Schlagworte: Trash

Zombie Ass: Toilet of the Dead (Trailer)

Es ist wieder einmal Zeit für ein bisschen organischen Trash aus Japan.

Noboru Igushi, bekannt für  Filme wie The Machine Girl oder Robo Geisha, lässt in seinem neusten Auswuchs aus pulpiger Untenrumfixierung Zombie-Parasiten und andere bizarre Kreaturen auf flatulente Frauenhintern los. In einem Statement sagte Igushi, er wollte einen Film machen, der von Parasitenbefall und hübschen furzenden Mädchen handelt. Na dann mal los:

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via Nerdcore

 

Eine Review zum Film gibt es auf japancinema.net.

 

Kill Reifen, kill!

Rubber

via twitchfilm.net

Quentin Dupieux alias Mr. Oizo, kennen viele aus nächtlichem Beatzirkus und eher nicht vom Film. Dabei hat er sich schon mehrfach als Filmemacher versucht, 2001 bescherte er uns Nonfilm und 2007 tischte er Steak auf.

Jedenfalls hat der Gute mal wieder ordentlich in seiner Hirnmasse rumgewühlt, bis er auf eine bescheuerte Idee gestoßen ist, die wahrscheinlich jeder andere verworfen hätte. Gut, dass er es nicht getan hat.

Das Resultat ist nämlich ein fieses Roadmovie, mit einem aggressiven Autoreifen namens Robert in der Hauptrolle. Der wurde verstoßen und rollt wütend durch eine Wüstenlandschaft. Als er entdeckt, dass er telepathische Kräfte besitzt, lässt er zunächst Insekten und Kleinvieh zerplatzen- mit purer Willenskraft natürlich. Bald wendet er sich größeren Lebewesen zu…

Schmeckt nach Kult, mehr dazu gibt’s bei De:bug. Debütiert hat Rubber soeben in Cannes, hier findet ihr eine Review. Jetzt aber flott in den Teaser:

Vimeo DirectRubber

Weil das nicht reicht, hier noch ein Knusperchen:

Vimeo DirectRubber

Auch nicht schlecht: Den Soundtrack haben neben Mr. Oizo,  SebastiAN und Justice mitgestaltet.

Rubber rollt ab dem 15. September durch die französischen Kinos und ein US-Verleih hat scheinbar auch angebissen. Hoffen wir also, dass er hier ebenfalls unterkommt!

Augen ohne Gesicht+++Little Shop of Horrors

Ab geht’s mit neuer und aufgefrischter Filmkost. Unfreiwilliger Trash in schwarz-weiß steht heute auf em Menü, also Mund zu Augen auf!

Herrlich, charmant – die 60er. Völlig analog, herrscht noch Pappmachéflair über digitale Technisierungswut. Grenzenloser Slapstick sorgt in Roger Cormans oftkopiertem Original von 1960 The Little Shop of Horrors für narrige Theateratmosphäre, Subtilität sucht man vergebens und jetzt ab in den Trailer:

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Es geht um die Grenzen des  Kapitalismus um die Liebe und natürlich eine böse Pflanze, hier gibt’s den Film, der Jack Nicholson in Hollywood einquartierte in voller Länge:

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Roger Corman ist außerdem für seine Edgar Allan Poe Adaptionen u.a. Das Pendel des Todes (1961), Lebendig begraben (1962) und natürlich Der Rabe (1962) bekannt. Ich nutze die Gelegenheit schamlos aus, um euch eines meiner Lieblingswerke von Poe zu kredenzen. Ausnahmsweise gefällt der deutsche Titel besser – Der Massenmensch (The man of the Crowd), lecker und immer aktuell. [rating=5]

Romantisch geht es weiter.

