaften Dosenravioli. Auch wenn Werbung, Gender und Diversity inzwischen näher zusammengerückt sind- aber seht selbst:

http://video.google.com/videoplay?docid=5695422070182142487
gesehen bei dokumentarfilm24.de

Schmackhaft geht es weiter:

YouTube Preview Image
gesehen bei mädchenmannschaft.de

Und wir bewegen uns eine Etage tiefer:

YouTube Preview Image

Werfen wir nun einen Blick auf den Testosteronpegel der Hochglanzpresse. Auffällige Werte haben drei relativ neue Babies aus der FrauenMännersektion: BEEF! ist neben Gala Men und Business Punk Frischfleisch in der Magazinwelt von Gruner+Jahr.

Neben redaktioneller Ein- und zielgruppenspezifischer Ausgrenzung, soll Humor dem hippen Leser ins dreitagebärtige Gesicht lachen, wie sein Spiegelbild nach dem täglichen Kaviarpeeling. Klappt leider nicht ganz. Beweis hierfür ist das fade BEEF!-Interview mit dem Chefredakteur Jan Spielhagen. Ein Blick ins Magazin, das mit 9,80 Euro entsprechend arrogant fern ab von Lisa und Brigitte aufwuchert, lässt zögernde Neugier schnell und resolut einsinken.

Klar huschen gegen Magazinmitte und nach abgehackten Fischköpfen auch unbekleidete Frauenkörper kontextlos durch fleischlastige Rezeptideen. Den Tiefpunkt der Humorfreiheit bildet die letzte Seite mit der ausladenden Rubrik “So kochen Frauen. So Männer.” Der Freitag hat sich hierüber lecker ausgelassen und in der taz lest ihr, wie bei Gala Men die Untenrumthematik redaktionell bearbeitet wird.

Mein Mitleid gilt also dem “neuen Mann”, der vermutlich mehr aus finanzieller Ratlosigkeit heraufbeschworen wird, als dass ihm endlich der Lesestoff zukommt, auf den er ungeduldig warten musste. Wir sehen, die Krise greift Budget und Birne gleichermaßen an.

Genug davon, jetzt gibt’s was auf die Augen:http://www.veoh.com/videos/v14246195QMw8KKWk

Zum Schluss noch ein etwas abseitiger Satz von Pythagoras:

Es gibt ein gutes Prinzip, das die Ordnung, das Licht und den Mann geschaffen hat, und ein böses Prinzip, das das Chaos, die Finsternis und die Frau geschaffen hat.

Genderblender Schlaumacher Umami Webgestöber

Moustachismus

Zeit für organische Gesichtsschmeichler.Viele Menschen kennen es: Sie schauen in den Spiegel und fühlen sich irgendwie unvollkommen. Meist liegt das an der Nacktheit rund um den Labialbereich.

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung leidet unter akuter Bartlosigkeit. Grund genug, sich diesem testosteronträchtigen Thema semiseriös zu widmen. Hier werden einige vielversprechende Utensilien und Hintergrundinformationen rund um das haarige Stück Lebensfreude vorgestellt, also Mund zu und Augen auf und Humorhose an!

YouTube Preview Image

Wer nach diesem großartigen Einstieg, unbedingt auch Flusen unter die Nase will-  hier gibt’s was für den kleinen Geldbeutel und den großen Bastler. Bei freemoustache.com kann man gleich vierfacher Bartlust fröhnen. Der Klassiker- ausdrucken, ausschneiden und wohlfühlen:

Bei etsy.com findet sich auch so einiges zum haarigen Thema. Von Kissen, über Tassen bis hin zu Schmuck und Klamotten, es sprießt scheinbar aus allen Poren:

gesehen bei UIEgeek

Organische Bescheuertheit muss belohnt werden, Daumen hoch für folgende Pfotenwärmer:

gesehen bei sifuesignstudio

Und etwas weiter bauchnabelabwärts:

gesehen bei Undies

Aber auch für anatomisch besserbestückte findet sich passendes, wie diese exquisite Bartwichse:

gesehen bei MansFaceStuff

Genug davon. Definitiv ist der Moustache in den letzten Jahren Muse von allerlei Nutz-und Spaßartikelproduzenten geworden. Wer sich hier ausklinken will, kann sich bei sounds like me Verstärkung holen.

