Schlagworte: organisch

Colorful Shit von Gabriel Morais

Gabriel Morais hat einen nettes Experiment unternommen, um das Verhältnis zwischen dem organischen In- und Output seines Essverhaltens zu untersuchen. Dazu hat er jeweils eine Menge Froot Loops, Rote Beete und Mais zu sich genommen und danach den Lokus inspiziert. Die Ergebnisse seiner Nahrungsaufnahme seht ihr hier:

Colorful Shit via Nerdcore

 Das Künstlerstatement lautet:

The idea behind this project, is to show how much the food we ingest affects our body,
therefore the colour of each poop was not manipulated on photoshop.
To achieve the result, the quantity I ate for each picture was:
4.5kg of beet root in 36 hours.
3.5kg of Froot Loops in 30 hours.
4kg of sweet corn in 36 hours.

Mehr zu Gabriel Morais und seinem Projekt findet ihr hier.

Sizzurped Cherry Pork – Codeinschweinebraten à la VICE

Bei VICE kocht eine derbe Britin brechreizende Leckereien fragwürdigen Inhalts. Neben analogem Käsekuchen und veganer Fleischpizza sieht dieser Schweinebraten mit injiziertem Hustensyrup geradezu harmlos aus. Besagtes Schwein wird mit Kirschcola und Hustensaft bearbeitet. Dazu gibt’s Cole Slaw mit Kokosnuss-Smoothie. Also Mund zu und Augen auf:


VICE – Girl Eats Food

Das Rezept gibt es hier.

Koen Hauser – Mode trifft Anatomie

Der niederländische Künstler Koen Hauser hat mit seiner Serie Modische Atlas der Anatomie (2000) die Schnittstelle von Körper und Kunst untersucht: Seine Bilder zeigen Mode, die unter die Haut geht, mit ihr verschmilzt und sich in ihr entfaltet.

“Ich bin die Mode, deine Schwester” erklärt die Mode dem Tod. Der erwidert überrascht: “Meine Schwester?” Darauf die Mode: “Erinnerst du dich nicht? Wir sind beide Kinder der Vergänglichkeit.” (Giacomo Leopardi)

Formale Strenge und dezente Farben verbinden sich zu surrealistisch anmutenden Portraits voll klinischer Unnahbarkeit, welche durch den zum Teil didaktischen Inhalt humorvoll gebrochen wird. Selbst wenn Hausers Fotografien seit ihrer Entstehung schon mehrfach abgebildet und durch zahlreiche Magazine gewandert sind, haben sie nichts von ihrem medizinischen Charme eingebüßt:

Alle Fotos  © Koen Hauser via It’s Nice That

Mehr von Koen Hauser gibt es unter koenhauser.com.

Endverbraucher von Trude Wald und Otto Brunn

“We accept you, one of us!”, heißt es so schön in Freaks (1932). Dieser Satz passt wunderbar auf folgende Foto-Serie, die sich Endverbraucher nennt und um die es im heutigen Kunsthappen gehen soll.

 Die Endverbraucher sind inspiriert von einem Job, den Trude Wald ein wenig in den Sand gesetzt hat. Für eine Zeitung sollte ein Kreislauf dargestellt werden: Feld/Anbau-Fabrik/Verarbeitung-Handel-Endverbraucher-Kanalisation-Feld/Anbau. Hierbei sollten alle Punkte des Kreislaufs durch Obst und Gemüse dargestellt werden. Trude Wald baute einen irren Endverbraucher aus einer Kartoffel, zwei Würsten, einem Pilz und zwei Karotten, den der Kunde nie zu Gesicht kommen sollte, weil schon die Fabrik aus Gemüse nicht für gut befunden wurde. Trude und Otto gewannen den Endverbraucher jedoch sehr lieb, so dass sie beschlossen, ihm weitere, organische Cousins und Cousinen zu schenken. Also, Mund zu und Augen auf für Miss Mais, Sportkartoffel und Co.:

 Fotos: Otto Brunn / Idee und Design: Trude Wald und Otto Brunn

In diesem Sinne: “Gooble, Gobble!”

Duchamp auf’s Brot

Um auch nach der der Kunsthochschule und trotz großer Entfernung gemeinsam produktiv bleiben zu können, beschlossen die beiden Künstlerinnen Brittany Powell und Tae Kitakata dieses Blog als Plattform für gegenseitigen Projekt- und Ideenaustausch zu nutzen. Das Prinzip: Künstlerische Raffinesse muss nicht notwendigerweise mit großem Zeit- und Geldaufwand verbunden sein, low commitment eben. Die Künstlerinnen wechseln sich in wöchentlichem Turnus ab, jeden Montag gibt es einen neuen Eintrag. Also Mund zu und Augen auf für diese organischen Künstlerhommagen à la Brittany:





Alle Fotos © Brittany via Low- Commitment Projects gesehen bei iGNANT

Mehr davon gibt es auf http://lowcommitmentprojects.com.

Hack vom Papierschwein

Lange haben wir darauf gewartet, jetzt ist sie da: Die ultimative Alternative zu Tofu, Tempeh und Bäh heißt Papierhack und kommt vom Papierschwein. BARTO: “Garantiert frei von tierischen Stoffen und genießbar für Vegetarier, Muslime, Christen, Juden, Buddhisten und trendbewusste Fleischverweigerer.” Menschen mit Holzallergie müssen auf den nächsten Trend warten. Alle anderen können schonmal die Magensäfte anschmeißen:



gesehen bei rebel:art via BARTO

Für mehr Hacktivismus von BARTO bitte hier entlang.

Haariges ABC

Als wir dachten, der Mehrwert unserer Rudimente ginge gegen Null, tauchte eine japanische Kunststudentin namens Mayuko auf und bewies uns das Gegenteil. Also Mund zu und Augen auf für dieses organische Font aus Beinhaaren:

gesehen bei Nerdcore via Neatorama

Die Ressourcen lieferte indes nicht Mayuko, sondern ein großzügig behaarter Freund. Die Idee dazu entstammte einer Aufgabenstellung der Tama Art University, wobei die Studenten ohne die Zuhilfenahme von Computern ein neues Font designen sollten. Ob die haarige Typo die Helvetica der Zukunft sein wird oder der handelsüblichen Buchstabensuppe organische Konkurrenz macht, bleibt zu bezweifeln. Dass sie Menschen zum Konsum anregen kann, hofft jedenfalls Adidas:

via