Tag Archives: WTF

Malen nach Bohnen

Kürzlich durfte man in der SZ lesen, was ein jeder Kaffee-Junkie schon lange ahnte: Die Deutschen trinken mehr Kaffee als Bier, ja sie schütten sogar mehr braunen Treibstoff als Wasser ins sich hinein, nämlich ca. 180 Liter pro Jahr. Wie gut, dass sich die schlauen Köpfe von COLUMN FIVE mit einer Verbildlichung dessen befasst haben, was wir so monatlich durch unseren Organismus jagen. Ausmalen darf man die folgende Infographic natürlich nur mit dem Saft der Arabica-Bohne. Prints davon gibt es hier zu bestellen. Et voilà:

IN CAFFEINE WE TRUST by COLUMN FIVE gesehen bei NERDCORE

Surf Nazis Must Die

In den Tiefen des Internetz findet man ab und an wahre B-Movie Perlen: Surf Nazis Must Die ist eine davon. Die Low-Budget Produktion aus dem Jahre 1987 entstammt den begnadeten Regiehänden von Peter George aus dem Hause Troma und ist ein Fest für Liebhaber von plotarmen Trash-Filmen und miesen Schauspielern. Und weil sogar Meister Roger Ebert den Kinosaal nach einer halben Stunde verlassen haben soll, sollten wir ganz dringend in den Trailer spähen– Voilà:
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Eine Review gibt es hier und dort.

Lethal Weapons

In der neuen Sparte Filmlektion gibt es ab jetzt Nützliches aus der Welt des Zelluloids zu sehen. Natürlich ist alles 1:1 auf das analoge Leben übertragbar und wird von mir auch dringend empfohlen.
Kultregisseur Lindsay Shonteff zeigt uns mit Licensed to Love And Kill (1979) auch bekannt unter dem Titel No. 1 ist nicht zu schlagen oder The Man from S.E.X., dass die Verletzungsgefahr, die von ansonsten harmlosen weiblichen Attributen ausgeht, höher sein kann als man denkt. Bevor es zum Knackpunkt dieser Filmlektion kommt, werfen wir einen schnellen Blick in den Trailer:

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Alles was frau braucht sind ein paar Rasierklingen, handelsübliche Nippelaufsätze und natürlich ordentliche Brustmuskeln. Was würde Catharine MacKinnon wohl zu dieser schneidigen Kampfszene sagen?


via blogrebellen

 

Organisches zum Muttertag

Muttertag ist bald da und Ihr habt noch kein Geschenk? Dann Mund zu und Augen auf! Lily Vanilli versorgt jeden, der auf kitschige Kirschtorten und rosa Fluffizeug verzichten kann, mit diesem extrem herzlichen Leckerbissen à la organique:

 

Lily Vanilly via WE like THAT

Auch lecker: 20 % der Einnahmen gehen an einen guten Zweck. Mehr davon gibt’s auf dem Blog von Lily Vanilly.

Sarah Palin hat so wunderschöne Augen

Steve Buscemis Augen sind etwas ganz Besonderes. Dieses tumblr-Blog beschäftigt sich mit der Aufwertung weiblicher Stars durch Steve Buscemis organische Schmuckstücke:

Chicks with Steve Buscemi’s eyes gesehen bei nerdcore via Dangerous Minds

Mehr davon gibt es hier.

Trimm Dich!

Mit der denkwürdigen Parole “Keep Your Most Precious Posession In Trim!” sagt Amazon unkoordiniertem Wildwuchs südlich des männlichen Bauchnabels den Kampf an. Wir machen Platz für das “Gentelman’s Willy Grooming & Care Kit” aka “Rute Pflegeset” :

 

Rute Pflegeset / Gentlemens WILLY GROOMING & CARE via Dangerous Minds gesehen bei Nerdcore

Und die eindeutig beste Review dazu verfasste “Master Oliver C. Doubleday” aka “Tico”:

I used to be ashamed of my willy. People used to point and yell ‘What an unkept willy!’ I was bullied at school. But then I bought the Gentleman’s Willy Care Kit, and now, instead, people yell ‘What a fantastic willy!’ and all my friends think I’m really cool.

Auch nicht schlecht: Gentelman’s Ball Scratcher

Was ist rosa und riecht nach Hühnchen?