Horchen wir weiter in das Land des Schnurrbarts:

“Isch bin ein Orgasme von Konsert und mach dir dein Ueft bewege”

Bei solch einer Aussage, steigt die Erwartung natürlich enorm. Hier kommen also die Franzosen von Mini Moustache mit eingängigem Discozeug. Zugegeben, das Video der Kerls sieht stark nach hausgemacht aus:

http://myspacetv.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&videoid=43615798

Wem das jetzt zu hormonhaltig wird, kann sich mal hierüber Gedanken machen: Einer Studie zufolge, die eine Psychologiestudentin 2004 an er Uni Kiel erhob, werden angeblich bärtige Menschen als sympathischer, gebildeter und attraktiver eingestuft, als ihre bartlosen Mitmenschen. Mehr zum potenziellen Karriereschub durch Rasierentzug, gibt’s beim Manager Magazin.

Sind Bärte eigentlich autotroph? Hier noch ein gelungenes Stück Filmkunst, zauberhaft:

YouTube Preview Image

Manchmal kann man sich eine Person nicht ohne ihren Bart vorstellen, so beispielsweise bei den Mädels von ZZ Top. Versucht es mal!

YouTube Preview Image

Nach so viel Männlichkeit, werfen wir zum Schluss noch einen verstohlenen Blick in die Gegenrichtung. Hirsutismus nennt sich das haarige Phänomen bei Frauen.

YouTube Preview Image

Don’t panic, it’s organic!

KZZ3SWK9K9YB

Filmfreak Genderblender Kunsthappen Schlaumacher Webgestöber

Green Porno

Ab geht’s mit animalisch heißem Filmstoff, noch mehr Pappmaché und den akut-organischen Aufklärungsfilmchen von und mit Isabella Rossellini!

Warum nicht auf Pornofeldforschung im eigenen Vorgarten gehen, um mehr oder weniger Fleischliches unterhaltsam und gleichzeitig wissenschaftlich- korrekt darzustellen? Mit ihrem Regiedebüt zeigt Tochter von Ingrid Bergmann, Ex-Frau von Martin Scorsese und Muse von David Lynch, dass es funktioniert. Und zwar mit einer ordentlichen Portion Humor, einer Menge Papier und natürlich haufenweise organischer Kreativität. Achtung, es folgt Schneckensex:

Angeregt? Hier kommt Nachschub von der Spinnenfront:

Nicht zu vergessen, die Hermaphroditen, sehr anschaulich:

Auf der Berlinale von 2008 erstmals öffentlich zu sehen, gibt es jetzt schon die dritte Staffel von Green Porno, mittlerweile wird die grüne Seite stärker fokussiert. Vorher ergründet Isabella aber noch das Sexualverhalten von Meeresbewohnern. Hier ein Einblick in die asexuelle Fortpflanzung von Seesternen, man beachte das schelmische Grinsen:

Wer Lust auf Hintergrundiges und die dritte Staffel der einminütigen Dokuquickies bekommen hat, klicke sachte auf den Sundance Channel.

Kiezgeflüster Umami Webgestöber

Stadtgeflüster

Einige Objekte sollte jede Stadt haben. Hier kommt eine absolut subjektive Auswahl an sinngerechten Happen. Also Mund zu und Augen auf!

Kürzlich in Mainz gesehen und für nachahmenswert befunden: Die offene Bibliothek. Eine feine Sache, wenn im Laufe der Zeit nicht nur Super- Illus von 1996 ausleihbar sind…

Die offene Bibliothek

Hier geht’s zum Faktenfutter.

Wir bleiben intellektuell. Glücklicherweise findet man in vielen Städten eine Goethestraße. Die in München ist bekanntlich besonders deutsch, in etwa so wie diese wundervolle Eiskreation, auf die man in den gutdurchmischten Tiefkühltruhen der dortigen Feinkostbasare stoßen kann. Gleich neben den gefrorenen Sardienen, extrem organisch:

Döner Eis!

Sowas schlägt auch bei Ben&Jerry’s an:

YouTube Preview Image

Um den Speichelfluss umzulenken und meiner Frage nachzugehen, was folgende Objekte bezwecken sollen, blicken wir verstohlen westwärts.

