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	<title>don&#039;t panic, it&#039;s organic! &#187; Kino</title>
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	<description>Das organische Blog für Film- und Kunstaficionados</description>
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		<title>Midnight in Paris</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Aug 2011 17:39:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dontpanicitsorganic</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Oft trifft man Menschen, die in einer anderen Zeit vermeintlich glücklicher geworden wären, als in der Gegenwart. Wenn der Weltschmerz fahrt auf nimmt, verklären sie eine bestimmte Epoche und deklarieren sie gerne zur aufregendsten und vielversprechendsten Zeit, die es je gegeben hat. Für den Trailer bitte hier klicken. Auch Gil (Owen Wilson) der Protagonist von <a href="http://dp.wiklog.com/2011/08/20/midnight-in-paris/"> read more <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Oft trifft man Menschen, die in einer anderen Zeit vermeintlich glücklicher geworden wären, als in der Gegenwart. Wenn der Weltschmerz fahrt auf nimmt, verklären sie eine bestimmte Epoche und deklarieren sie gerne zur aufregendsten und vielversprechendsten Zeit, die es je gegeben hat.</strong></p>
<h6 style="text-align: center;"><strong><a href="http://dp.wiklog.com/wp-content/uploads/2011/08/Szenenbild_11700x466.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-8265" title="Midnight in Paris " src="http://dp.wiklog.com/wp-content/uploads/2011/08/Szenenbild_11700x466.jpg" alt="" width="630" height="419" /></a></strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=abV93mmgTwo" target="_blank">Für den Trailer bitte hier klicken.</a></h6>
<p>Auch Gil (Owen Wilson) der Protagonist von Woody Allens jüngstem Wurf <a href="http://www.midnight-in-paris.de/" target="_blank"><strong>Midnight in Paris</strong></a> ist ein hingebungsvoller Nostalgiker: Paris ist für ihn die Stadt  seiner Jugend. Damals hätte er alles werden können, jetzt dümpelt er als  erfolgreicher aber unglücklicher Hollywood-Schreiberling mit  unerfüllten schriftstellerischen Ambitionen vor sich hin. Dank eines Business-Meetings seines zukünftigen Schwiegervaters ist er  also wieder in Paris und die Stadt hat für ihn noch immer nichts von ihrer Magie eingebüßt – ganz besonders, wenn es regnet. Dann streift er durch  die Pariser Flohmärkte und spaziert durch die engen Gassen, die gespickt sind mit charmanten Cafés und urigen Bistros. Man denke nur an die  inspirierenden Persönlichkeiten, die sich hier in den Roaring Twenties  die Klinke in die Hand gaben!</p>
<p>Leider teilt seine Verlobte Inez (Rachel McAdams) Gils Ansichten herzlich wenig. Die Tochter aus wohlhabendem, republikanischem Hause legt eher Wert darauf, dass ihr  Ehemann in spe sie finanziell befriedigen kann. Intellektuellen Ansporn holt sie sich lieber von Paul (Michael Sheen), einem ihrer ehemaligen  Dozenten, den das Paar zufällig in Paris trifft. Während Inez die Nähe des blasierten Pedanten sucht, begibt sich Gil auf einen seiner nächtlichen Spaziergänge durch die Stadt seiner unheilbaren Nostalgie.  Als er um Mitternacht auf einer Treppe in der Rue Montagne St. Genevieve Rast macht, hält eine elegante Limousine mit ein paar exzentrisch gekleideten Nachtschwärmern, die Gil prompt auf eine Party mitnehmen. Mit einem Mal befindet er sich in Gesellschaft von F. Scott und Zelda  Fitzgerald, ist per Du mit Ernest Hemingway (Corey Stoll) und am Klavier  sitzt kein Geringerer als Cole Porter. Er wird empfangen als einer von ihnen und es kommt besser: Mr. Hemingway schlägt seinem Bewunderer vor, dessen unfertiges Manuskript von einer befreundeten Schriftstellerin lektorieren zu lassen: Gertrude Stein (Kathy Bates). Bereits am nächsten Abend zur gleichen Zeit reist Gil erneut in die 20er und trifft weitere  Koryphäen der bohèmen Kunstelite. Im Hause Stein holt er sich nicht nur Feedback, sondern macht auch die Bekanntschaft von Picassos Lebensabschnitts-Muse Adriana (Marion Cotillard), deren Charme Gil augenblicklich verzaubert. Nacht für Nacht holt er sich Inspiration aus seiner Lieblingsepoche und merkt irgendwann, dass sein Fernweh nach der  Vergangenheit ihn nicht wirklich weiterbringen kann&#8230;</p>
<p>Bereits in <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Bp6YDZVVbj0" target="_blank"><strong>The Purple Rose of Cairo</strong></a> (1985) ließ Woody Allen den Wunschtraum seiner Protagonistin Cecilia  (Mia Farrow) wahr werden, indem er es der armen Kellnerin ermöglichte, ihren verehrten Kinohelden von der Leinwand runter ins richtige Leben zu  beschwören. Der Sprung aus dem Film wird von Allen kompromisslos  durchdekliniert: Was hat es für Konsequenzen für die Filmwirtschaft, für  die Produzenten und den Rest der Crew, wenn ein Schauspieler aus einem  Film entwischt? Wie kommt der fiktive Held ohne Geld in der Realität klar? Und: Warum wird bei Liebesszenen nicht abgeblendet? Diese Fragen  beantwortet Allen und wir nehmen es ihm ab, weil er seine Sache mit  einer ungemeinen Glaubwürdigkeit präsentiert. So ähnlich funktioniert auch  <strong>Midnight</strong> <strong>in Paris</strong>. Anders als in <strong>The Purple Rose</strong> entlässt uns der aktuelle Film aber mit Optimismus aus dem Kino. Das überrascht, wenn man an Allens letzte Filme denkt: In <a href="http://wp.me/pAcNf-1AE" target="_blank"><strong>Ich sehe den Mann deiner Träume</strong></a> oder <a href="../2009/11/22/whatever-works/" target="_blank"><strong>Whatever Works</strong></a> präsentierte sich der Meister von einer eher pessimistischen, zynischen  und konservativen Grundhaltung. Seine aktuelle Liebeserklärung an Paris ist hingegen kurzweilig, vorwärts gewandt und unterhaltsam, wie die  jazzige Leitmelodie, die sich durch den gesamten Film zieht und danach  schwer aus den Ohren zu bekommen ist.</p>
<p>Wie immer hält der Regisseur für uns ein großartiges Schauspieler-Ensemble bereit: Owen Wilson, der  als Gil sowohl den intellektuellen und zynischen Alter Ego Allens  früherer Filme verkörpert, aber dem ganzen durch sein sonniges Gemüt  eine angenehme Prise Leichtigkeit verleiht. Auch Amy McAdams brilliert  mit gewohnter Natürlichkeit in ihrer Rolle als Gils arrogante Verlobte. Katy Bates performt eine unaufgeregte, kritische Gertrude Stein und ein überaus humoriges Erlebnis bietet uns Adrien Brody in seinem kurzen Auftritt als Salvador Dalí. Da verzeiht man auch das Auftauchen von  First Lady Carla Bruni, die als Museumskuratorin ihre wenigen Sätze (durchaus passabel) über die Leinwand bringt. Midnight in Paris ist eine Wohltat für alle, die nach den letzen Filmen des Meisters eine Art Nostalgie nach dem alten Allen bekommen haben. Wir brauchen nicht mehr sehnsüchtig zurück blicken. Er ist da.</p>
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		<title>Festival der verlorenen Kinder (2)</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jul 2011 10:37:44 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Filmfreak]]></category>
		<category><![CDATA[Arirang]]></category>
		<category><![CDATA[Corman's World]]></category>
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		<category><![CDATA[Filmfest München 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Rabbit Hole]]></category>