Wer einen Hang zum Abseitigen hat, wird sich hier ein halbseitiges Grinsen schwer verkneifen können: Les Yeux sans Visage (1960) von Georges Franju. Jüngst in Cannes wiederaufgeführt, besticht dieses Horrordrama nicht nur durch großartig komponierte Filmmusik und chirurgische Raffinesse, sondern auch mit einem äußerst realitätsnahen Plot:

Christiane, die Tochter des respektablen Stadtarztes Dr. Génessier (Pierre Brasseur) ist verschwunden und gleichzeitig wird eine Mächenleiche gefunden. Ist es Christiane? Bei der Obduktion identifiziert der Vater seine geliebte Tochter, doch auf der Beerdigung scheint er ziemlich unbeteiligt. Pure Strategie, denn er ist durchaus vom Tod des Mädchens betroffen und genau hier heißt es zurücklehnen und genießen:

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Schließlich hat Dr. Genéssier Schuld am Autounfall, der Christiane (Edith Scob) zwar nicht das Leben, aber das hübsche Gesicht kostete. Einzig ihre Augen sind heil geblieben und die spähen trist durch eine wachsartige Maske. Und weil Schönheit und Glück auch in den 60ern äquivalent gesetzt werden, braucht die Tochter eben nur eine neue Visage, um der potenziellen Geisterbahnkarriere zu entgehen und die Glücksleiter hochzuklettern.

Während sie also auf dem abgelegenen Anwesen ihrer verlorenen Gesichtsästhetik bäuchlings nachtrauert, kümmert sich der Doktor um seine organische Schuldigkeit. Erfüllungsgehilfin Louise (Alida Valli) sorgt halbwegs kaltblütig für Opfernachschub und somit auch für einige großartige Operationszenen.

Dafür müssen konsequent andere Frauenköpfe herhalten. Natürlich wird die Hauttransplantation vorher an den hauseigenen Hunden erprobt, sodass die Bezeichnung Mischling einen grotesken Beigeschmack bekommt. Wie war das doch gleich mit dem Bellen und dem Beißen?

Fazit: Hitchcock trifft auf Nip-Tuck, großartig und enorm organisch! [rating=5]

Schluss mit Kneifen!

Ja, in den Weiten des Netzes lauert allerhand Nebensächliches. Aber wühlen lohnt sich! Denn manchmal findet man wahre Schätze ganz tief unten! So auch hier:

Das Web platzt vor Kinokritiken, da freut es Blase und  Prostata, wenn sich mal einer um die organischen Bedürfnisse filmhungriger Kinogänger kümmert! Zu viel Bionade und Brauereierzeugnisse melden sich nämlich genau dann, wenn man sich erwartungsfroh dem Leinwandgeschehen widmen will. Belastenderweise rutscht da die Konzentration bauchnabelabwärts: Durchhalten oder Erleichterung verschaffen, um dann eventuell DIE Szene zu verpassen? Jetzt, oder in fünf Minuten?

Hierzu gibt RunPee die Antworten. Die blasophilen Cineasten haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Filmstellen herauszusuchen, die man ohne schlechtes Gewissen an/auf/neben der Kloschüssel verbringen kann. Kurze Zusammenfassung verpasster Inhalte gibt’s obendrauf! Hier entdeckt und für organisch befunden, daher ab jetzt in der Blogroll!

Die Alternative könnte nämlich andere Sinne belasten:

Zuerst gesehen bei zeitgeist und erwerblich
bei thebrowncorporation.com.

Unterleibsgeflüster

Zeit, sich mit der dunklen Seite menschlicher Hygienebedingungen zu befassen.

Jeden Tag müssen wir uns mit der peinlichen Säuberung postexkrementaler Unterleibsöffnungen herumschlagen, endlich gibt es eine glorreiche Erfindung, die diesen beschämenden Vorgang um eine ca 30 cm lange Vorrichtung entschämbar macht. Schluss mit archaischen Faltmethoden! Distanzgewinn und Mittelbarkeit versprechen nicht nur Versöhnung mit der Putzhand, sondern könnten gar eine Revolution für die Linke in arabischsprachigen Ländern bedeuten! Aber seht selbst:

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gesehen auf jetzt.de

Plastik ist nix für Euch? Hier die organische Variante:

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Weiterhin untenrum, jedoch ein paar Zentimeter versetzt- Achtung es wird heiß. Wir wissen, lange Ketten mit diversen Anhängseln sind an vielen Mädchenhälsen vorzufinden. Meist sind das kleine Herzchen, Pferdchen, Sternchen oder Schleifchen. Wäre es nicht absolut organisch, zur Abwechslung ein gutverstecktes, primäres Geschlechtsorgan kettentauglich zu machen?

http://www.etsy.com
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Sorgt sicher in engen Clubgemäuern für ordentlich Gesprächsstoff! Für die moderne Individualistin: Einfach den persönlichen Intimabdruck einsenden und sich auf authentische Maßanfertigung freuen! Erinnert an Michel Houellbecqs Roman Plateform, in dem u.a. von einer (fiktiven) Künstlerin die Rede ist, die sich mit klitoralen Eigenabdrücken aus Gummi beschäftigt. Entdeckt bei youknowwhatidontknoweither.blogspot.com und erwerblich unter http://www.etsy.com.