Neulich auf einem Straßburger Trödelmarkt gefunden und für dubios erklärt:Strasbourg (156)

Ist das vielleicht Kunst? Um akuter Ratlosigkeit und aufsteigendem Banausengefühl zu entgehen, kann man sich von einem Mundspray goßzügig helfen lassen:

understand modern art!

Mehr von Dana Wyse gibt’s hier und da, sowie francophon bei paris-art.com

Ist das euch zu abstrakt oder einfach nur zu weit weg? Also zurück nach München und an die Bruchlinien von Werbung, Streetart und dem Wunsch sich sofort ein ABC-Pflaster zuzulegen. Tief Luft holen und in Deckung gehen:

Die Boxfabrik

Mehr dazu gibt’s hier.

Filmfreak Schlaumacher Umami Webgestöber

Schluss mit Kneifen!

Ja, in den Weiten des Netzes lauert allerhand Nebensächliches. Aber wühlen lohnt sich! Denn manchmal findet man wahre Schätze ganz tief unten! So auch hier:

Das Web platzt vor Kinokritiken, da freut es Blase und  Prostata, wenn sich mal einer um die organischen Bedürfnisse filmhungriger Kinogänger kümmert! Zu viel Bionade und Brauereierzeugnisse melden sich nämlich genau dann, wenn man sich erwartungsfroh dem Leinwandgeschehen widmen will. Belastenderweise rutscht da die Konzentration bauchnabelabwärts: Durchhalten oder Erleichterung verschaffen, um dann eventuell DIE Szene zu verpassen? Jetzt, oder in fünf Minuten?

Hierzu gibt RunPee die Antworten. Die blasophilen Cineasten haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Filmstellen herauszusuchen, die man ohne schlechtes Gewissen an/auf/neben der Kloschüssel verbringen kann. Kurze Zusammenfassung verpasster Inhalte gibt’s obendrauf! Hier entdeckt und für organisch befunden, daher ab jetzt in der Blogroll!

Die Alternative könnte nämlich andere Sinne belasten:

Zuerst gesehen bei zeitgeist und erwerblich
bei thebrowncorporation.com.
Politik Umami

Mit Uschi im Sommerloch

Von wegen Politikverdrossenheit: Nach anspruchsvollen, ja fast schon Arte-würdigen Reality- Formaten wie BigBrother, die Alm und die Burg soll’s also nun die Politik sein.

Erst “Das perfekte Promi Dinner”, jetzt die Weltherrschaft!, dachte sich wohl “Alm-Königin” Kader Loth, 36,  in einem ihrer häufigen Geistesblitze. Neben Parteigründerin und “Ex- CSU-Rebellin” Gabriele Pauli, mischt sie also nun in der Freien Union (FU) mit.

http://static.rp-online.de/layout/showbilder/32339-082522%20DPPD%20Berlin%20P49.jpg

Mit so nachdenklichen Phrasen wie “Jeder hat mal einen Werdegang.” schaffte es die ansonsten luderliche Busenuschi also, Pauli von ihrer Eignung zur parteieigenen Frauenbeauftragten zu überzeugen. “Ihr Wahlprogramm hat mich auch irgendwo beeindruckt”, bestätigt sie dem Focus Online in einem ihrer zahlreichen Interviews. Das Ideenpapier der FU besticht jedenfalls mit dem genialen, aber dennoch dezent gehaltenen Leitmotto  “Für wahre Werte” – “Friede, Liebe, Freude, Geduld”.

Ob sie den Absprung von Seite 3 in den Politikteil schaffen wird? Einst löste sie jedenfalls das SPD- Parteikürzel als Politische Soziale Demokratie auf, aber wieso nicht? “Ich werde versuchen, mich politikgerecht zu kleiden und nicht mehr auffällig durch die Gegend zu rennen. Kader Loth war gestern.”  Nachgelegt wird mit einem entschlossenen “Ich bin bereit, da mitzumischen.” Riecht man da die Hoffnung auf vermehrt männliche Wählerstimmen? Wie absurd: Sie wolle natürlich insbesondere auf die Frauen zugehen, erzählt sie in Spiegel Online. Klar, schließlich muss auch im Frauenhaus gelernt werden, welcher Selbstbräuner streifenfrei funktioniert und mit welcher Methode man am einfachsten lästige Härchen an schwererreichbaren Stellen loswird.