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		<description><![CDATA[Weiter geht es mit dem zweiten Teil der Nachlese vom 29. Filmfest München. Den Namen John Cameron Mitchell verbinden viele –wenn überhaupt– mit einem bestimmten Film: Short Bus (2006), einer gewitzten Komödie mit soft-pornografischen Anleihen und hörenswertem Soundtrack. Bereits dort bewies der Regisseur, dass ein Film, der gern in die Horizontale kippt, angereichert mit Humor, <a href="http://dp.wiklog.com/2011/07/21/festival-der-verlorenen-kinder-2/"> read more <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Weiter geht es mit dem zweiten Teil der <a href="http://dp.wiklog.com/2011/07/04/festival-der-verlorenen-kinder/">Nachlese vom 29. Filmfest München</a>.</strong></p>
<p>Den Namen John Cameron Mitchell verbinden viele –wenn überhaupt– mit einem bestimmten Film: <a href="http://www.imdb.com/title/tt0367027/" target="_blank">Short Bus</a> (2006), einer gewitzten Komödie mit soft-pornografischen Anleihen und  hörenswertem Soundtrack. Bereits dort bewies der Regisseur, dass ein Film, der gern in die Horizontale kippt, angereichert mit Humor, Dreistigkeit und ein wenig Melancholie für amüsante und pikante Momente sorgen kann.</p>
<p><a href="http://dp.wiklog.com/wp-content/uploads/2011/07/Rabbit.Hole-szn.jpg_16062011171650.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-8166" title="Rabbit Hole" src="http://dp.wiklog.com/wp-content/uploads/2011/07/Rabbit.Hole-szn.jpg_16062011171650.jpg" alt="Rabbit Hole (2010)" width="578" height="379" /></a></p>
<p>Mit <a href="http://www.rabbitholefilm.com/" target="_blank">Rabbit Hole</a> traut er sich nun in die weniger freudigen Zwischenräume von Beziehungen. In dem Festivalfilm geht es um das Ehepaar Becca (Nicole Kidman) und Howie (Aaron Eckhart, bekannt aus The Dark Knight), das versucht, über den Tod des eigenen Kindes hinwegzukommen. Ihr Sohn Danny, so erfährt man, ist acht Monate zuvor hinter dem ausgebüchsten Familienhund her und auf die Straße gelaufen, wo er von einem benachbarten High-School Schüler überfahren wurde.  Das Haus bleibt voller Erinnerungen. Wie werden Becca und Howie mit der Trauer fertig? Ziehen sie sich zurück oder teilen sie sich einander mit? Nehmen sie Hilfe von außen an? Und, viel wichtiger: Kann nach einer solchen Zäsur ein gemeinsames Leben noch funktionieren?</p>
<p>Eine Gruppentherapie scheint als Möglichkeit für die beiden bereits zum scheitern verurteilt. Zuflucht im Glauben kommt für Becca nicht in Frage und selbst ihre Mutter (großartig: Dianne Wiest) kann mit den ewigen Vergleichen (auch sie hat einen Sohn verloren, allerdings an eine Überdosis Drogen) eher Ärger anstelle von Trost spenden. Nun ist Beccas jüngere Schwester zudem schwanger, was für zusätzliches Gefühlschaos sorgt. Während Howie sich an das eingefangene Lachen seines Sohnes auf dem iPhone klammert, sucht Becca den Kontakt zu Jason (Miles Teller), dem Jugendlichen, der ihren Sohn umgefahren hat. Dieser zeigt ihr eines Tages ein Comic: Rabbit Hole. Es handelt von schwarzen Löchern und Paralleluniversen. Vielleicht also gibt es, so Becca, irgendwo eine glückliche Version ihrer selbst, zu einer anderen Zeit in einem anderen Universum. Nun klingt diese Story ziemlich traurig und das ist sie auch. Doch Cameron Mitchell schafft es, kitschfrei und einfühlsam zugleich, Schmerz und Trauer unverhofft mit Momenten lauten Auflachens zu mischen. Und das ist sicherlich ein Zeichen von Reife und Können. Wenn Nicole Kidman von Botox-Eingriffen abgelassen hätte, könnte man in ihrer Mimik mehr als einen Funken von dem erkennen, was sie eigentlich leisten könnte.</p>
<p>Rabbit Hole (2010) basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von David Lindsay-Abaire, das man <a href="http://www.mypdfscripts.com/download/1440" target="_blank">als pdf-Datei</a> runterladen kann. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=v-wRLPL3H8I" target="_blank">Den Trailer findet ihr hier.</a></p>
<p><a href="http://dp.wiklog.com/wp-content/uploads/2011/07/Corman.jpg_16062011131902.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-8165" title="Corman's World" src="http://dp.wiklog.com/wp-content/uploads/2011/07/Corman.jpg_16062011131902.jpg" alt="Corman's World (2011)" width="558" height="437" /></a></p>
<p>Kommen wir nun zu einem gar nicht mal so verlorenen Kind: Roger Corman. Mag sein, dass man ihn als verlorenes Kind Hollywoods bezeichnen kann – Alex Stepletons Dokumentarfilm <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/film-abc.aspx?filmId=4489" target="_blank">Corman&#8217;s World-Exploits of a Hollywood Rebel (2011) </a>beweist eigentlich das genaue Gegenteil. So manch einer seiner Filme wurde mit Mini-Budget und in einem Zeitraum von zwei Tagen abgedreht. Von vielen verlacht von einigen belächelt und mit dem B für B-Movies beklebt, kann man in Cormans World das Werk und Schaffen eines der beeindruckendsten Independent-Filmemacher verfolgen. Der kurzweilige Film gibt nicht nur Einblicke in Cormans filmische Umwelt, sondern auch in seine politische, die in den 60ern und 70ern besonders stark brodelte.</p>
<p>Auch die weniger schmackhaften Seiten der Filmwelt werden nicht ausgelassen. So erfährt man, dass Corman, als er es wagte 1962 mit seinem Film <a title="Trailer" href="http://www.metacafe.com/watch/4200585/the_intruder_movie_trailer/" target="_blank">The Intruder</a> klar Stellung gegen Rassismus und Segregation zu beziehen, prompt von der reaktionären Filmwirtschaft gerügt und wieder zurück in die Trash-Nische gedrängt wurde. Der Meister des Low-Budget wird von Stapleton und einigen aussagekräftigen Talking Heads wie David Carradine, Peter Bogdanovich und einem zuweilen sogar rührseligen Jack Nicholson facetten- und anekdotenreich portraitiert. Dass Trash und Arthausfilm durchaus eine Freundschaft eingehen können, bewies Corman als einer der ersten, die in den USA die Distribution von Bergmann und Fellini in die Wege leiteten.</p>
<p>Von den trashigen Anfängen bis zur nicht minder trashigen Gegenwart zieht uns Alex Stepleton mit in die Welt eines Filmemachers, durch dessen Schule Martin Scorsese, Robert De Niro, Francis Ford Coppola, Ron Howard und viele weitere gegangen sind. In dieser Schule lernten sie, wie mit wenig Geld, Zeit und meistens ohne Drehgenehmigung inspirierende Ikonen wie beispielsweise<a href="http://www.youtube.com/watch?v=0emuNT8F0-g" target="_blank"> Attack of the Crab Monsters</a> (1957) oder <a href="http://www.youtube.com/watch?v=iqWvRyXwgxY&amp;feature=related" target="_blank">Man with the X-Ray Eyes</a> (1963) entstehen konnten. Erst 2010 wurde Roger Corman mit dem Ehren-Oscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet und somit an die stiefmütterliche Brust von Mutter Hollywood zurückgeholt. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=TcnLBcjKdpw" target="_blank">Für den Trailer bitte hier entlang</a>.</p>
<p><a href="http://dp.wiklog.com/wp-content/uploads/2011/07/ARIRANG_main-still3.jpg_01072011124325.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-8164" title="ARIRANG" src="http://dp.wiklog.com/wp-content/uploads/2011/07/ARIRANG_main-still3.jpg_01072011124325.jpg" alt="Arirang (2011)" width="576" height="324" /></a></p>
