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transmediale 2k+12

Die transmediale 2012 bespielt vom 31. Januar bis zum 05. Februar das Haus der Kulturen der Welt und ausgewählte Nebenschauplätze. Das Festival für Kunst und digitale Kultur findet in seinem 25. Jubiläumsjahr unter dem Thema <in/compatible> statt. Das Programm ist überaus umfangreich: die zweitägige Konferenz >in/compatible symposium wird von der Ausstellung >dark drives, einem Videoprogramm >satellite stories, Diskussionen, Workshops und Präsentationen >reSource und Performances >the ghosts in the machine bereichert und unterwandert während das CTM.12 unter dem Motto <Spectral> Spielstätten wie das Berghain, den Kunstraum Kreuzberg/Bethanien und die HAUs kongenial begeistern will.

Im Folgenden soll weder eine schiere Auflistung von Programmpunkten, noch der Versuch einer Kontextualisierung von In/Kompatibilität unternommen werden. Stattdessen werfen wir uns den Deckmantel des Rahmenthemas um und riskieren einen streifenden Blick auf ein paar prominente oder abseitige Schlaglichter: Denn von der legendären Joshua Light Show, über einen Workshop bei dem man Filme auf die gute alte Floppy Disk zu bannen versucht bis hin zu William S. Burroughs und Antony Balchs vom Dadaismus inspirierten Kurzfilm The Cut-Ups (1966) offeriert das Festival ein geradezu ausuferndes Spektrum an In/Kompatiblem.

Erwähnenswert sind vor allem die von Marcel Schwierin in der Sparte Satellite-Stories kuratierten Videos. Diese behandeln im Besonderen die In/Kompatibilität von Menschen zu den von ihnen gestalteten Produkten. Wie im letzten Jahr wird es zudem erneut die Arab Shorts geben, gastkuratiert von Maha Maamoun und Sarah Rifky aus Kairo.

Unter anderem zeigt uns Dominic Gagon wie Netzzensur als Störung verstanden werden kann, die zugleich kreative Potenziale in sich birgt. Wie lange Gagnons “RIP in Pieces America” (2009), ein Found-Footage Video aus zensierten You Tube Clips, dem Flag-Drang der anonymen Netzkontrolle wiedersteht, kann man hier beobachten. Seine neuste Arbeit “Pieces and Love All to Hell” ist als Installation im HKW zu sehen. Darüber hinaus werden die Videos zusätzlich auf transmediale.tv zugänglich gemacht. Steve Reinke präsentiert uns mit Beaver Skull Magic sechs Minuten voll verstörender Interaktion zwischen Mensch und Tier. Anhänger von Tape-Kunst à la Mark Jenkins dürfen sich auf die organischen Performance-Videos von Dennis Feser freuen, der am 3. Februar für das Screening von Vertical Distraction persönlich zugegen sein wird– hier ein kleiner Einblick :

YouTube Preview Image
youtube direkt feser

Und damit das 25- jährige Bestehen des Festivals nicht zu kurz kommt, werden Videoarbeiten von den Anfängen der transmediale (damals noch VideoFilmFest genannt) im Videospiegel von 1988 zu sehen sein. Nicht verpassen sollte man Harun Farockis 44-minütigen Beitrag “Die Schulung – Indoctrination” (1987). Aber auch Camp-Größe George Kuchar wird nebst anderen Ikonen experimenteller Videokunst vertreten sein.

Eine nicht uninteressante Performance kommt von Gæoudjiparl/Goodiepal, der die Frage nach der In/Kompatibilität mit der eigenen (akademischen) Umwelt verbindet. Der exzentrische Musiker/Künstler wurde aufgrund einer Lecture mehrmals von Institutionen in Dänemark und London entlassen. Nun nutzt er die transmediale als Plattform, um seinen gesamten Hausrat zu verschenken – wobei jedes Objekt mit einem Link zur berüchtigten Lecture versehen ist.