Bergwolf

Für ein paar Tage werde ich die heißgeliebte Tastatur nicht drücken können. Zuvor muss die Kietzstammstrecke noch um ein weiteres Imbisserlebnis erweitert werden.

Es folgt die äußerst einladende und nicht minder organische Speisekarte aus dem Münchner Szenewurstladen Bergwolf :

Bergwolf-Speisekarte

Appetitliche Speisekartensemantik, wenn der Gedanke an Drüsenflüssigkeit für feuchte Mundwinkel sorgt:

Bergwolf

Jetzt etwas versöhnlicher und vegan:

Bergwolf-vegane Currywurst

Fotos: dontpanicitsorganic

Wie kommt man hin?

Fraunhoferstr. 17

80469 München

Tel.: 089 23259858

Zurück zum Thema, natürlich verschwinde ich nicht, ohne für ebenbürtige Vertretung gesorgt zu haben. Eventuell kennt ihr sie bereits, umso besser. Ich wünsche bon amusement mit folgenden Gesellen:

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via hamsteronapiano.net

Im Grunde sind wir ja alle kleine Wesen, rücklings auf der Suche nach ein wenig Harmonie und Popcorn. Es geht intellektuell und höchst philosophisch weiter:

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Zuletzt verfolgen wir die sardonischen Machtspiele dieser drei Wichte- und  Einwurf!

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Anspruch unten? Bis bald!

Flight of the Conchords

Organisches aus dem Serienkosmos, zurücklehnen und Mundwinkel sachte nach oben wölben:

Seit HBO, CBS und FOX  mit einer Ladung von unkonventionellen Serien das Reich der Fortsetzungsformate aufgemischt haben, weiß man kaum noch, welche man sich als nächste Übersprungshandlung rauspicken soll. Es folgt kein Geheimtip, aber eine sinnfreie und suchtträchtige Erweiterung eurer Stammserien.

Ich spiele ein bisschen Amazonseitenleiste und sage: Wenn du  How I met your Mother, Arrested Development, Scrubs oder 30Rock magst, wirst du vielleicht auch Flight of the Conchords in den Kreis deiner virtuellen Zeitinvestitionen einreihen: Zwei schmucke Neuseeländer, die in New York City ihre gleichnamige Band und ihr dürftiges Liebesleben vorwärtsbringen wollen, konstant nur einen Fan haben und sich mit einem eher destruktiven Agenten rumschlagen müssen.

Man nehme also diese Zutaten und füge einen Sack absurden Humors und Skurilität hinzu, alles gut vermixen und sich auf zwickende Lachkrämpfe gefasst machen! Genug, hier eine der ersten Folgen zum beschnuppern:

http://www.spike.com/video/2873442

Aber es geht noch weiter, hier kommen verclipte Klangerzeugnisse der schrägen Kerls- Achtung trashhaltig:YouTube Preview Image

Und weil’s so schön war, noch einer, sexytime!

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Ohrwürmer und mehr Faktenfutter findet ihr auf myspace und die Episoden gibt’s beim gutsortierten Serienprovider eures Vertrauens!

Kinoklammer

Die Kinosaison ist hochschwanger und bereit auszuwerfen. Ab mitte Juni ist’s soweit: Freiluft, Filmfest und freakige Cineasten drängen und quengeln um die Aufmerksamkeit des cinephilen Publikums. Wissen, was demnächst wo läuft und warum man es mitnehmen sollte, erfahrt ihr hier.