<p>Als ein weiteres <em>enfant perdu</em> könnte man Kim Ki-Duk bezeichnen. Nach einer schweren Depression und drei Jahren Regieabstinenz kehrt der einst enorm gefeierte, südkoreanische Vorzeigefilmer mit <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/film-abc.aspx?filmId=4457" target="_blank">Arirang</a> (2011) – einem schonungslosen Selbstportrait – zurück auf die große Leinwand. Zurückgezogen in einem Zelt, das sich in einer Hütte auf einem Berg befindet, lebt er in völliger Abgeschiedenheit von der Außenwelt. Ausschlaggebend für seinen Rückzug war ein einschneidendes Erlebnis am Filmset seines letzten Films <a href="http://www.youtube.com/watch?v=3s3XrCmKcG0&amp;feature=related" target="_blank">Dream</a> (2008),wo eine Selbstmord-Szene für die Hauptdarstellerin beinahe tödlich endete. Die ersten 15 Minuten des Films widmen sich seinem monotonen Tagesaublauf, der aus Aufstehen, Essen und Schlafen besteht. Dann beginnt Kim Ki-Duk zu sprechen und aus der anfänglichen Anamnese wird – im Angesicht der Kamera – eine Form der Therapie. Diese mündet in eine kompromisslose Abrechnung mit der Welt des Films und allen, die an ihr beteiligt sind. Dabei spielt der Filmemacher mit unterschiedlichen Mitteln: Er nimmt verschiedene Perspektiven ein, spielt mit den Genres, interviewt sich selbst oder lässt sich von seinem Schatten beraten. Eindringliche Bilder verweisen auf die Konflikte eine Menschen, der nach 15 Filmen einfach so aufhörte das zu machen, wofür ihn sein Publikum liebte: Filme. Und immer wieder singt Kim Ki-Duk mit einer Larmoyanz, die man ihm irgendwie verzeiht, das koreanische Volkslied <em>Arirang</em>. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=rSN3p9uWNK4" target="_blank">Den Trailer gibt es hier.</a></p>
<p><em>Dieser Beitrag ist auch auf <a href="http://independentfilme.com/review-filmfest-muenchen-2011-teil-2/">independentfilme.com</a> erschienen.</em></p>
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		<title>Festival der verlorenen Kinder</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 05:59:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das zweitgrößte Filmfestival Deutschlands bespielte zwischen dem 25. Juni und dem 02. Juli 2011 die Münchner Isarmeilen. Hier findet ihr einen Überblick zu ausgewählten Filmen und könnt euch die ein oder andere Festivalperle für den nächsten Filmabend vormerken. Das diesjährige Festival scheint sich in vielerlei Hinsicht dem verlorenen Kind verschrieben zu haben. Da wäre sogleich <a href="http://dp.wiklog.com/2011/07/04/festival-der-verlorenen-kinder/"> read more <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das zweitgrößte Filmfestival Deutschlands bespielte zwischen dem 25. Juni und dem 02. Juli 2011 die Münchner Isarmeilen. Hier findet ihr einen Überblick zu ausgewählten Filmen und könnt euch die ein oder andere Festivalperle für den nächsten Filmabend vormerken.</strong></p>
<p><a href="http://dp.wiklog.com/wp-content/uploads/2011/06/Gamin.au_.velo-szn.jpg_16062011143117.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-8104" title="Gamin.au.velo-szn.jpg_16062011143117" src="http://dp.wiklog.com/wp-content/uploads/2011/06/Gamin.au_.velo-szn.jpg_16062011143117.jpg" alt="Gamin au vélo" width="608" height="398" /></a></p>
<p>Das diesjährige Festival scheint sich in vielerlei Hinsicht dem verlorenen Kind verschrieben zu haben. Da wäre sogleich der Eröffnungsfilm <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/film-abc.aspx?filmId=4422" target="_blank">Le gamin au vélo/Der Junge mit dem Fahrrad</a> (2011) bei dem uns die Gebrüder Dardenne einen zähen Jungen vorstellen, der von seinem Vater ins Heim gesteckt wird und sich scheinbar nur auf dem Sattel seines Fahrrads wohlfühlen kann. Wo sein Platz in der Gesellschaft ist, wird zum streitbaren Knotenpunkt des Films. Dieser beeindruckt zwar durch die angenehm offen angelegte Struktur und den aufgeweckten Jungschauspieler Thomas Dorét, verliert jedoch zuweilen aufgrund dubios motivierter Figuren an Fahrt. Denn obwohl Cyril im Heim ist, findet er überraschend rapide Anschluss: Die Friseurin Samantha (Cécile de France) entflammt überaus schnell für den elfjährigen Fahrradnarren und ist sogleich bereit, den Jungen bei sich wohnen zu lassen und die Mutterrolle anzulegen. Auch die ein oder andere unangenehme Parallele zwischen virtueller und realer Gewalt wird aufgeschlagen, wenn Cyril von einem Stadtteilgangster erst zu Killerspielen und hierauf zu einem realen Überfall motiviert wird. Einen offiziellen Starttermin hat der Film noch nicht für die deutschen Kinos. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=DT6XiMwcrjk&amp;feature=youtu.be" target="_blank">Hier geht&#8217;s zum Trailer</a>.</p>
<p>Nächster Film, nächstes Kind.</p>
<p><a href="http://dp.wiklog.com/wp-content/uploads/2011/06/Hesher-szn.jpg_16062011141348.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-8103" title="HESHER_filmstill2" src="http://dp.wiklog.com/wp-content/uploads/2011/06/Hesher-szn.jpg_16062011141348.jpg" alt="Hesher" width="608" height="398" /></a></p>
<p>Wer nach <a href="http://www.imdb.com/title/tt0947798/" target="_blank">Black Swan</a> <strong>Natalie Portman</strong> gerne als abolute Loserin sehen möchte, sollte genau jetzt aufmerken. In <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/film-abc.aspx?filmId=4413" target="_blank">Hesher</a> (2011) spielt sie mit Sicherheit nicht die Rolle ihres Lebens, eigentlich hat sie nicht einmal eine Hauptrolle. Die nämlich gebührt ihrem Kollegen <strong>Joseph Gordon-Lewitt</strong> (Inception, 500 Days of Summer), der hier eine absolute One-Man-Show abliefert. Und das macht er nicht schlecht. Der Film zeigt uns, wie eine dysfunktionale Famile bestehend aus einem lethargischen Witwer, seinem stetig gemobbten 13- jährigen Sohn T.J. (Devin Brochu) und der herzensguten, backwütigen Oma durch den Einfluss eines pyromanischen Wildwuchses namens Hesher wieder eingermaßen ins Lot gerüttelt werden kann. Gewalt wir hier zum ultimativen Kommunikationsmittel. Der anarchische Pornofan und Heavy-Metal Liebhaber nistet sich nämlich in T.J.s Garage ein und bringt nicht nur Dynamik in das deprimierende Leben des Jungen, der sowohl mit dem Verlust seiner Mutter als auch mit Schulfeinden zu kämpfen hat; er bringt auch die nötige Dynamik in den gesamten Handlungsablauf. Natalie Portman darf eine Kassiererin in Existenznot aber mit Hornbrille spielen, die T.J.s pubertierendes Herz erobert, indem sie ihn vor einer Prügelei bewahrt. Schade nur, dass die Momente, die den Film am Leben halten, fast ausschließlich an <strong>Gordon-Lewitt</strong> hängen. Denn die Sprechanteile von Devin Brochu bestehen größtenteils aus &#8220;I don&#8217;t know.&#8221; und &#8220;What are you doing?&#8221;. So bietet <strong>Hesher</strong> zwar durchaus amüsante Augenblicke – besonders wenn er undurchsichtige Sex-Metaphern zum Besten gibt– ist aber leider zu oft vorhersehbar und drückt gegen Ende noch einmal fest auf die Pathosdrüse. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=jkKjafEIebw&amp;feature=player_embedded" target="_blank">Für den Trailer, bitte hier entlang.</a></p>