Das eigenwillige Design von manuelbuerger.com, timmhaeneke.de und tillwiedeck.com steht ebenfalls unter dem Leitgedanken der In/Kompatibilität und widmet sich den Erwartungen, Hoffnungen und Unruhen, die mit digitalen Technologien in Verbindung gebracht werden können. Dass die drei Herrn ihrem Design nicht gänzlich ironiefrei gegenüberstehen, beweist ein Blick in den Festivalkatalog, der Assoziationen mit Hardware-Manuals und der Speisekarte vom Pizza-Service evoziert. Für die Architektur haben sich raumlabor eine fragmentarische Anordnung von Sitzmöglichkeiten ausgedacht, deren Hybridität uns zwischen Innen und Außen, zwischen Möbel und Bauteil im Zweifel lassen soll. Das war ein erster Ausblick auf die kommenden Tage.

Weitere Informationen gibt es unter www.transmediale.de.

Duchamp auf’s Brot

Um auch nach der der Kunsthochschule und trotz großer Entfernung gemeinsam produktiv bleiben zu können, beschlossen die beiden Künstlerinnen Brittany Powell und Tae Kitakata dieses Blog als Plattform für gegenseitigen Projekt- und Ideenaustausch zu nutzen. Das Prinzip: Künstlerische Raffinesse muss nicht notwendigerweise mit großem Zeit- und Geldaufwand verbunden sein, low commitment eben. Die Künstlerinnen wechseln sich in wöchentlichem Turnus ab, jeden Montag gibt es einen neuen Eintrag. Also Mund zu und Augen auf für diese organischen Künstlerhommagen à la Brittany:





Alle Fotos © Brittany via Low- Commitment Projects gesehen bei iGNANT

Mehr davon gibt es auf http://lowcommitmentprojects.com.

Hack vom Papierschwein

Lange haben wir darauf gewartet, jetzt ist sie da: Die ultimative Alternative zu Tofu, Tempeh und Bäh heißt Papierhack und kommt vom Papierschwein. BARTO: “Garantiert frei von tierischen Stoffen und genießbar für Vegetarier, Muslime, Christen, Juden, Buddhisten und trendbewusste Fleischverweigerer.” Menschen mit Holzallergie müssen auf den nächsten Trend warten. Alle anderen können schonmal die Magensäfte anschmeißen:



gesehen bei rebel:art via BARTO

Für mehr Hacktivismus von BARTO bitte hier entlang.

Haariges ABC

Als wir dachten, der Mehrwert unserer Rudimente ginge gegen Null, tauchte eine japanische Kunststudentin namens Mayuko auf und bewies uns das Gegenteil. Also Mund zu und Augen auf für dieses organische Font aus Beinhaaren:

gesehen bei Nerdcore via Neatorama

Die Ressourcen lieferte indes nicht Mayuko, sondern ein großzügig behaarter Freund. Die Idee dazu entstammte einer Aufgabenstellung der Tama Art University, wobei die Studenten ohne die Zuhilfenahme von Computern ein neues Font designen sollten. Ob die haarige Typo die Helvetica der Zukunft sein wird oder der handelsüblichen Buchstabensuppe organische Konkurrenz macht, bleibt zu bezweifeln. Dass sie Menschen zum Konsum anregen kann, hofft jedenfalls Adidas:

via

Organisches von Asger Carlsen und Jasmin Schuller

Auf der Jagd nach organischen Häppchen habe ich ein paar visuelle Delkiatessen mit fleischlastigem Nachgeschmack aus dem Netz gezogen. Also Mund zu und Augen auf:

Asger Carlsen hinterfragt in seinen Arbeiten häufig die Möglichkeiten des menschlichen Körpers im Hinblick auf seine fotografische Darstellbarkeit. Er spielt mit Konventionen, Erwartungen, Ansprüchen und Normen. In seiner Serie Hester nimmt er den weiblichen Akt zum Ausgangspunkt und lässt Körper und Gliedmaßen miteinander verschmelzen:

Hester, Asger Carlsen

Hester, Asger Carlsen
Hester, Ansger Carlsen via Vice

Mehr von Asger Carlsen gibt es auf http://www.asgercarlsen.com.

Und fleischhaltig geht es weiter. Jasmin Schullers Leckereien sehen zwar aus wie feinste Pâtisserie, könnten aber eher im gut sortierten Fleisch- und Wurstwarenladen gehandelt werden. Bon appétit:

Sweet Meat, Fotos © Jasmin Schuller

Sweet Meat, Fotos © Jasmin SchullerSweet Meat, Fotos © Jasmin Schuller gesehen bei iGNANT via split personality


Mehr von Jasmin Schuller gibt es unter http://jasminschuller.com oder hier auf ihrem Blog.

