Tag Archives: Kurzfilm

Taxi Driver Remake à la Michel Gondry

Der französische Filmemacher Michel Gondry wurde gebeten, für die Frankreich-Premiere des neuen Martin Scorsese Films Hugo einen Kurzfilm zu kreieren. Herausgekommen ist eine herrlich-verspielte Hommage an Scorsese und seine Ikone Taxi Driver (1976). Selten waren Körperausflüsse so schön wie in diesem knackigen Remake à la Gondry:


gesehen bei Flavorwire via JoBlo.com

Kurzfilm End of a Scarer

Mund zu und Augen auf für dieses animierte Zuckerl von Chris O’Hara:

vimeo direktscarer gesehen bei filmkunst

Right Place by Kosai Sekine

In der Sparte Filmlektion gibt es diesmal Lehrreiches aus Fernost zu sehen.

Bei den Ordnungsfetischisten von Things Organized Neatly tauchte kürzlich ein japanisches Schmanckerl von Regisseur Kosai Sekine auf, das uns mindestens zwei Lektionen lehrt:

1. Zu viel Ordnung kann dich den Job kosten

2. Knochenknacken ist eben doch eine Schlüsselqualifikation

Right Place von Kosai Sekine via thingsorganizedneatly

Aargh– Kurzfilm von Philip Hillers

Es ist mal wieder Zeit für einen knackigen Kurzfilm. Und weil hier in der Region rund um Berlin und Potsdam die filmische Ernte über’s gesamte Jahr hinweg üppig ist, muss man nicht lange suchen.

Ein besonders schmackhaftes Filmhäppchen kredenzt uns HFF-Absolvent Philip Hiller mit Aargh (2010).


.
Der Regisseur zeigt uns den ersten Arbeitstag von Aargh, einem ehemals erfolgreichen Schauspieler, der nach einem semi-tragischen Vorfall die gefeierte Schauspielkarriere aufgeben muss und sich nun im Berliner Zoo als Tierpfleger versucht. Was genau passiert ist und warum Aargh mit einigen Anlaufschwierigkeiten konfrontiert wird, erfährt man mit einem Klick in den Trailer!

vimeo direktaargh gesehen bei nerdcore

Wer jetzt Appetit auf den ganzen Film bekommen hat, kann sich Aargh in voller Länge schmecken lassen, nämlich hier.

Spike Jonze/Arcade Fire

Achtung, es wird kurz und geht ins Ohr– Spike Jonze, Meister der schrägen Melancholie, wird die diesjährige Berlinale erneut mit einem seiner großartigen Kurzfilme entzücken. Scenes From The Suburbs heißt er, vorkosten könnt ihr ein paar Happen davon im aktuellen Musikvideo von Arcade Fire- The Suburbs:

YouTube Preview Image
Youtube Direkt Suburbs

I’m Here – Kurzfilm von Spike Jonze (online)

Erst auf dem Sundance Film Festival, dann auf der Berlinale und jetzt im Internetz. Der 30minütige Robo-Kurzfilm  I’m Here (2010) ist nicht nur was für eingefleischte Spike Jonze Anhänger (oder Absolut Vodka Trinker). Und jetzt schnell in den Trailer:

vimeo direktimhere

Roboter Sheldon (Andrew Garfield) hat ein monotones Leben: Er arbeitet in einer Bücherei, fährt Bus und betreibt Selbstbekabelung. Das alles ändert sich, als er die lebenslustige Robofrau Francesca (Sienna Guillory) kennenlernt, die den schüchternen Sheldon mit ihrem abenteuerlichen Wesen ansteckt. Die beiden verlieben sich, gehen auf Konzerte und feiern wilde Parties. Doch Francescas ungestümer Charakter droht die Zweisamkeit der Frischverliebten auf die Probe zu stellen: Erst verliert sie ihren Arm, dann ein Bein– durch spontane Extremitätenspende kann Sheldon seine Freundin wieder komplettieren. Vorerst jedenfalls…

Wer die melancholische Roboter-Romanze sehen will, klickt auf imheremovie.com und muss ein wenig Glück haben. Denn täglich werden nur 3000 Tickets für die sehenswerte Online-Vorstellung gelöst.

Und hier kann man sich There Are Many of Us, den musikalischen Ohrenschmeichler von ASKA in den Gehörgang einspeisen:

Salad Fingers

Es gibt zu viele nette Animationsfilme. Wer einen ausgeprägten Sinn für Skurriles hat, sollte sich unbedingt mit Salad Fingers vertraut machen.