<p><a href="http://dp.wiklog.com/wp-content/uploads/2011/07/Septien-szn.jpg_17062011103752.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-8105" title="Septien-szn.jpg_17062011103752" src="http://dp.wiklog.com/wp-content/uploads/2011/07/Septien-szn.jpg_17062011103752.jpg" alt="Septien" width="608" height="398" /></a>Was würde passieren, wenn Sofia Coppola mit einem Drehbuch von Wes Anderson <strong>The Exorzist</strong> neu interpretieren würde? Wahrscheinlich etwas ähnliches wie <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/film-abc.aspx?filmId=4247" target="_blank">Septien</a> (2011) von <strong>Michael Tully</strong>, nur besser. Der seit 18 Jahren verschwundene Footballprofi in spe, Cornelius Rawlings (Michael Tully), kehrt aus ungenannten Gründen zu seinen schrägen Brüdern zurück, die – alle mit zahlreichen Ticks und Neurosen ausgestattet– nach dem Tod der Eltern auf ihrer unbefarmbaren Farm leben. Während der älteste Bruder Ezra (Robert Longstreet) sich als putzwütige Übermutter gibt, hat Amos (Onur Turkel) die obszöne Malerei für sich entdeckt. Als eines Tages der Dorf-Klempner gerufen wird, um den ausufernden Sanitäranlagen Einhalt zu gebieten, tut sich ein dunkles Geheimnis in Cornelius Vergangenheit auf. Bald darauf erscheint ein mysteriöser Prediger mit einer Lösung für Cornelius&#8217; düsteres Vorleben. Michael Tully, der sowohl als Regiesseur, Produzent und Schauspieler fungiert, zeigt in <strong>Septien</strong> wie man trotz atmosphärischer Dichte und pikanter Figuren an einem dürftig umgesetzten Plot scheitern kann. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8i-budhfn9M" target="_blank">Hier geht&#8217;s zum Trailer.</a></p>
<p>Weg von der Reihe <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/film-reihen.aspx?reiheId=744" target="_blank"><strong>American Independents</strong></a> hin zu <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/film-reihen.aspx?reiheId=743" target="_blank"><strong>Visones Latinas</strong></a> und zu einem weiteren verlorenen Kind.</p>
<p><a href="http://dp.wiklog.com/wp-content/uploads/2011/07/Gatos.viejos-szn.jpg_16062011135855.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-8123" title="Gatos.viejos-szn.jpg_16062011135855" src="http://dp.wiklog.com/wp-content/uploads/2011/07/Gatos.viejos-szn.jpg_16062011135855.jpg" alt="Gatos Viejos" width="608" height="398" /></a></p>
<p>Die Regisseure Sebastián Silva und Pedro Peirano geben mit <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/film-abc.aspx?filmId=4380" target="_blank">Gatos viejos</a> (2010) ein nicht humorfrei inszeniertes Familiendrama zum Besten. Die 80-jährige Isadora (Belgica Castro), deren Hüftprobleme dafür sorgen, dass sie bei defektem Aufzug das eigene Haus nicht verlassen kann, bekommt Besuch von der mehrfach beruflich gescheiterten Tochter. Das kann, so der diligente Lebensgefährte, nichts Gutes bedeuten: Denn üblicherweise sind es immer die leidigen Finanzen, die das verkrachte und koksverliebte Töchterchen in das verkatzte Haus der alten Mutter führen. So auch dieses Mal. Die leicht senile Frau soll ihr Heim verkaufen, damit die Tochter zusammen mit ihrer Partnerin peruanische Heilseifen verkaufen kann. Doch hier geht es bald nicht um Geld, sondern um Liebe, Vergänglichkeit und gegenseitige Anerkennung. <strong>Gatos viejos</strong> ist ein wahrhaftes Schmuckstück und beeindruckt mit schonungslosen Dialogen,schwarzem Humor und brillianten Schauspielern, <a href="http://vimeo.com/22268565" target="_blank">hier der Trailer.</a></p>
<p>Weitere Kurzkritiken folgen in Kürze.</p>
<p><em>Dieser Beitrag ist auch auf <a href="http://independentfilme.com/review-filmfest-munchen-2011/">independentfilme.com</a> erschienen.</em></p>
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		<title>Filmfest München 2011</title>
		<link>http://dp.wiklog.com/2011/06/27/filmfest-munchen-2011/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Jun 2011 23:13:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dontpanicitsorganic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmfreak]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaumacher]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Filmfest-München]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Filmfest München 2011 ruft und www.dontpanicitsorganic.de wird seine Leser mit frischem Filmfutter versorgen. Das nach der Berlinale zweitgrößte Festival Deutschlands bespielt in diesem Jahr zwischen dem 24. Juni und dem 2. Juli ausgewählte Münchener Lichtspielhäuser rund um die Isar. Was im letzten Jahr zu sehen war, könnt ihr hier nachlesen. Zwischen dem Eröffnungsfilm Le <a href="http://dp.wiklog.com/2011/06/27/filmfest-munchen-2011/"> read more <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dp.wiklog.com/wp-content/uploads/2011/06/ffm_logo_2011_black_copy.jpg"><img class="size-medium wp-image-8093 alignleft" title="ffm_logo_2011_black_copy" src="http://dp.wiklog.com/wp-content/uploads/2011/06/ffm_logo_2011_black_copy-300x250.jpg" alt="" width="210" height="175" /></a></p>
<p><strong>Das <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/">Filmfest München 2011</a> ruft und <a href="http://www.dontpanicitsorganic.de/">www.dontpanicitsorganic.de </a> wird seine Leser mit frischem Filmfutter versorgen. Das nach der Berlinale zweitgrößte Festival Deutschlands bespielt in diesem Jahr zwischen dem 24. Juni und dem 2. Juli ausgewählte Münchener Lichtspielhäuser rund um die Isar. </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Was im letzten Jahr zu sehen war, könnt ihr <a title="Filmfest München 2010- Eine Vorschau" href="http://dp.wiklog.com/2010/06/15/filmfest-munchen-2010-eine-vorschau/" target="_blank">hier</a> nachlesen. Zwischen dem Eröffnungsfilm <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/film-abc.aspx?filmId=4422" target="_blank">Le gamin au vélo</a> und dem diesjährigen Abschlussfilm <a href="http://videos.arte.tv/de/videos/_le_havre_von_aki_kaurismaki-3915746.html">Le Havre</a> von Altmeister Aki Kaurismäki liegt einiges an Filminput vor uns.</p>
<p>Außer den für München üblichen Reihen <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/film-reihen.aspx?reiheId=741" target="_blank">Internationales Programm</a>, <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/film-reihen.aspx?reiheId=743" target="_blank">Visiones Latinas</a>, <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/film-reihen.aspx?reiheId=747" target="_blank">Nouveau Cinéma Français</a>, <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/film-reihen.aspx?reiheId=750" target="_blank">Fokus Fernost</a>, <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/film-reihen.aspx?reiheId=744" target="_blank">American Independents</a>,<a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/film-reihen.aspx?reiheId=746" target="_blank"> Neue Deutsche Kino</a> bzw. <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/film-reihen.aspx?reiheId=752" target="_blank">Fernsehfilme</a> und dem <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/film-reihen.aspx?reiheId=742" target="_blank">Kinderfilmfest</a> gibt es auch in diesem Jahr einige Spezialreihen: Neben den Independentgrößen <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/film-reihen.aspx?reiheId=749" target="_blank">Tom DiCillo</a> und <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/film-reihen.aspx?reiheId=748" target="_blank">John Malkovich</a> gibt es einen <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/film-reihen.aspx?reiheId=745" target="_blank">Schwedenschwerpunkt </a>und eine Reihe zu Ehren von <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/film-reihen.aspx?reiheId=759" target="_blank">Roy Andersson</a>, einem Meister des skurrilen nordischen Films. Das kostenlose Open-Air Programm widmet sich der <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/film-reihen.aspx?reiheId=751" target="_blank">Katze</a>. Alle, die schon immer Russ Meyers <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/film-abc.aspx?filmId=4378" target="_blank">Faster Pussycat! Kill, Kill! </a>(bzw. Die Satansweiber von Tittyfeld) auf Großleinwand sehen wollten, sollten also aufmerken, hier der Trailer:</p>