Performance mit Fleisch

Die Perfomance-Künstlerin Francesca Fini hat sich ausgiebig mit Fleisch beschäftigt:

Vimeo Direkt Fleisch

“The Birth” is the first of a set of performance pieces that tell the relation of our culture with the idea of meat, liberated from its sexual references and conceived as the very essence, the physical and material of the others, the space they occupie, their smell in the air, and their interaction with us. The meat is a conductor of entire worlds with whom we seek some form of dialogue, of negotiation. I tell this short-circuit, the magic of touch and recognition of the presence of the others, and of something elusive but undeniable, through interaction design. I have a low-voltage electrode in the arm. The other pole is attached to the foil that covers the table. When I touch the flesh, this is a conductor and the circuit closes, sending a signal to a digital synthesizer that translates it into sound. Nothing can help us in this journey of discovery, where we have to venture drained and free, even if you exercise your trip on a table supported by piles of books. (Francesca Fini)

Die Performance fand im Macro Testaccio statt. Mehr von der kollektiven Fleischerfahrung gibt es beim Contemporary Performance Network.

EMERGEANDSEE • media arts festival

Für alle, die nicht wissen, was sie am Wochenende mit sich anfangen sollen, kommt hier der nicht-ultimative (wir sind schließlich in Berlin) Geheimtipp, der vielleicht gar nicht mal so geheim ist:

EMERGEANDSEE

via emergeandsee.org/blog

Das EMERGEANDSEE media arts festival findet vom 3. bis zum 5. Juni 2011 in der alten Bötzow-Brauerei im Prenzlauer Berg statt. En détail, so lautet der diesjährige Geschmacksträger und Leitgedanke des mit internationalen Filmemachern, Künstlern und Nachwuchswissenschaftlern angereicherten Festivals. Dementsprechend detailorientiert fallen •die Kunstwerke, Kurzfilme, Performances und Lectures aus, die auf dem alten Brauereigelände zu sehen und hören sein werden. Das komplette Programm könnt ihr hier runterladen. Und jetzt werfen wir einen Blick in den Trailer:

vimeo direct emergeandsee

Losgetreten wird das Festival heute ab 19:30 klangvoll von Dorothy of the day mit Tape-Collagen von Preslav Literary School, einer nerdigen Schlagzeugkonstellation von Wellenfell und einer Performance von Mediated Bodysuit. Details gibt’s auf dem EMERGEANDSEE-Blog und unter http://emergeandsee.org.

 

Sara Naim- Beethoven und Lactose

Habt ihr euch schonmal gefragt, wie Beethovens Mondscheinsonate mit Milch visualisiert werden könnte? Die syrisch-britische Künstlerin Sara Naim hat das mal für uns erledigt. Und so sieht es aus:

Sara Naim, Beethoven- Moonlight Sonata

Sara Naim, Beethoven- Moonlight Sonata

Sara Naim, Beethoven- Moonlight Sonata

Sara Naim gesehen bei Beautiful/ Decay

Mehr Synästhesie mit Milch gibt es hier und wer Infos zur Künstlerin will, findet diese unter sara-naim.com oder wirft einen Blick auf ihr Tumblr-Baby mit dem entzückenden Titel  fifteen fucking fotos for every filthy friday.

Reynold Reynolds-Secret Life & Secret Machine

Reynold Reynolds Secret Life, 2008 2-Kanal-Video von 16mm und Stills / Sound 5 Min. Loop

via www.reynold-reynolds.com

Den spanischen Videokünstler Reynold Reynolds konnte man sich jüngst auf der transmediale.11 visuell einverleiben. Seine zwei organischen Zweikanalprojektionen Secret Life (2008) und Secret Machine (2009) beschäftigen sich mit den von außen aufgezwungenen oder freiwillig eingegangenen Grenzen menschlicher Existenz. Gleichzeitig spielen sie mit der gegenseitigen Befruchtung von Kunst und Wissenschaft, was in Secret Machine auch durchaus verstörend plastische Züge annehmen kann.