YouTube Preview Image

“Ich habe natürlich meine Partei und Frau Pauli im Rücken, und der erste Stein ist erstmal geworfen worden”, meint das halbsynthetische und selten ganzgekleidete Mischwesen. Auch hier rate ich zur Helmpflicht, absolut anorganisch!

Wir erinnern uns: Zuletzt sorgte Gabriele Pauli, die 51-jährige Gründerin und Bundesvorsitzende der Freien Union, mit ihrem Postulat nach einer Ehe auf Zeit nicht nur bei Romantikern für vehementes Schädelzucken, jetzt steht der Gedanke auch im Wahlprogramm der Fürtherin.

Während die aufreizenden Damen also wahrscheinlich die nächste Mottoparty auf Parteikosten organisieren, fragen wir uns, ob das stetige Tragen von Lack- und Lederkorsagen auch die Blutzufuhr zum Gehrin beeinträchtigt und wie lange es wohl noch dauert, bis die CDU endlich ihr eigenes Busenwunder, z.B. Rainer Calmund, einspannt?

Wer da ungläubig den krisengesättigten Kopf zu schütteln wagt, kann sich bei der SPD gleich mal in die Ecke stellen und reflektieren. Denn SPD- Generalsekretär, Hubertus Heil, nimmt „Super-Nanny“ Katharina Saalfrank auf seiner Deutschlandtour an die Hand und hofft somit, eine Lanze für die sozialdemokratischen Werte zu brechen.

Apropos Nanny: Die hätte wohl auch bei den morbiden Erziehungsmaßnahmen einer “angespannten” Berliner Mutter gebraucht werden können. Diese hielt es für pädagogisch einwandfrei, ihrem 19 Monate alten Sohn die eigenen Fäkalien zu spritzen. Mehr davon gibt’s hier. Soviel zum Sommerloch.

Schlaumacher Umami Webgestöber

Unterleibsgeflüster

Zeit, sich mit der dunklen Seite menschlicher Hygienebedingungen zu befassen.

Jeden Tag müssen wir uns mit der peinlichen Säuberung postexkrementaler Unterleibsöffnungen herumschlagen, endlich gibt es eine glorreiche Erfindung, die diesen beschämenden Vorgang um eine ca 30 cm lange Vorrichtung entschämbar macht. Schluss mit archaischen Faltmethoden! Distanzgewinn und Mittelbarkeit versprechen nicht nur Versöhnung mit der Putzhand, sondern könnten gar eine Revolution für die Linke in arabischsprachigen Ländern bedeuten! Aber seht selbst:

YouTube Preview Image Zuerst gesehen auf jetzt.de

Plastik ist nix für Euch? Hier die organische Variante:

YouTube Preview Image

Wir bleiben unten und beschäftigen und mit organischen Tönen im Kontext därmlicher Unkontrollierbarkeit. Endlich kommt die Verbindung von Business und Blähung, zückt eure Telefone in ergebener Dankbarkeit:YouTube Preview Image

Weiterhin untenrum, jedoch ein paar Zentimeter versetzt- Achtung es wird heiß. Wir wissen, lange Ketten mit diversen Anhängseln sind an vielen Mädchenhälsen vorzufinden. Meist sind das kleine Herzchen, Pferdchen, Sternchen oder Schleifchen. Wäre es nicht absolut organisch, zur Abwechslung ein gutverstecktes, primäres Geschlechtsorgan kettentauglich zu machen?

http://www.etsy.com

http://www.etsy.com

Sorgt sicher in engen Clubgemäuern für ordentlich Gesprächsstoff! Für die moderne Individualistin: Einfach den persönlichen Intimabdruck einsenden und sich auf authentische Maßanfertigung freuen! Erinnert an Michel Houellbecqs Roman Plateform, in dem u.a. von einer (fiktiven) Künstlerin die Rede ist, die sich mit klitoralen Eigenabdrücken aus Gummi beschäftigt. Entdeckt bei youknowwhatidontknoweither.blogspot.com und erwerblich unter http://www.etsy.com . Wer lieber pure Weiblichkeit unterm Kopf statt am Hals haben will, knautschige Kissen in Uterus- und Vulvaform gibt’s natürlich auch.

http://www.etsy.com

http://www.etsy.com

Alles in liebevoller Handarbeit, natürlich. Wem bei soviel Vulvatalk jegliche Lippen trocknen, der kann sich gleich mit einem veganen Prachtstück namens Large Vegan Vulva beschmieren, wahlweise in Sweet Cherry, Lemon Tart und Honey Pot.

http://www.etsy.com

http://www.etsy.com

Gibt’s sowas auch in der Kerlsversion? Ja, zwar weniger kuschelig und anatomisch fragwürdig, dafür absolut reisetauglich und in Plastik!