<p style="text-align: center;"><p><a href="http://dp.wiklog.com/2011/06/27/filmfest-munchen-2011/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p></p>
<h6 style="text-align: center;"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=rgWoPFX1Sz0&amp;feature=player_embedded" target="_blank">via</a></h6>
<p>Und natürlich kann man einige der über 200 Premieren nicht nur rezipieren, sondern auch diskutieren. Zum Beispiel bei den täglich stattfindenden <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/aktuelles/videothek/filmmakers-live.aspx" target="_blank">Filmmakers Live</a>-Sessions im <a href="http://www.gasteig.de/index.html" target="_blank">Gasteig.</a> Mehr zum Programm findet ihr auf der <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/filmprogramm/timetable.aspx" target="_blank">Homepage</a> des Festivals sowie auf dem <a href="http://blog.filmfest-muenchen.de/" target="_blank">Festival-Blog</a>.</p>
<p>Das Filmfest- Magazin gibt es <a href="http://storage.livepaper.de/livebook/einzelausgaben/filmfestmuenchen/2011/downloads/livebook.pdf">hier</a> als PDF. Reviews zu den einzelnen Filmen folgen in Kürze.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Berlinale Wrap-Up#2</title>
		<link>http://dp.wiklog.com/2011/02/26/berlinale-wrap-up2/</link>
		<comments>http://dp.wiklog.com/2011/02/26/berlinale-wrap-up2/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Feb 2011 09:28:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dontpanicitsorganic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmfreak]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Die 61. Berlinale ist vorbei und wir verdauen noch ihre audiovisuellen Leckerbissen. Wie versprochen kommt hier ein kritischer Nachschlag über die diesjährige Ausbeute. Dieses Mal blicken wir in Richtung Panorama Dokumente und machen einen Schwenk ins Forum. In der Sektion Panorama Dokumente zeigte sich die Berlinale von ihrer politischen Seite. Die amerikanische Filmemacherin Lynn Hershman <a href="http://dp.wiklog.com/2011/02/26/berlinale-wrap-up2/"> read more <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die 61. Berlinale ist vorbei und wir verdauen noch ihre audiovisuellen Leckerbissen. Wie versprochen kommt hier ein kritischer Nachschlag über die diesjährige Ausbeute. Dieses Mal blicken wir in Richtung Panorama Dokumente und machen einen Schwenk ins Forum. </strong></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://filmfragmente.files.wordpress.com/2011/02/war.jpg"><img class="size-full wp-image-373 aligncenter" title="Lynn Hershman Leeson, !Women Art Revolution - A Secret History | !Women Art Revolution - A Secret History,Courtesy of the Guerrilla Girls " src="http://filmfragmente.files.wordpress.com/2011/02/war.jpg" alt="" width="594" height="272" /></a></p>
<p style="text-align: left;">In der Sektion Panorama Dokumente zeigte sich die Berlinale von ihrer politischen Seite.<a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20112476"><strong></strong></a> Die amerikanische Filmemacherin Lynn Hershman Leeson behandelt in <a href="http://www.womenartrevolution.com/"><strong>!Women Art</strong> <strong>Revolution</strong></a> (2010) das <strong>Feminist Art Movement</strong> der 70er Jahre. Zusammengestückelt aus über 40 Jahren eigenem Filmmaterial schildert Hershman Leeson in Interviews mit befreundeten Künstlern, Kuratoren und Kunsthistorikern den mühsamen Weg, den feministische Kunst in den 70 er Jahren auf männlichem Terrain zu bestreiten hatte. Auch jüngere Stimmen kommen zu Wort, wodurch ein Bezug zur Gegenwart gewährleistet wird. Dass Lynn Hershman Leeson selbst Teil der feministischen Bewegung war, verleiht dem Film zwar einen gewissen Insidertouch, sorgt aber auch für mangelnde Distanz und nicht zuletzt für eine zunehmend polemische Haltung, die das Gesamtwerk etwas trübt. Angesichts des enormen Umfangs an vorhandenem Material, kann der entstandene Film aber nur als einer von vielen möglichen Filmen gesehen werden. Der Rest ist unter <strong><a href="http://www.womenartrevolution.com/">www.womenartrevolution.com</a></strong> online zugänglich.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://filmfragmente.files.wordpress.com/2011/02/blackpowermixtape.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-406" title="Göran Hugo Olsson, The Black Power Mixtape 1967-1975" src="http://filmfragmente.files.wordpress.com/2011/02/blackpowermixtape.jpg" alt="" width="581" height="436" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Wesentlich unbeteiligter – zumindest was die geografische Verortung betrifft– ist der Standpunkt des schwedischen Filmemeachers Göran Hugo Olsson, dessen <a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20112476"><strong>Black Power Mixtape 1967-1975</strong></a> (2011) bereits auf dem Sundance Film Festival im Januar 2011 Premiere feierte. Wer hätte gedacht, dass in Schwedens Film- und Fernseharchiven massenhaft Material zur Black-Power-Bewegung versteckt war? Gut, dass es einer gemerkt hat und durch die Archive wilderte, um uns eine historisch angelegte Compilation zur afro-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung zwischen 1967 und 1975 zu liefern. Denn die seitens der US-Medien als Terrorvereinigung beschimpfte Black-Power-Bewegung rund um Bürgerrechtler Stokely Carmichael und Angela Davies lockte in den 70er Jahren auch einige schwedische Dokumentarfilmer an den Ort des Geschehens. Der daraus gebastelte Film wirkt teilweise wie eine Abarbeitung historischer Eckdaten, was man ihm aber hinsichtlich seines Informationsgehaltes und nicht zuletzt der musikalischen Untermalung gerne verzeiht.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://filmfragmente.files.wordpress.com/2011/02/wewerehere1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-377" title="David Weissman, We Were Here | We Were Here " src="http://filmfragmente.files.wordpress.com/2011/02/wewerehere1.jpg" alt="" width="594" height="461" /></a>Auf die Tränendrüse drückt David Weissman mit <a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20111645"><strong>We Were Here</strong></a> (2011), ebenfalls in der Sektion Panorama Dokumente. Der Film begibt sich ins San Francisco der frühen 80er Jahre, mitten ins Zentrum der amerikanischen Schwulenbewegung, die zu der Zeit Opfer der epidemischen Ausbreitung von AIDS wird. Anahand ausgewählter Interviews und einer Fülle von Archivmaterial zeigt David Weissman, welche Auswirkungen die vorerst als &#8220;Gay Cancer&#8221; bezeichnete Immunschwächeerkrankung auf die Bürger von San Francisco hatte. Neben den sehr persönlichen Schicksalen zeigt der Film auch den hetzerischen Umgang der Medien mit dem Thema AIDS. We Were Here berührt durch den Appell an die Menschlichkeit. Wenn ich nur einen der gesehenen Berlinalefilme empfehlen könnte, dann diesen.