Reynold Reynolds
Secret Life, 2008
2-Kanal-Video von 16mm und Stills / Sound
5 Min. Loop

vimeo direkt life

Reynold Reynolds
Secret Machine, 2008
3-kanal-Video von 16mm und Stills / Sound
7 Min. Loop

vimeo direkt machine 

 

Eine Review zur Reynolds Beitrag auf der transmediale.11 findet Ihr hier. Und wer mehr über Reynold Reynolds erfahren will, kann sich unter www.reynold-reynolds.com austoben.

ARTE Creative@transmediale.11

Der deutsch-französische Kulturkanal ARTE startet ab Januar 2011 die neue Web-Plattform ARTE Creative.

Das Organ dieser neuen Plattform ist kein Geringerer als Alain Bieber von rebel:art. Doch was genau ist ARTE Creative? Hier kommt ein prägnanter Auszug aus dem Pressetext, der euch hoffentlich einige Fragezeichen aus der Hirnrinde quetschen wird:

ARTE Creative ist ein internationales, redaktionell betreutes und interaktives Netzwerk für junge Künstler, Kulturproduzenten und alle an dem Thema „Kreativität“ Interessierten. Präsentiert werden dort qualitativ herausragende Arbeiten aller kreativen Felder – von Kunst (Fotografie, Malerei, Street Art, New Media, Netzkunst, Videokunst) über Popkultur (Musikvideos, Werbung, Gaming) bis hin zu Design (Grafik-, Produkt- und Webdesign, Typografie) und Architektur.

Der Fokus liegt dabei im Bereich „Bewegtbild“. Neben User-Generated-Content gibt es Inhalte aus Kooperationen von Hochschulen, Festivals, Museen und anderen Institutionen sowie eigene, gemeinsam mit der Community entwickelte, redaktionelle Formate. ARTE fördert damit aktiv den kreativen Nachwuchs und möchte die Zusammenarbeit mit jungen Kulturproduzenten aus ganz Europa verstärken. Ausgesuchte Inhalte der Kreativplattform werden auch auf dem Sender laufen.


Wer sich dem kreativen Webspielplatz beschäftigen will, kann das natürlich online tun oder sich auf der transmediale.11 einfinden. Das Festival für Kunst und digitale Kultur, bespielt vom 01. bis zum 06. Februar 2011 das Berliner HKW und Umgebung. Mit dem diesjährigen Titel RESPONSE:ABILITY spürt das Festival auf unterschiedlichen Feldern unserem Leben im und um das Internetz nach. Das Programm findet ihr hier. Parallel dazu mischt das Festival CTM- Club Transmediale
den Gehörgang mit progressiven Klängen auf.

Mehr zu ARTE Creative gibt es unter creative.arte.tv und einen Beitrag zur transmediale.11 findet ihr im aktuellen Kurzschluss und auf transmediale.tv, dem Channel der transmediale.11 bei ARTE Creative.

Wim Delvoye– Kloaken und Küsse

Der belgische Konzeptkünstler Wim Delvoye tätowiert Schweine, produziert Exkremente und bestempelt Briefpapier mit Rosettenküssen. Und weil das alles so extrem organisch ist, machen wir hier ein bisschen Platz für Wim. Also Mund zu und Augen auf!

Anal Kiss A01 1999 53 x 44 cm (framed) lipstick on hotel stationery

Anal Kiss A01 1999 53 x 44 cm (framed) lipstick on hotel stationery

Wim Delvoye zeigt uns in folgendem Video, wie die von ihm im Jahr 2000 konzipierte Maschine Cloaca das erzeugt, was man sonst gerne unbeachtet den Tiefen des Abflusses überlässt. Denn:

The thing is, that most people don’t give a shit about shit (Wim Delvoye)

YouTube Preview Image

Cloaca konnte man 2002 im Museum Kunst-Palast in Düsseldorf bei der Arbeit beobachten, hier ist die bereits restlos ausverkaufte Miniaturausgabe für den Privatgebrauch zu sehen:

Personal Cloaca 2006 100 x 68.5 x 105 cm Mixed Media Casino Luxembourg, Cloaca 2000-2007 (30.09.2007 - 06.01.2008)