In welchem Aggregatszustand ein Chicken Nugget sich befindet, bevor es in Nuggetform gepresst in deinem Mund landet? Mit rosa und fluffig hätten da wohl die wenigsten gerechnet. Advanced Meat Recovery (AMR) nennt diese besonders sanfte Methode der Fleisch- und Geflügelverarbeitung, bei der knochenfreies, püriertes Restfleisch übrigbleibt, das uns hier so lieblich entgegenschäumt:

Chickenbrei

via nerdcore

Wer mehr darüber erfahren will, kann sich bei Fooducate Faktenfutter holen.

Bon appétit!

Der Roboter und das Baby

Es gibt Erfindungen, die aus unerfindlichen Gründen für spontane Panik sorgen. Egal was ihr gerade macht, lasst es sein und schaut diesem mechanischen Geburtentorso bei der Arbeit zu:

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Vertont wurde das übrigens von seinem Kollegen. Das soeben goutierte audio-visuelle Trüffelchen muss erstmal verdaut werden. Folglich bleibt schon wieder keine Zeit für die lästigen Dinge, die erledigt werden wollen. Für die schnelle Ablenkung gibt es nun einen völlig unverstörenden und daher nötigen Clip, der sich mit dem hassgeliebten Phänomen der Prokrastination befasst:

via ism studios

Wie schimmelt das?

Wer schon immer wissen wollte was passiert, wenn man die Wurstplatte 12 Tage aufm Tisch stehen lässt, darf gespannt sein!

Denn ein schimmelresistenter Brite hat das für uns ausprobiert. Sein Name ist Dr. Yan und er wird gleich in fröhlich nerdiger Manier kommentieren, wie organisch Essen sich jenseits des Mindesthaltbarkeitsdatums verhält.
Also Mund zu und Augen auf für 12 Tage Schimmel und Maden gepackt in eine gute Minute:

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via BuzzFeed

Mehr dazu findet ihr auf bang goes the theory.

Rubber

Über Mr. Oizo aka Quentin Dupieux ersten Kinofilm Rubber (2010) hatte ich hier schon berichtet. Nun kommt die Review zum aggressiven Reifen, der das Morden nicht lassen kann!

Rubber

Zum Plot:
Rubber handelt von einem Reifen (Robert) der langsam zum Leben erwacht, seine psychokinetischen Kräfte und daraufhin seine Lust am Morden entdeckt. Er lässt durch pure Willenskraft zunächst ein bisschen Müll und Kleinvieh zerplatzen, bevor er sich an größeres Getier und schließlich menschliche Wesen macht. Diese “Coming of Age”- Story ist eingebettet in eine weitere Geschichte – nämlich die der Zuschauer, die in der Wüste von Los Angeles den Killerreifen per Fernglas beim Morden beobachten. Schließlich finden beide Handlungsstränge zueinander und wir spähen in den aktuellsten Teaser:

Kritik:
Für Quentin Dupieux – das wird ziemlich schnell klar- ist Rubber eine Hommage an die Sinnfreiheit. Klingt zunächst spannend, verliert aber in Anbetracht des ständigen Bestehens auf Absurdität ziemlich schnell an Witz. So wirken Dupieux Bemühungen wie ein nervendes –weil streberhaftes– Aufbegehren gegen gängige Genrebestimmungen und gipfeln in der puren Lust an Selbstbestätigung.
Aus der überschaubaren Handlung, die zum Glück nicht ganz humorfrei ist, wäre wohl ein knackiger Kurzfilm geworden. Denn in 85 Minuten kann man sich trotz beeindruckender Optik und der netten Idee eines Killerreifens das sporadische Gähnen nicht verkneifen. Zumindest dreht der Sound am Kreislauf:

Fazit:
Obwohl er bereits als Kultfilm gehandelt wird, muss man Rubber nicht gesehen haben. Sollte Dupieux seine Attitüde loswerden und den dringenden Willen zur Absurdität in eine subtilere Form zwängen, darf man auf sein nächstes Filmerzeugnis gespannt sein!
Der Film war bislang nur auf Fantasy-Filmfestivals zu sehen, ob er einen deutschen Kinoverleih findet, ist unklar. [rating=3]

Braune Wurst mit roter Pelle

Heute gibt’s hier mal nix Schöngeistiges– wir machen Platz für ein politisches Intermezzo. Im Sommerloch kommt das schäbige Blinken einer braunen Wurst mit roter Pelle besonders schön zur Geltung.

Wie lange soll es noch so weitergehen, liebe SPD? Wie lange will die Deutsche Bundesbank noch die faulen Parolen eines angeblich unkündbaren Rassisten in ihrer Armbeuge pochen lassen? Die Rede ist von Thilo Sarrazin.