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://filmfragmente.files.wordpress.com/2011/02/thequeen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-379" title="Tomer Heymann, The Queen Has No Crown | The Queen Has No Crown " src="http://filmfragmente.files.wordpress.com/2011/02/thequeen.jpg" alt="" width="579" height="429" /></a>Sehr sehenswert ist auch Tomer Heymanns Dokumentarfilm <a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20111426"><strong>The Queen Has No Crown</strong></a> (2011). Der israelische Filmemacher, der die Berlinale 2006 bereits mit <strong>Paper Dolls</strong> bespielte, beschert seinem Publikum eine facettenreiche und sehr  private Studie, die familiäre, politische und sexuelle Identitäten  gleichsam kritisch und einfühlsam offenlegt. Im Vordergund steht das  Leiden seiner Mutter, die durch den Wegzug ihrer Kinder mit der eigenen  Einsamkeit konfrontiert wird. Daneben handelt der Film auch von der  Suche nach Liebe, vom Loslassen und Ankommen. Heymann verirrt sich aber nicht in familiären Zwistigkeiten und Schicksalsschlägen, sondern  traut sich auch politische Konfliktherde, wie den  israelisch-palästinensischen Konflikt oder den privaten und öffentlichen  Umgang mit Homosexualität im Nahen Osten zu betreten.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://filmfragmente.files.wordpress.com/2011/02/dreilebenpet.jpg"><img class="size-medium wp-image-383 alignnone" title="Christian Petzold, Etwas Besseres als den Tod | Beats Being Dead | Etwas Besseres als den Tod " src="http://filmfragmente.files.wordpress.com/2011/02/dreilebenpet.jpg?w=300" alt="" width="281" height="157" /></a> <a href="http://filmfragmente.files.wordpress.com/2011/02/kmnn.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-385" title="Dominik Graf, Komm mir nicht nach | Don't Follow Me Around | Komm mir nicht nach " src="http://filmfragmente.files.wordpress.com/2011/02/kmnn.jpg?w=300" alt="" width="236" height="158" /></a> <a href="http://filmfragmente.files.wordpress.com/2011/02/eineminutedunk.jpg"><img class="size-medium wp-image-384 aligncenter" title="Christoph Hochhäusler, Eine Minute Dunkel | One Minute of Darkness | Eine Minute Dunkel" src="http://filmfragmente.files.wordpress.com/2011/02/eineminutedunk.jpg?w=300" alt="" width="280" height="158" /></a></p>
<p>Nun wird es Zeit für einen Schwenk in Richung Forum, nämlich auf einen 4,5 stündigen Filmbrocken, den ich jedem nörgelnden GEZ-Zahler nur wärmstens empfehlen kann. Als Fernsehfilm von WDR, BR und ARD Degeto produziert, ist die Wirkung von <a href="http://www.arsenal-berlin.de/forum/programm/special-screenings/dreileben.html"><strong>Dreileben</strong></a> (2011) auch auf der großen Leinwand durchaus anregend. Das Projekt ist die Frucht einer theoretischen Auseinandersetzung zwischen Christian Petzold, Dominik Graf und Christoph Hochhäusler mit den Themen Genre, Filmästhetik und Berliner Schule in der Filmzeitschrift  <a href="http://www.revolver-film.de/"><strong>Revolver</strong></a> (Heft 16) aus dem Jahr 2006.</p>
<p>Die Regisseure zeigen uns darin drei <em>&#8220;Filme in Korrespondenz&#8221;</em>, die jeweils um einen Kriminalfall im Thüringischen Städtchen <em>Dreileben</em> (eigentlich Oberhof bei Suhl) kreisen, jedoch aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt werden. Es ist Sommer in Dreileben und ein Sexualstraftäter ist aus einer Anstalt ausgebrochen. Christian Petzold nimmt dies zum Anlass, um mit &#8220;Etwas Besseres als den Tod&#8221;, ein Coming-of-Age-Drama zu inszenieren, das er in der Peripherie des Kriminalfalls ansiedelt. Dominik Graf schickt in &#8220;Komm mir nicht nach&#8221; eine Münchner Psychologin an den Tatort, die dort nicht nur mit dem bizarren Vorfall, sondern auch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert wird. Christoph Hochäusler schließlich, führt uns in seinem düsteren &#8220;Eine Minute Dunkel&#8221; in das Innenleben und das Umfeld des gesuchten Straftäters.</p>
<p>Die drei Filme nacheinander zu sehen beschert einem das Vergnügen, die Schnittstellen filmischer Korrespondenzen nachzuverfolgen und die unterschiedlichen Handschriften der drei Autorenfilmer in direktem Bezug zueinander wahrzunehmen. Ausgestrahlt wird <strong>Dreileben</strong> als TV-Mehrteiler voraussichtlich im September 2011. Das Filmmagazin <a href="http://www.cargo-film.de"><strong>CARGO</strong></a> hat die Regisseure bei den Dreharbeiten begleitet, Einblicke dazu gibt es<strong> <a href="http://vimeo.com/15057334">hier.</a></strong></p>
<p><a href="http://filmfragmente.wordpress.com"><em>Dieser Text ist auch auf Fragmente erschienen.</em></a></p>
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		<title>Berlinale Wrap-Up #1</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Feb 2011 06:59:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Trotz eisiger Minusgrade, befinden wir uns uns mitten in der heißesten Filmzeit des Jahres in Berlin: der 61. Berlinale. Vom 10. bis zum 20. Februar verwandelt sich die Gegend um den Potsdamer Platz in einen großen roten Teppich. Aber viel wichtiger als Stars sind natürlich die Filme, die hier ihre Premieren mehr oder weniger erfolgreich <a href="http://dp.wiklog.com/2011/02/19/berlinale-wrap-up-1/"> read more <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Trotz eisiger Minusgrade, befinden wir uns uns mitten in der heißesten Filmzeit des Jahres in Berlin: der <a href="http://www.berlinale.de/">61. Berlinale</a>.  Vom 10. bis zum 20. Februar verwandelt sich die Gegend um den Potsdamer  Platz in einen großen roten Teppich. </strong> Aber  viel wichtiger als Stars  sind natürlich die Filme, die hier ihre  Premieren mehr oder weniger  erfolgreich über die Leinwand bringen. Hier  folgt eine kleine  Zusammenfassung der Kandidaten, die in irgendeiner  Weise besonders  inspirierend, mitreißend oder enttäuschend waren.<img title="Weiterlesen..." src="http://filmfragmente.wordpress.com/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p>Der diesjährige Eröffnungsfilm stammt von den Coen Brüdern: <a title="Informationen zu &quot;True Grit&quot; im Berlinale Programm 2011" href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20111220" target="_blank"><strong>True Grit</strong></a> (2010) kann und- so schwer es mir fällt, es zuzugeben– nur mäßig der  Coen-Stimmung gerecht werden, die man sich erwartet.<br />
Die 14- jährige  Mattie Ross (Hailee Steinfeld) überzeugt den rauhen  Kopfgeldjäger  Rooster Cogburn (Jeff Bridges) davon, ihr bei der Suche  und Exekution  des Mörders ihres Vaters zu helfen. Gemeinsam mit dem  dubios gekleideten  texanischen Sheriff LaBoeuf (Matt Damon) reiten sie  in Richtung Rache.  Ohne den hinreißenden Jeff Bridges und den  charmant-dämlichen Matt Damon  wäre dieser <em>Post-Western </em>einfach  ein  Film geworden, in dem ein  starkes Mädchen aufgrund ihres zähen   Charakters zwar in einer von  Männern dominierten Welt durchkommt, aber   dafür mit erheblichen  Zugeständnissen rechnen muss. Der Dude mischt  dem Westerngebräu die  nötige Portion Lässigkeit bei.</p>
<p>Weg von den Enttäuschungen, hin zu den positiven Überraschungen: <a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20113234"><strong>Almanya</strong></a> (2010). Die Schwestern Yasemin und Nesrin Samdereli haben einen Film über türkisch-deutsche Migranten gedreht. <em>Gähn</em>-   denkt man. Wieder einer dieser Problemfilme, die einem den Humor aus   der Hirnrinde saugen und statt mit Vorurteilen &#8220;aufzuräumen&#8221;, diese eher   indirekt verfestigen. Alle die so denken, haben diesmal nichts zu   meckern.<br />
In Almanya wird die Geschichte der Familie Yilmaz erzählt. Der   Großvater kommt als Gastarbeiter nach Deutschland, holt später seine   Frau und die zwei Söhne nach, bleibt in Deutschland und sie wachsen zu  einer  türkisch-deutschen oder deutsch-türkischen Großfamilie heran. Nun  wird  der Enkel Cenk in der Schule auf seine Herkunft aufmerksam  gemacht und  will nach seinen Wurzeln forschen – schließlich muss er  sich ja für eine  Mannschaft entscheiden – entweder Türke oder  Deutscher. Beides geht  nicht. So erzählt ihm seine Tante, wie alles  begann&#8230; Dabei spielen die  Regie-Schwestern einerseits mit vorhandenen  Klischees, betten diese  jedoch so geschickt und humorvoll in die  Familiengeschichte ein, dass  man nicht zu nervigen Verallgemeinerungen  verleitet wird, sondern eher  durch das Zucken im Zwerchfell eigene  Denkweisen hinterfragt.</p>