Personal Cloaca 2006 100 x 68.5 x 105 cm Mixed Media Casino Luxembourg, Cloaca 2000-2007 (30.09.2007 - 06.01.2008)

Wie man merkt lässt Wim Delvoye seinen berüchtigten Zynismus nicht nur sachte hervorblitzen. Wer die vakuumverpackten Erzeugnisse von Cloaca erwerben will, darf sich noch immer auf eine kilometerlange Warteschlange freuen. Das werbewirksame Video dazu gibt es hier und das umworbene Produkt sieht so aus:

Cloaca Faeces (Vienna) 12.05.2001 21 x 17,2 x 4,5 cm vacuum-packed Cloaca Faeces, plexi

Cloaca Faeces (Vienna) 12.05.2001 21 x 17,2 x 4,5 cm vacuum-packed Cloaca Faeces, plexi

Wer nun Lust bekommen hat, sich intensiver mit den Facetten der menschlichen Fäkalie zu befassen, dem sei der Text “Engel mit kotgefleckten Flügeln” von Peter Bexte (in Wim Delvoye: skatalog. Düsseldorf 2001, S. 9 – 18) empfohlen. Für aktuelle Ausstellungen des Künstlers bitte hier klicken.

Lynn Palewicz – Skin Drawings

Der Körper wird für die US- Künstlerin Lynn Palewicz in ihrer Serie Skin Drawings zur organischen Leinwand.

Die unkonventionellen Selbstporträts der Künstlerin spielen mit der Materialität, Subjektheit und Kreativität des eigenen Körpers. Dabei kombiniert sie Fotografie, Zeichnung und plastische Elemente miteinander. In Skin Drawings sorgen die mit einem schwarzen Stift erzielten Trompe-l’œil- Effekte für mindestens zweimaliges Hingucken– einen Vorgeschmack gibt’s hier:

Lynn Palewicz, Shovel, 2006 C-Print, 22 x 40 in.

Lynn Palewicz, Shovel, 2006 C-Print, 22 x 40 in.

Lynn Palewicz, Raking, 2005 C-Print, 40 x 26 in

Lynn Palewicz, Raking, 2005 C-Print, 40 x 26 in.

Lynn Palewicz, Pin Cushion, 2006 C-Print, 30 x 37 in.

Lynn Palewicz, Pin Cushion, 2006 C-Print, 30 x 37 in.

Lynn Palewicz, Landscape, 2006 C-Print, 40 x 30 in.

Lynn Palewicz, Landscape, 2006 C-Print, 40 x 30 in.

Lynn Palewicz, Knife, 2005 C-Print, 26 x 40 in.

Lynn Palewicz, Knife, 2005 C-Print, 26 x 40 in.


gesehen bei beautiful/decay

This series of drawings describes a relationship between touch, tension, and surface.  Each piece uses the body to distort a variety of images and marks drawn onto skin.  Pinches, creases, and scratches marked onto its surface function as drawing elements alongside these penned images and marks.  Photography more than documents the performance of these drawings; it disorients the viewer’s relationship to the body and represents the skin as a drawing surface.

(Lynn Palewicz)

Für mehr Organisches von Lynn Palewicz bitte www.lynnpalewicz.com klicken.

Nan Goldin@Berlinische Galerie

Vom 20. November 2010 bis zum 28. März 2011 bespielt Nan Goldin die Berlinische Galerie mit 80 Werken, die teilweise noch nie zuvor zu sehen waren.

Bea with the blue drink, O-Bar, West-Berlin, 1984 © Nan Goldin / Courtesy Matthew Marks Gallery, New York

Bea with the blue drink, O-Bar, West-Berlin, 1984 © Nan Goldin / Courtesy Matthew Marks Gallery, New York

Viele der gezeigten Bilder haben einen ganz speziellen Bezug zu Berlin– der Stadt, die für Goldin mehrere Jahre lang zum Lebensmittelpunkt und kreativen Nährboden wurde. Auf den ersten Blick vielleicht voyeuristisch anmutend, ist Nan Goldins facettenreiches Werk vielmehr ein Zugeständnis an die Flüchtigkeit menschlicher Existenz.