Deutschland schafft sich ab. Wie wir unser Land aufs Spiel setzen. So heißt das populärwissenschaftliche Hetzbuch des ehemaligen Berliner Finanzsenators. Darin werden auf 464 Seiten die bereits vorab in sporadischen Oraldurchfallereien geäußerten Hiebe gegen Migranten, Hartz-IV Empfänger und gesellschaftlich schlechter gestellten Menschen nochmal ausformuliert. Eine schöne Zusammenstellung seiner Sprüche gibt es hier. Nach dem Debakel um die Kopftuchmädchen, suggeriert Thilo Sarrazin nun, dass die hohe Geburtenrate von muslimischen Migranten zu einer Allgemeinen Verdummung dieses Landes führe. In einem Gastbeitrag für die BILD-Zeitung mahnt er:

„Über die schiere Abnahme der Bevölkerung hinaus gefährdet vor allem die kontinuierliche Zunahme der weniger Stabilen, weniger Intelligenten und weniger Tüchtigen die Zukunft Deutschlands.“(via)

Als logische Folgerung könnte man ja Dachau oder Bergen-Belsen nochmal anschmeißen, oder Herr Sarrazin? Eigentlich ist es sowieso verwunderlich, dass sich die Zeit sich zu einem Streitgespräch mit Sarrazin herabgelassen hat, lesenswert ist es trotzdem. Dort findet man dann auch so hinreißende Behauptungen wie:

“Die Araberjungen kommen an ihre arabischen Mädchen nicht ran. (…) Sie nutzen die leichter zu kriegenden deutschen Unterschichtsmädchen.”

Sicherlich wäre es durchaus hilfreich, diese Wurst öffentlich ihrer Pelle zu entledigen und dann im politischen Giftmüll zu entsorgen. Sie stinkt nämlich gewaltig. Finden übrigens auch andere Blogger.

Derweil stelle ich mir vor, wie Sarrazin Deutschlands Intelligenzquotienten zum Beispiel durch Nachwuchs mit Eva Hermann enorm in die Höhe treiben könnte. Ich passe dann gerne auf Ihre Kinder auf, Herr Sarrazin, damit aus ihnen mal was G’scheits wird.

Boobsieb vs. Wurst am Stil

Dieses organisch bestickte Sieb gibt es übrigens auch in dunkleren Nuancen, unterschiedlichen Größen und Verformungen:

Embroidered 'Sieve Boob'

via Buzzfeed/etsy

Bei den happigen Preisen überlegt man es sich dann doch, ob man dem reizvollen Gedanken nachgehen sollte, Nudelwasser da durchzujagen. Mehr von der Künstlerin findet ihr hier.

Hitzewallungen? Wie wär’s mit einer tiefgekühlten Portion Mett von Schleck oder Buletto! Das Wurstblog hat uns eine fleischlustige Eiskarte zusammengestellt:

Wursteis

gesehen bei nerdcore via wurstblog

“Bitte könnte ich vielleicht?”

Die Schweiz und ihre Migranten- A Love-Story? Naja, eher weniger. Schauen wir uns die hinreißenden Plakate an, mit deren Hilfe man sich einen Quantensprung in Sachen Integration erhofft.

Die 10 verschiedenen Motive der Züricher Integrations-Kampagne sind teilweise in der Landessprache der jeweiligen Migranten verfasst, damit auch jeder weiß, welches Verhalten von ihm (nicht) zu erwarten ist.


Integrationsplakat Schweiz

via blick.ch

Deutsche Mitbürger werden z.B. gebeten, die schweizer Autobahnen weniger schnell zu befahren und sich beim Bäcker von der höflichen Seite zu präsentieren.

Integrationsplakat Schweiz

via blick.ch

Weitere Motive sollen dazu anregen, auch mal einheimische Gerichte zu goutieren, sonntags keine Flaschen zu entsorgen oder statt immer gleich ins Krankenhaus, erstmal zum Hausarzt zu gehen– Auah.

Badi-Turkish E.T.

Achtung, es folgt Trash in absoluter Reinform, nämlich eine ziemlich abgefahrene Interpretation von E.T. dem Außerirdischen: Badi turkish E.T. (1983)

Badi turkish E.T.

Badi ist in dieser Version böse  –naja, ein bisschen vielleicht–er dampft jedenfalls mächtig untenrum. Neugierig? Bitteschön:

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Der leicht cholerische Mann mit dem schicken Bart hält Badi zunächst für seinen bescheuert verkleideten Sohn und wird ziemlich wütend. Bis er merkt, dass sein Junge auf der Treppe sitzt, ist Badi bereits dabei, alle mit seinem betörenden Nebel in ein herrliches Chaos zu manövrieren. Weil’s so köstlich ist, noch ein Knusperchen:

http://www.dailymotion.com/videox7xlak

via nerdcore

Die Errettung der Vorhaut und so

Ja, richtig gelesen. Wir kommen gleich zur Sache: Bei HEEB bin ich über einen recht eigenwilligen Comic-Helden gestoßen, nämlich Foreskin Man.