<p><a title="Informationen zu &quot;The Future&quot; im Berlinale Programm 2011" href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20112139" target="_blank"><strong>The Future</strong></a> (2011) von Alleskönnerin Miranda July erzählt in typisch skurriler   July-Manier aus der Perspektive einer Katze die Geschichte von Jason   (Linklater) und Sophie (Miranda July), einem Indie-Pärchen aus Los   Angeles.<br />
Das Paar ist Mitte 30, also in fünf Jahren 40, was sich ja  beinahe an  die dumpfe 50 anschmiegt und damit nur noch mit Kleingeld  gleichgesetzt  werden kann. Die tickende Uhr des Lebens macht sich bei  den beiden  aber erst dann richtig bemerkbar, als sie beschließen eine  Katze, die  sie verletzt auf der Straße aufgesammelt und im Tierheim  abgegeben  haben, zu adoptieren. Nun haben sie 30 Tage Zeit (so lange  dauert es  bis das Pfötchen der Katze verheilt und sie somit adoptierbar  ist) um  ihr derzeitiges Leben um-, auf- und wieder abzukrempeln.  Tanzlehrerin  Sophie kündigt ihren Job, trennt sich vom Internet und übt  an einer  vorzeigbaren YouTube- Tanzchoreografie. Jason wird zum  Hausierer,  scheitert bei dem Versuch Bäume zu verkaufen und lernt dabei  einen  lebensklugen Senioren kennen, der ihn mit leicht obszönen  Limmericks  und Beziehungsratschlägen zur Seite steht. <em><br />
Wie wäre es, wenn man die Zeit anhalten könnte? </em>Diese  Frage  stellen sich nicht nur Jason und Sophie. Miranda July versucht  mit  einer Ladung Humor, einer Prise Schrulligkeit und einer Menge   hintergründiger Dialoge dem nachzugehen, was Möglichkeit ist und   vielleicht Zukunft wird. Nach <strong>Ich und Du und Alle, die wir kennen</strong> (2006) ist <strong>The Future </strong>Miranda Julys zweiter Spielfilm. Ihr Buch <strong>10 Wahrheiten</strong> versammelt Kurzgeschichten und Anekdoten und ist 2008 im Diogenes Verlag erschienen.</p>
<p>Zurecht gehyped wird Wim Wenders&#8217; 3D Spektakel <a title="Informationen zu &quot;PINA&quot; im Berlinale Programm 2011" href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20115613" target="_blank"><strong>PINA</strong></a> (2011). Eine Hommage an eine beeindruckende Frau, die sogar mit   geschlossenen Augen alles sah. Pina Bauschs Wuppertaler Ensemble   präsentiert uns visuelle Zuckerstücke aus &#8220;Café Müller“, „Le Sacre du   Printemps“, „Vollmond“ und „Kontakthof“. Alles Choreografien die Pina  Bausch  zu Lebzeiten mit Wim Wenders für das gemeinsame Projekt aus  ihrem  Repertoire auswählte.</p>
<p>Das krasse Gegenstück dazu will ich euch natürlich auch nicht   vorenthalten, auch wenn er aus der Sektion Panorama kommt. Größtenteils   leiden nämlich Filme, die sich mit dem Zusatz 3D schmücken, an   uninteressanter Handlung, schlechten Dialogen und miserablen   Schauspielern – Filme wie Gareth Maxwell Roberts&#8217; <a title="Informationen zu &quot;The Mortician&quot; im Berlinale Programm 2011" href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20114389" target="_blank"><strong>The Mortician</strong></a> (2010). Das als SF-Märchen angepriesene Trauerspiel kann lediglich mit einem netten Setting beeindrucken. Darin darf Method Man einen introvertierten Bestatter spielen, der seinen Ödipuskomplex durch ein Reenactment auslebt, um mit sich und der düsteren Welt um ihn herum wieder ins Reine zu kommen. Er hilft einem kleinen Jungen und dessen Restfamilie beim Kampf gegen üble Straßengangster, die mal wahllos und mal gezielt Menschen umbringen. Gelegentlich schaut er bei seiner warmherzigen Lieblingsprostituierten vorbei, die am Ende des Films zu seiner Partnerin wird. Das einzig Positive: Man weiß wieder, was ein schlechter Film ist– aus dem Kino flüchten ist hier erlaubt.</p>
<p><a title="Informationen zu &quot;Margin Call&quot; im Berlinale Programm 2011" href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20112343" target="_blank"><strong>Margin Call</strong></a> (2011)  von Regisseur J.C. Chandor beschreibt den Vorabend der US-  Bankenkrise  von 2008. Wall Street. Es finden bereits rigorose  Entlassungaktionen  statt, da entdeckt ein gewiefter Risikomanager, dass  die Rechnung, auf  der sämtliche Kreditvergaben basieren, doch nicht  aufgeht. In einem  eiligen Mitternachtsmeeting besprechen die hohen und  weniger hohen Tiere  des nun marode gewordenen Großunternehmens den Weg  des geringsten  Verlustes – natürlich nicht für die Mehrheit der noch  ahnungslosen  Bürger, sondern die Porsche fahrende Minderheit der  Manager. Wer die  Gelegenheit hatte <strong><a title="Informationen zu &quot;Cleveland Versus Wall Street&quot; auf don't panic, it's organic!" href="../2010/07/04/my-son-my-son-what-have-ye-donecleveland-vs-wall-street/" target="_blank">Cleveland Versus Wall Street</a> </strong>(2010)   von Jean-Stéphane Bron zu sehen, den wird Margin Call mit 98,4%iger   Sicherheit kaum berühren. Dafür kann man die schauspielerische Leistung   von Jeremy Irons dankbar über sich ergehen lassen.</p>
<p>Übrigens kann man sich die Filmkatalogartikel der Berlinale online  kostenfrei auf den heimischen Bildschirm holen. Einfach im Online  Programm den Film suchen und dann dort das PDF herunterladen.</p>
<p>Das war erst mal ein kurzer Überblick über die glänzenden und matten Perlen der 61. Berlinale. Nachschub kommt bald!</p>
<p><a href="http://wp.me/p1k826-45"><em><span style="color: #333333;">Dieser Beitrag ist auch auf Fragmente erschienen.<br />
</span></em></a></p>
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		<title>127 Hours</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Feb 2011 18:02:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dontpanicitsorganic</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kino]]></category>
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		<description><![CDATA[Ohne auch nur einen Menschen zu benachrichtigen macht sich der abenteuerlustige Aaron Ralston (James Franco) auf in die Berglandschaft von Utah. In einer kleinen abgelegenen Schlucht gerät der Bergsteiger jedoch in eine lebensbedrohliche Situation, als ihm ein abstürzender Felsbrocken auf den Arm rollt und ihn scheinbar ausweglos gefangen hält. Ausgerüstet mit kargem Proviant und einer <a href="http://dp.wiklog.com/2011/02/11/127-hours/"> read more <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ohne auch nur einen Menschen zu benachrichtigen macht sich der abenteuerlustige Aaron Ralston (James Franco) auf in die Berglandschaft von Utah. In einer kleinen abgelegenen Schlucht gerät der Bergsteiger jedoch in eine lebensbedrohliche Situation, als ihm ein abstürzender Felsbrocken auf den Arm rollt und ihn scheinbar ausweglos gefangen hält. Ausgerüstet mit kargem Proviant und einer dürftigen Ausrüstung versucht Ralston zu überleben. Sein einziger Kompagnon ist ein Camcorder, mit dem er die qualvollen Stunden bis zu seiner aufreibenden Befreiungsaktion für die Nachwelt dokumentiert. Zwar muss er dabei mehr als nur Schweiß und Blut lassen, wird aber um eine wichtige Erkenntnis bereichert…<span><br />
<strong>Hintergrund:</strong><br />