Der Protagonist des von David Firth ins Leben gerufenen gleichnamigen Leckerbissens hat ein Faible für rostige Löffel und Fingerpuppen. Beide steckt er sich vorzugsweise in den Mund, verzückt uns nebenbei mit astreiner posh Mundart und natürlich den drei leichtbehaarten grünlichen Fingerchen, denen er seinen Namen zu verdanken hat. Schizophren, masochistisch und im besten Sinne bescheuert– wer will, kann wahlweise Tim Burton, South Park oder David Lynch herausschmecken. Für eine Beschreibung vom Urban Dictionary bitte hier klicken, ansonsten anglophones Ohr aufmachen und verstören lassen:

YouTube Preview Image
Youtube Directspoons

Weil’s so schön ist, kommt hier die zweite Episode:

YouTube Preview Image
Youtube Directfriends

Mehr davon findet ihr unter www.fat-pie.com und wie inspirierend Salad Fingers auf Backwütige wirkt, kann man hier erleben.

Bad Things That Could Happen

Spätestens seit Green Porno ist Pappmaché weit mehr als nur dankbares Material für “Kreatives Gestalten” an der Volkshochschule. Die kreativen Gestalter von This Is It haben sich jedenfalls filmisch mit den Gefahren auseinandergesetzt, denen wir alltäglich ausgeliefert sind– mit viel Pappmaché natürlich:

Vimeo Direktbadthings


Mehr dazu findet ihr unter thisisitcollective.com und auf diesem Blog.

Schon mal darüber nachgedacht, was Lebensmittel so alles anstellen, wenn man nicht hinguckt? Die Jungs und Mädels von Sumo Science schon. Das Ergebnis schließt organische Gewalt nicht aus. Also Ring frei für Dosennudeln vs. Rosenkohl!

Vimeo Direktstuff

Schaurige Knethaufen

Alle die ein Organ für Claymation haben, dürfen die Mundwinkel schon mal leicht nach oben ziehen! Zombies und Vampire sind mittlerweile sowieso nicht mehr auf Randgruppen oder einen Tag im Jahr festzumachen, also Mund zu und Augen auf für diese schaurigen Knetgesellen:

YouTube Preview Image
gesehen bei nerdcore via missinghead.co.uk

Das war Chainsaw Maid, den zweiten Teil könnt ihr euch bei nerdcore gönnen! Wir machen sophisticated weiter, nämlich mit einem ARTE-würdigen Nosferatu Knet-Remake:

YouTube Preview Image
via

Plasticated Vampire Blob hört sich nicht nur fabelhaft an, sondern ist auch genauso bescheuert gut:

YouTube Preview Image
via

Zum Schluss noch ein wenig Trash: Das passiert, wenn man als offensichtlicher Nicht-Japaner einen japanischen Horrorfilm nachspielt- The Attack of the Giant Killer Spiders From Mars!

via

Wer noch nicht genug hat, sollte sich unbedingt Edgar Allen Poes Klassiker “The Raven” gelesen von Sci-Fi Legende John De Lancie genehmigen!

Sorry, but…

not available

Robert Poulsen via rebel:art

Visuell anregend ist auch der thailändische Filmemacher Apichatpong Weerasethakul. Hier findet ihr eine Kurzkritik zu Uncle Boonmee Who Can Recall His Past Lives. Der Film entstand aus dem “Primitive”-Projekt, welches 2009 im Münchner Haus der Kunst zu sehen war. Auf ARTE +7 findet ihr noch ein paar Tage lang den filmischen Geschmacksverstärker A Letter to Uncle Boonmee und mehr über das “Primitve”- Projekt erfahrt ihr hier.

Am besten schnell Kurzfilm schauen, weil Sorry but… und so.

Vermin

Der animalisch geartete Kurzfilm Vermin von Dean Francis beginnt mit einem Schmucken Kerl in einer bizarren Situation und endet mit seinem Tod. Dazwischen wird viel miaut. Neugierig? Bitteschön:

via splattermovies

Klischees im Actionfilm

Was haben Goodfellas, Training Day, Speed 2, Mad Max, Face/Off und Point Break – um nur einige zu nennen -gemeinsam? Jedenfalls mehr, als nur Testosteronpegel und Genre.

Jacob Bircca, Soziologe, Cutter, Dokumentar- und Experimentalfilmer aus California hat für uns mal den amerikanischen Actionfilm nach visuellen Klischees abgegrast.