In München gibt es viele Open-Air Kinos, aber das charmanteste ist mit Sicherheit das Kino, Mond und Sterne- eingebettet in ein Amphitheater und im Westpark. Zum 15. Mal gibt’s hier an der Seebühne vom 10. Juni bis zum 18. August Großes, Massentaugliches und manchmal auch Randgruppiges auf die Augen. All jene, die beim Gedanken an Picknickkörbe, Schlafsäcke und erwartungsfrohe Menschen ein Schauer des Widerwillens die Rückenpartie belastet,  können sich hier Verstärkung holen. Alle anderen: Schonmal Picknickkörbe rauskramen für:

  • 11.06. Willkommen bei den Sch’tis -leider nicht OV
  • 26.06. City of God- keine Angst vor brasilianischen Kindern!
  • 29.6. Burn after Reading – George Clooney sollte Ingenieur werden
  • 02.07. Gran Torino -Eastwood, groß
  • 03.07. Guy Ritchie Double Feature: Bube, Dame, König, GrAs/Snatch
  • 07.07. Fight Club -geht immer/ aktuell
  • 09.07. Milk- CSD Pride mit Sean Penn
  • 29.07. The Wrestler- Mikey Rouke abgewrackt

mehr Programm gibt’s hier und fairerweise hier und da zu den übrigen Oben- ohne Lichtspielen.

Das Filmfest München feiert sich und den Film vom 26. Juni bis zum 4. Juli. Highlight: Michael Haneke, der in Cannes für Das weiße Band geehrt wurde mit eben diesem Film. Lowlight: Steven Frears’ Cheri. Tut euch einen Gefallen, verwehrt euch diesem Leinwandprunk. Besser:  High Fidelity in der Retrospektive anschauen. Mehr zum gesamten Programm ab 10. Juni hier.

Absoluter und fast schon krimineller Trash, der vor Kult zu triefen droht kommt an dieser Stelle, bzw. ende Juni. Wer nicht in München ist, muss leider für William Castle wahlweise nach Brüssel oder Paris reisen. Denn, die Kombination aus Kino und Geisterbahn brennt geradezu danach, ausprobiert zu werden! Vom 23.-.26. Juni im Filmmuseum im Münchner Stadtmuseum  (St.-Jakobs-Platz 1  80331 München Tel. 089/233 96450) bietes sich diese seltene Gelegenheit.

Eine kurze Einführung inklusive pretraumatischer Meditation gibt’s vom Gimmickinstallateur, Bruce Goldstein, persönlich am ersten Vorstellungsabend. Worum geht es also bei William Castle, was macht seine Filme so exzentrisch? Dieser Regisseur fungierte als lebendes Gimmick, um Leute in seine Horrorschmankerl zu locken, wartete er-eingepackt in einen Sarg- vor dem Kino auf potenzielle Besucher, um sie im richtigen Moment mit Adrenalinschocks zu versorgen.  YouTube Preview Image

Auch die Kinosäle wurden mit verschiedensten technischen Gadgets ausgestattet, leichte Elektroschocks  und ähnlich harmlose Irritationen sorgten für Spannung. Hier zeigt Castle, wie man den legendären ghost- viewer zu bedienen hat:YouTube Preview Image

Während der Vorstellung liefen damals Krankenschwestern durch die Reihen, schließlich sollte das Publikum noch halbwegs lebendig aus der Sache rausgehen, so wurde auch während der Vorführung zugunsten Herzschwacher Horrorfans Verschnaufpause eingelegt, wie hier:YouTube Preview Image

Seit seinem Tod, 1977, sorgen Verrichtungsgehilfen, wie der New Yorker Bruce Goldstein, für Gimmickinstallation und Schockeffekte.

  • Di, 23.06. 18.30 SCREAM FOR YOUR LIVES! (1999) / BATTLE-AXE (2002) / PSYCHETTE (2002) Einführung: Bruce Goldstein

  • Mi, 24.6. 18.30 ROSEMARY’S BABY – ROSEMARIES BABY (1968)
  • Do, 25.6. 19.00 MR. SARDONICUS – DER UNHEIMLICHE MR. SARDONICUS(1961) / HOUSE ON HAUNTED HILL – DAS HAUS AUF DEMGEISTERHÜGEL (1959) / HOMICIDAL – MÖRDERISCH (1961)
  • Fr, 26.6. 19.00  STRAIT-JACKET – DIE  ZWANGSJACKE (1964)/ THE TINGLER– SCHREI, WENN DER TINGLER KOMIMT (1959) / THE NIGHT WALKER – ER KAM NUR NACHTS (1964)

Auf den Gruselgeschmack gekommen? Hier geht’s zur Hintergrundspeisung!