Foreskin Man

foreskinman.com via heeb

Was er macht? Na er rettet natürlich Buben vor dem bösen Dr. Mutilator. Dieser sieht selbst aus wie ein fleischgewordenes Stück- ähm- Sülze und hat die Maxime, möglichst viel frühkindliche Vorhaut abzukratzen. Unvorstellbar? Na dann schaut her:

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Erfunden hat das Ganze Matthew Hess, mehr Infos dazu findet ihr hier.

Splatter-Kitsch und organische Möbel

Was passiert, wenn Jeff Koons auf George A. Romero trifft? Dieser Frage scheint die britische Künstlerin Jessica Harrison mit ihren kitschigen Splatter-Porzellanpüppchen nachgegangen zu sein. So sieht das dann aus:

Jessica Harrison

Maria 2010,  jessicaharrison.co.uk via nerdcore

Gemütlich und ein bisschen weiter bauchnabelabwärts geht es hier zu:



Jessica Harrison

jessicaharrison.co.uk, Armchair 2009, mixed media


A synonym of our model of understanding, the work is an attempt to dissect and understand the bodily surface, reflecting our own shifting surface and a cultural quest to cut into that surface to increase knowledge. Fragile anatomies caught in limbo, silenced, blinded, swaddled, the work describes our urge to cut, to compare, to construct. (Jessica Harrison)


Mehr davon findet ihr hier.

All Women Are Bad, Bang! Bang!

Abgeschmackte und trasghaltige B-Movies aus den 1960ern und 70ern gehn immer.

Also Mund zu und Augen auf für ein paar semi-verstörende, sexistische und herrlich niveaulose Klassiker!


Problem Girls

via flavorwire


Den Anfang macht The Deadly Organ (1967) von Regisseur Emilio Vieyra- Ein bizarrer Kerl mit einer freakigen Maske verführt reihenweise Frauen mit Drogen und betörenden Klängen aus seinem tödlichen Organ-

It’s a nightmare in psychadelic suspense

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via SomethingWeirdDotCom

War noch nicht bescheuert genug? Dann schnell weiter mit Fredric Hobbs’ The Godmonster of Indian Flats (1973), wo ein mutiertes Über-Schaf eine Ranch verwüstet:

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via SomethingWeirdDotCom

Tanzende Frauen in Bikinis werden auf einer Beach Party von einem Monster beobachtet. Es geht natürlich nicht gut aus.The Beach Girls and the Monster (1965) von Jon Hall

Yeh Yeh Yeh! This One Will Kill You!

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gesehen bei nerdcore via SomethingWeirdDotCom

Mehr davon gibt’s bei somethingweird.com.

Wer jetzt Lust auf aktuellere Horrorerzeugnisse bekommen hat, kann sich auf’s Fantasy Filmfest freuen, für Infos auf independentfilme.com klicken!

David Lynch und PayPal

David Lynch

via moviepilot

Wer Lust hat, Teil eines Lynchprojekts zu werden, sollte seinen Geldbeutel zücken. Der Meister des surrealen Beigeschmacks lässt einen Film über sich selbst produzieren, bestehend aus Archivmaterial der letzten Jahre, kombiniert mit Interviews und finanziert mit dem Geld seiner Fans.

Jeder der 50 US-Dollar spendet, bekommt die Kopie seines abstrakten Selbstporträts, ein T-Shirt oder eine Jutetasche und die die Möglichkeit, Fragen an den Regisseur in das Projekt miteinfließen zu lassen. Producer Jon Nguyen in The Independent:

“Not only are we looking for financial support, but we’re also very interested in connecting with his fans for feedback and input. There are so many questions that we would like to ask David and building a network of his fans enables us to reach out to them and hear what his fans would like to ask him if they could hold the camera”

Das Modell der popularisierten Filmförderung via Internetz nennt sich “crowd funding” und erfährt im derzeit schwäbischen Hollywood zunehmende Beliebtheit.

Das fanfinanzierte Projekt soll LYNCHthree heißen und bildet den dritten Teil einer Doku-Trilogie. Wer spenden wil, klickt auf www.lynchthree.com.

Dort erfährt man auch:

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