Hinter der Dokumentation ihres Mikrokosmos blitzt eine Umittelbarkeit hervor, die eine eigene Qualität entfaltet. Das Umklammern von Vergänglichkeit scheint auf diesen Bildern visuell erfahrbar zu werden.Vielleicht ist es genau dieser Drang, der ihnen eine auratische Substanz verleiht und sie so sehenswert macht.

Unbedingt anschauen:  I’ll be your mirror, eine 50-minütige Dokumentation, die Nan Goldins persönlichen Zugang zur Fotografie widerspiegelt und im Rahmen der Ausstellung zu sehen ist.

Eine kleine Heimschau kann man bei den artschoolvets genehmigen. Mehr audiovisuellen Input bekommt man im Video zur Ausstellung (19,8 MB) und bei artnet.

Nan Goldin – Berlin Work
Fotografien 1984-2009
20. November 10 bis 28. März 11

Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124-128
10969 Berlin-Kreuzberg
http://www.berlinischegalerie.de
Öffnungszeiten:
Mi bis Mo 10 – 18 Uhr

Mark Jenkins und die Plastikmenschen

Mark Jenkins, London

Mark Jenkins, London 2009

Wie steht der Mensch zu seiner sozialen Umwelt? Das ist eine der zentralen Fragen, die Street Artist Mark Jenkins sich selbst und uns immer wieder stellt. Der 1970 in Fairfax, Virginia geborene Künstler ist vor allem für seine provokanten Interventionen bekannt, mit denen er den öffentlichen Raum mal spielerisch und mal verstörend zurückzuerobern sucht. Allein die Tatsache, dass Jenkins’ Interventionen regelmäßig Notrufleitungen heißlaufen lassen, macht neugierig! Bevor wir uns aber seinen eigentlichen Installationen widmen, erfahren wir wo die Babies wirklich herkommen:

YouTube Preview Image

Mark Jenkins YouTube Direkt babies


Mit seinem Storker Project (2005-2009) hat Jenkins dann diese Babies unter die Leute gebracht:

Mark Jenkins, Storker Project

Mark Jenkins, Storker Project

Mit der Installation Skate or Die (Bordeaux, 2009) beweist der Künstler, wie menschliches “Miteinander” aussehen kann:

YouTube Preview Image

Mark Jenkins YoutTube Direkt Skate


Und irgendwie erinnert dieser kopflose Dummy stark an Hans Bellmers “Die Puppe” aus dem Jahre 1935:

Mark Jenkins, Tape Sculpture

Mark Jenkins, Tape Sculpture

gesehen bei rebel:art via mark jenkins

Wer nun von der akuten Lust zum Plastizieren gepackt wurde, darf sich bei tapesculpture.org Verstärkung holen. Was Mark Jenkins sonst mit seinen Plastigerzeugnissen anstellt, kann man xmarkjenkinsx.com und reinkingprojekte.com ausgiebig bewundern. Und wer mehr über illegale Skulpturen und Interventionen im öffentlichen Raum erfahren will, kann sich hier schlaulesen!

Organische Gehänge von Hanna Hedman

Mund zu und Augen auf für Hanna Hedman, einer schwedischen Designerin, die unser Kunstorgan mit ihrer aktuellen Ausstellung ESCAPE vorbildlich erweitert!

Hanna Hedman, Human Tree 2010, Foto: Sanna Lindberg

Hanna Hedman Necklace: Human Tree 2010 Silver, oxidized silver, copper, paint, Foto: Sanna Lindberg

Hanna Hedman, Human Tree 2010, Foto: Sanna Lindberg

Hanna Hedman, Human Tree 2010, Foto: Sanna Lindberg

gesehen bei paperschmaper

Häßliches wird mit Schönem kontrastiert, Realität mit Kunst und Funktionalität konfrontiert und menschlichen Ängsten wird die individuelle Fantasiewelt entgegengesetzt. Die Schmuckstücke selbst sind inspiriert vom mexikanischen Körper- und Totenkult, wirken surreal und sollen zu wilden Assoziationen anregen, aber gleichzeitig Einblicke in die suggestive Welt der Designerin vermitteln.