Entstanden ist sein Festivalliebling Pure (2009) – musikalisch eingebettet in 7 vs. 8 von The Jesus Lizard. Ich schlage vor, ihr dreht die Lautstärke bis zum Anschlag und lasst euch vom visuellen Rythmus wegfegen:

via nerdcore

Da muss ich doch glatt das Dogma 95- Manifest rauskramen:

Is that what we are so proud of? Is that what the “100 years” have brought us? Illusions via which emotions can be communicated? … By the individual artist’s free choice of trickery?
Predictability (dramaturgy) has become the golden calf around which we dance. [...] As never before, the superficial action and the superficial movie are receiving all the praise. The result is barren. An illusion of pathos and an illusion of love.

(Lars von Trier/Thomas Vinterberg, Dogma 95)

Synästhesie vs. Michel Gondry

Ab geht’s mit Filmhäppchen für’s Wochenende! Mund zu und Augen auf für einen großen Kurzfilm und visuelle Brause von Michel Gondry!


In  Synesthesia von Terri Timley werden Zeitungen gebraten und Tintenfische verkabelt. Die Future Shorts nehmen den Film übrigens im Mai mit auf Tour! Wer auf die große Leinwand verzichten kann, lehnt sich zurück:

Vimeo Directsynesthesia

Wenn ich an Michel Gondry denke, läuft folgende Assoziationskette durch meine Hirnrinde: Eternal Sunshine of a spotless Mind, gefolgt von bauchtanzenden Schimpansen, Käseautomaten und einen einsamen Shrimp, der in einem Toilettenschpülkasten Purzelbäume macht.  Wenn es euch ähnlich geht, bin ich erleichtert. Wenn nicht, schaut euch einfach folgenden Ausschnitt aus Michel Gondrys Gastregie bei Flight of the Conchords an, quasi als Ablenkung:

YouTube Preview Image
via

Nach Massive Attack, Daft Punk und The Chemical Brothers wird es bei folgendem Video unter Gondrys Regie wieder etwas ruhiger, dafür bunter:

via

Mehr zur Sängerin Mia Doi Todd gib’t hier!

<a href=”http://www.brainbliss.com” id=”MA43456107″>Blogging tools</a>

Filmtage in München

Wer beim Anblick der weißen Pest draußen winterschläfrig wird, darf nun zumindest cinéastischem Eskapismus fröhnen: Der Filmfrühling ist ausgeborchen.

https://auteursnotebook.s3.amazonaws.com/daily/113009cineaste718.jpg

In den nächsten Tagen jedenfalls lohnt es sich, wach zu bleiben! Denn neben den Jüdischen Filmtagen, die vom 14.-17. März im Neuen Gabriel und unter Anwesenheit einiger Regisseure stattfinden, bespukt das Fantasy Filmfest im Rahmen einer deutschlandweiten Tour vom 13.-14. März das Münchner Cinema.

Auf den gegenwärtigen 3D-Zug ist man natürlich auch in Japan aufgesprungen. Wie sich der Effekt im Horrorfilm macht, kann man in Takashi Shimizus neustem Nervenmassaker The Shock Labyrinth (2009) erleben. Wer also pubertierenden Teenies beim Verirren und Verbluten zusehen will, hier ein Vorgeschmack:

http://www.veoh.com/videos/v18919788pWwYKDzK

Auf die Lateinamerikanischen Filmtage, die momentan noch im Gasteig laufen, folgen vom 20.-28. März die 21. Türkischen Filmtage. Den Auftakt macht Üc Maymun-Drei Affen (2008) von Nuri Bilge Ceylan. Das Programm bietet jedenfalls mehr als den hierzulande gerngeförderten Problemfilm mit Opferweibchen und Identitätspatchworkthematik!

Wer da noch filmhungrig ist, dem empfehle ich, ins Filmmuseum zu gehen, wo gerade Gus Van Sant retrospektiert wird. Lust auf einen charmanten Kurzfilm? Voilà:

http://www.dailymotion.com/videox3mihp
Le Marais, Gus Van Sant, 2003

HFF-Filmschau

Ab geht’s mit brandheißen Kurzfilmtipps frisch aus der Nachwuchsfabrik!


HFF

Was ein Filmstudent der HFF schon im ersten Jahr auf die Leinwand werfen kann, seht ihr dort am Freitag, 29. Januar. Drei Drehtage und drei Rollen Film standen zur Verfügung, dokumentarisch und schwarz-weiß sollte das Ergebnis sein. Doch aus diesen einheitlichen Vorgaben ist viel Unterschiedliches auf 16mm entstanden.

Nicht nur monochrom, sondern auch ziemlich amüsant: “Jetzt bin ich mal dran” von Thomas Kren und Claudia Schröter, vorgekostet und für absolut magen- und hirnfreundlich befunden! Die beiden prorträitieren in ihrem gemeinsamen Erstlingswerk den Alltag eines charmanten, homosexuellen 80- jährigen. Wie gelungen diese 13 Minuten geworden sind und was die anderen Jungregisseure zu bieten haben, könnt ihr im Kino der HFF ab 19:30 Uhr in der Frankenthaler Straße 23 beurteilen.