Filmfreak

Fashionterrorismus

Ab geht’s mit neuen und wiederentdeckten Filmerzeugnissen!

Schraubt eure P.C.-Latte sachte runter und verabschiedet euch von idealistischen Wertevorstellungen, es wird subversiv!

Drei Jahre lang haben wir auf ihn gewartet und wurden regelmäßig von Filmfetzten aufgestachelt, jetzt kommt Borats alter ego endlich auf die Leinwand. Von Sasha Baron Cohen als österreichische Fashonista Brüno kann man sich ab dem 9. Juli in gleichnahmiger Satire mit Schlagseite bezaubern lassen. Regie führte auch diesmal Larry Charles, der u.a. für die Sitcom Seinfeld mitverantwortlich war. Randgruppen nach vorn, Fremdschämen war selten so genussvoll. Hier der Trailer-for mature audiences only- na dann:

Ein Mann, zwei Dildos und eine ausgeklügelte Choreografie machen Lust auf Restegucken. Der Verleih Universal hat indes weitreichende Maßnahmen zur Eindämmung von Filmkritiken vor offiziellem Filmstart unternommen. Eventuell ein Hinweis auf einen extrem gehypten, aber desperaten Flop? An öffentlichen Popup-Einlagen wurde nicht gespart. Ich warte jedenfalls gespannt auf die ersten Fashion Victims mit den extrem attraktiven Nacktanzügen in rosé, oder wie die SZ sagt rosafarbener Ganzkörperstrickanzug mit mehr oder weniger expliziten Details, enorm organisch:

YouTube Preview Image

Unter all den virtuell umhergeisterneden Szenen, hier ein spirituelles Highlight:

YouTube Preview Image

Konträr und denkwürdig  geht es weiter mit einem Beitrag vom  Evilfest, Ohren auf es wir nuschlig:

YouTube Preview Image

Dass nett nur eine Euphemisierung von scheiße ist, wussten wir. Und wie nice es hinter den Kulissen von Entertainmentformaten zu geht, sehen wir hier:

YouTube Preview Image

Das lässt einige Fragen in der postbrünalen Hirnspalte aufleuchten:

Wie viele Prozesse wird der 83- minütige Spass entfachen? Schmerzfrei kam Cohen jedenfalls nicht davon: Für seine Rolle ließ sich der Ästhet nicht nur Brust und Beine rasieren, sondern auch die Haare rund um seinen Anus bleichen. Danach ging’s ab ins Krankenhaus und der Gute konnte einige Tage nicht sitzen, von Reue aber keine Spur: I’m bleached and I’m proud.” Ein Spruch, der sitzt.

Wann wird das unentbehrliche Wort Spunk als Germanismus in britische Wörterbücher aufgenommen? Darf sich Österreich auf einen warmen Tourismusschauer freuen?

Und viel wichtiger: Wird die Dildochoreographie ihren Weg in die ästhetisch orientierten Schlafzimmer dieser Welt finden oder in Selbstverteidigungskursen enden?

Ab 9. Jüli wissen wir mehr!

Straßenschlacht

Welche Tüte stülpst du?

Und nun zum Wetter.

München auf Pedalen zu durchforsten ist eine feine Sache. Bei schlechter Witterung beschert das großartige Gefährt aber meistens feuchtes Sitzfleisch. Schlau, wenn man was zum Überstülpen parat hat. Doch welches Plastikhäubchen wählt der mondäne Münchener?  Hier eine kleine Typologie:

Modell: Knallrot und Indie

Modell Posh: Tom Ford

Modell Intellektuell: Staatsbibliothek

Discount

Modell Discount (inkognito): ALDI auf links

Modell Fleischeslust: Plastisches vom Wurstfachverkauf

Modell Fleischeslust: Plastisches vom Wurstfachverkauf

Modell Naturbursche: Rasenmimikry

Modell Naturbursche: Rasenmimikry

Modell Blaumann: Ganzkörpertüte

Modell Blaumann: Ganzkörpertüte