Hanna Hedman über den kreativen Entstehungsprozess ihrer organischen Schmuckstücke:

My art reference jewellery of past centuries, but the development of each piece progress organically with limited predefined planning. Fragments are created individually and then combined in a similar fashion as stories develop over time. The pieces are extension of one’s body, but also a sense of escape.

Die Ausstellung ESCAPE ist momentan noch bis zum 30. Oktober 2010 im SODA Istanbul zu bewundern. Wer Lust auf eine digitale Führung hat, klick hier:

Mehr Informationen zur Ausstellung und über die Designerin gibt es hier.

Sorry, but…

not available

Robert Poulsen via rebel:art

Visuell anregend ist auch der thailändische Filmemacher Apichatpong Weerasethakul. Hier findet ihr eine Kurzkritik zu Uncle Boonmee Who Can Recall His Past Lives. Der Film entstand aus dem “Primitive”-Projekt, welches 2009 im Münchner Haus der Kunst zu sehen war. Auf ARTE +7 findet ihr noch ein paar Tage lang den filmischen Geschmacksverstärker A Letter to Uncle Boonmee und mehr über das “Primitve”- Projekt erfahrt ihr hier.

Am besten schnell Kurzfilm schauen, weil Sorry but… und so.

OFF/ON FORUM

Wer ein bisschen Off-Beat Kunst schnuppern will, sollte sich vom 10.-12. September unter eine der finanziell anspruchsvollsten Einkaufsmeilen Münchens begeben.

OFF/ON Forum


Im Rahmen der Open Art 2010 fungiert die Galeria Autonomica im Maximilansforum als Mitveranstalterin einer Sammelaustellung mit experimentellem Programm – das OFF / ON FORUM. Kunsthungrige bekommen die rare Chance, den „Underground der Münchner Kunstszene“ zu goutieren, wenn 16 Münchner Off Spaces die Grenzen visueller Präsentationsformen ausloten.

OFF / ON FORUM ist das erste gemeinsame Ausstellungsprojekt zwischen den Off Spaces und den Kunsträumen der Stadt. Gemeinsam ist allen Beteiligten eine nicht kommerzielle Ausrichtung und die Fokussierung auf junge Positionen. Außerdem will man natürlich frei von den fiesen Begleiterscheinungen urbaner Kunst sein: Irgendwann landet selbst die äußerste subkulturelle Antizipation in den seichten Gefilden von Mainstream und Massengeschmack. Dort will das OFF/ON FORUM nicht hineingeschubst werden, also geht hin und prüft nach!

Neben Installationen, die durch Form, Material, Inhalt den Charakter des jeweiligen Off Raums vermitteln wollen, werden Videoarbeiten und Publikationen gezeigt. Zusätzlich entsteht in einem Hinterraum des Maximiliansforums eine von den Initiatoren der Off Räume gemeinsam kuratierte Ausstellung, die das Spektrum der jungen Münchner Kunstszene sichtbar macht.

Beteiligt an OFF / ON FORUM sind:

DAS KLOHÄUSCHEN

E|324 – RAUM FÜR KUNST

EINWAND

GALERIA AUTONOMICA

GEBRÜDER

HEADEGG – DER RAUM

KUNSTBÜRO REILLPLAST

KANAL 12

RAUM 58

RSTR 4

STATION FOE 156

SUN GALLERY

SYNTOPISCHER SALON

VORSCHAU

WARENANNAHME

WELTRAUM


Der Eintritt ist frei, für mehr Informationen bitte hier klicken.

Boobsieb vs. Wurst am Stil

Dieses organisch bestickte Sieb gibt es übrigens auch in dunkleren Nuancen, unterschiedlichen Größen und Verformungen:

Embroidered 'Sieve Boob'

via Buzzfeed/etsy

Bei den happigen Preisen überlegt man es sich dann doch, ob man dem reizvollen Gedanken nachgehen sollte, Nudelwasser da durchzujagen. Mehr von der Künstlerin findet ihr hier.

Hitzewallungen? Wie wär’s mit einer tiefgekühlten Portion Mett von Schleck oder Buletto! Das Wurstblog hat uns eine fleischlustige Eiskarte zusammengestellt:

Wursteis

gesehen bei nerdcore via wurstblog