Green Porno

Ab geht’s mit animalisch heißem Filmstoff, noch mehr Pappmaché und den akut-organischen Aufklärungsfilmchen von und mit Isabella Rossellini!

Warum nicht auf Pornofeldforschung im eigenen Vorgarten gehen, um mehr oder weniger Fleischliches unterhaltsam und gleichzeitig wissenschaftlich- korrekt darzustellen? Mit ihrem Regiedebüt zeigt Tochter von Ingrid Bergmann, Ex-Frau von Martin Scorsese und Muse von David Lynch, dass es funktioniert. Und zwar mit einer ordentlichen Portion Humor, einer Menge Papier und natürlich haufenweise organischer Kreativität. Achtung, es folgt Schneckensex:

Angeregt? Hier kommt Nachschub von der Spinnenfront:

Nicht zu vergessen, die Hermaphroditen, sehr anschaulich:

Auf der Berlinale von 2008 erstmals öffentlich zu sehen, gibt es jetzt schon die dritte Staffel von Green Porno, mittlerweile wird die grüne Seite stärker fokussiert. Vorher ergründet Isabella aber noch das Sexualverhalten von Meeresbewohnern. Hier ein Einblick in die asexuelle Fortpflanzung von Seesternen, man beachte das schelmische Grinsen:

Wer Lust auf Hintergrundiges und die dritte Staffel der einminütigen Dokuquickies bekommen hat, klicke sachte auf den Sundance Channel.

future Shorts im August

Die Registratur geht in die letzte Runde, da müssen natürlich alle Ecken und Ritzen gut genutzt werden- mit Bierbankkino im Innenhof natürlich!

Am Mittwoch, 26. August, kann man sich in der heißgeliebten Blumenstraße 28 im Rahmen der future Shorts eine Auswahl der besten Kurzfilme aus dem Jahr 2008 schmecken lassen, Hintergrundiges gibt’s auf myspace und hier bei mir.

Jetzt schnell rein in den ohrwurmträchtigen Trailer:YouTube Preview Image

Ach ja, beim BBQ darf man sein Grillgut übrigens vorher in Rohform begutachten, extrem organisch!

Jetzt noch ein Appetithäppchen auf die Augen:

Oft klappt’s auch ohne Anleitung ganz gut, aber manche brauchen immernoch ein wenig Nachhilfe. Hier erfahrt ihr, wie man eine Beziehung am besten kaputt macht:

YouTube Preview Image

Mehr Infos und Faktenfutter gibt’s hier und da.

Im Anschluss lässt Dana Niemann jazziges auf eure Ohrmuscheln los, warmhören auf myspace!

Einlass ist um 21 Uhr, Beginn 22 Uhr und Kostenfaktor beträgt 8 Euro.

Organisches aus der Akademie

Um das Kunsthappensortiment etwas aufzufüllen geht’s für ein paar Tage nach Venedig, genauer auf die 53. Biennale. Zuvor kommt hier heimische Kost, Impressionen von der Jahresaustellung der Akademie der Bildenden Künste. Also Mund zu, Augen auf. Und das bitte ganz fest, denn den Geruch von gemächlicher Verwesung will ich euch ersparen, seht selbst:

Jahresausstellung der AdbK

Jahresausstellung der AdbK

Nicht weniger organisch, dafür weniger blutig geht es weiter mit dem Lustwandel (2009) von Constanze Stumpf:

Lustwandel 2009, Constanze Stumpf

Lustwandel 2009, Constanze Stumpf

Mehr davon findet ihr hier. Wir bleiben beim Fleischlichen und werfen einen Blick auf Chloé Esme Suttons eher klinisches Werk.

Chloe Esme Sutton

Chloe Esme Sutton

Bei Asja Schubert wird es merkwürdig, abwegig und grün. Schmeckt nach Jahrmarkt und wirkt verstörend:

Mehr davon gibt’s hier. Seltsam geht es weiter:

Leo Lencses

Zuletzt noch ein bizarrer Kurzfilm aus dem Juliprogramm der futureShorts:

YouTube Preview Image

Schaurig geht es weiter mit dem neusten Kurzfilm des Horrormeisters Guillermo del Toro:

http://www.dailymotion.com/videoxaxhns

Und jetzt schnell ablenken mit diesem zauberhaften Musikvideo namens Sentimental Journey von Nagi Noda, besungen von der japanischen Pop-Queen Yuki:

YouTube Preview Image

Nicht sentimental werden, bis bald!