Das Drehbuch basiert auf Aaron Ralstons 2004 publiziertem Buch <em>Between a Rock and a hard Place</em> (deutscher Titel: Im Canyon) und wurde von Danny Boyle und Simon Beaufoy, die 2008 für Slumdog Millionaire den Oscar für den Besten Film erhielten, für die Leinwand adaptiert.<br />
<em>127 Hours</em> ist sechs mal für den Oscar nominiert; unter anderem in den Kategorien Bester Film und Bester Hauptdarsteller.<br />
<strong>Kritik:</strong><br />
Basierend auf einer wahren und übermenschlich wirkenden Geschichte, macht Danny Boyle mit seinem gutgewählten Darsteller James Franco eine One-Man-Show. Die meiste Zeit über sehen wir nur ihn: Einen Menschen, der angesichts der totalen Konfrontation mit der eigenen Person eine innere Entwicklung durchmacht – was für einen Film immer eine besondere Herausforderung bedeutet. Danny Boyle versucht diese Problematik mit Rückblenden und Traumsequenzen zu lösen. So erinnert sich Aaron Ralston an die letzte Beziehung, an seine Familie, an verpasste Chancen und an die zwei Amateur-Bergsteigerinnen, denen er vor seiner Begegnung mit der Felsspalte mit einem blasiertem Grinsen die Bergwelt erklärte.</span></p>
<p>Mit einem „Ooops“ fängt es an. Das ist das Wort, welches Aaron mit halber Ungläubigkeit angesichts seiner abstrusen Situation aus dem Mund purzelt: Sein Arm steckt unter einem enormen Felsbrocken und er selbst hängt an ihm und einige Meter über dem rettenden Boden. „Ooops“ – In diesem Wort steckt die Art von Zugeständnis, die alles gnadenlos offenlegt. Mit diesem Wort <a href="http://independentfilme.com/wp-content/uploads/2011/02/James-Franco-127-Hours-Szene.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-3301" title="James Franco - 127 Hours - Szene" src="http://independentfilme.com/wp-content/uploads/2011/02/James-Franco-127-Hours-Szene.jpg" alt="James Franco - 127 Hours - Szene" width="240" height="159" /></a>beginnt auch für den Zuschauer die Metamorphose des Helden, der – anfangs noch ein unzugänglicher Draufgänger – im Laufe des Films zwar glücklicherweise nicht zu einem typischen Hollywoodhelden mutiert, aber es immerhin zeitweise schafft, Respekt zu erzeugen. Es handelt sich um Respekt vor einem Menschen, der in der absoluten Zurückgeworfenheit auf sich selbst die eigenen Fehler gnadenlos aufdeckt, sich an ihnen abarbeitet und dadurch neue Kraft schöpft. Einen Menschen, der scheitert, weil er bei aller Unabhängigkeit und dem Wunsch nach Selbstverwirklichung nicht mit einem wichtigen Hindernis gerechnet hat: Sich selbst.</p>
<p>Aber das „Ooops“ springt dem Zuschauer von <em>127 Hours</em> schon früher vor die Augen. Als er nämlich zu Beginn des Films von einer offensiven Videoclipästhetik heimgesucht wird, die ihm vermitteln soll, mit welcher Sorte Held er es in den folgenden 90 Minuten zu tun haben wird. Oberflächlich und ungebunden räumt dieser den eigenen Bedürfnissen absoluten Vorrang ein. In Zeiten ständiger Erreichbarkeit und permanenter Vernetztheit verzichtet er darauf, sich mitzuteilen und katapultiert sich damit in den Schlund der eigenen Vorhölle. Boyles unmissverständliche Botschaft, die Rückbesinnung auf die Gemeinschaft und Familie, gerät zuweilen in kitschige Gefilde, die durch eine Portion Fatalismus gegen Ende des Films dem malträtierten Publikum bitter aufstoßen kann.<br />
Andererseits: Es gibt Menschen wie Aaron Ralston, die sich immer wieder ihre Eigenständigkeit unter Beweis stellen müssen. Menschen, die sich nur auf sich selbst verlassen, weil sie Ungebundenheit mit Unabhängigkeit gleichsetzen und Hilfenehmen für sie Schwäche bedeutet. In der Auseinandersetzung mit eben jener Schwäche, keine Hilfe annehmen zu wollen, blüht der Film für einige Momente auf. Nämlich genau dann, wenn Boyle seinen Protagonisten mit der Videokamera zur Selbstreflexion zwingt. Dadurch erhält <em>127 Hours</em> paradoxerweise einen Moment von Unmittelbarkeit, der dem restlichen Film fehlt. Denn die Selbstbefreiungsaktion eines Mannes, der 127 Stunden in einer Felsspalte klemmt, hätte durchaus auch Stoff eines knackigen Kurzfilms sein können. Auch wenn die Anreicherung der Story durch Rückblenden und Traumsequenzen dazu beiträgt das Publikum auf Trab zu halten, sind diese Sequenzen lediglich in der Peripherie einer Geschichte anzusiedeln, die ohne sie einfach weniger filmtauglich wäre. Und das merkt man auch. Denn so schmerzhaft und quälend Ralstons Situation auch gewesen sein mag, spürt der Zuschauer diese nicht etwa durch Identifikation mit der Figur, sondern durch das Aussitzen eines mal aufwühlenden, größtenteils aber eher drögen Ein-Mann-Kammerspiels. Boyles Fokus liegt dabei nicht wirklich auf seinem Protagonisten, sondern auf der Beweihräucherung seiner eigenen Virtuosität.<br />
<strong>127 Hours</strong> USA 2010<br />
<strong>Genre</strong>: Drama<br />
<strong>Originaltitel</strong>: 127 Hours <strong>Regie</strong>: Danny Boyle <strong>Drehbuch</strong>: Danny Boyle, Simon Beaufoy <strong>Darsteller</strong>: James Franco, Amber Tamblyn, Kate Mara, Clémence Poésy<br />
<span><br />
<em>Diese Review ist auch auf <a href="http://independentfilme.com/127-hours-film-kritik/">independentfilme.com</a> erschienen.</em><br />
</span></p>
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		<title>Somewhere</title>
		<link>http://dp.wiklog.com/2010/11/16/somewhere/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Nov 2010 22:47:35 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Kino]]></category>
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		<description><![CDATA[Sofia Coppolas neuesten Film Somewhere (2010) haben wir mit Spannung erwartet. Seit dem 11. November ist er im Kino – ob er hält, was der Trailer verspricht, erfahrt Ihr hier! Der hippe Hollywood-Star Johnny Marco (Stephen Dorff) hat scheinbar alles, was man mit Geld kaufen kann: Semiprofessionelle Gogo- Girls tanzen auf Abruf und halbnackt in <a href="http://dp.wiklog.com/2010/11/16/somewhere/"> read more <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sofia Coppolas neuesten Film <a href="http://www.somewhere-movie.jp/">Somewhere (2010)</a> haben wir mit Spannung erwartet. Seit dem 11. November ist er im Kino – ob er hält, was der Trailer verspricht, erfahrt Ihr hier!</strong></p>
<p><a href="http://dp.wiklog.com/2010/11/16/somewhere/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Der hippe Hollywood-Star Johnny Marco (Stephen Dorff) hat scheinbar alles, was man mit Geld kaufen kann: Semiprofessionelle Gogo- Girls tanzen auf Abruf und halbnackt in seinem Hotelzimmer herum, Papparazzi-Lieblinge tummeln sich auf seinen Parties und Johnnys Filme sind zumindest so erfolgreich, dass die Presseagentin seinen Hintern für bekriechungswürdig hält.</p>
<p>Doch irgendwie steht Johnny vollkommen neben sich. Und wer ist er überhaupt? Hat er neben einem vollen Geldbeutel irgendwas zu bieten, oder ist sein Dasein so sinnlos wie die ziellosen Runden, die er im schwarzen Ferrari auf den Highways um Los Angeles dreht? Die schlummernde Bitterkeit wird mit Alkohol und schnellem Sex narkotisert, Zerstreuung wird zum ultimativen Mittel gegen die Auseinadersetzung mit der eigenen Identität.</p>
<p>Erst als Tochter Cleo (großartig gespielt von Elle Fanning) Johnny besuchen kommt, wird er sich seiner Einsamkeit wirklich bewusst. Cleo, so scheint es, lässt der Ruhm ihres Vaters kalt– und genau dieser Umstand verringert die Distanz, die Johnny mittlerweile zu sich und seiner Umgebung aufgebaut hat. Immer ist er stiller Beobachter, als ob er nicht Teil seines eigenen Lebens wäre. Diese Momente der Reflexion breitet Coppola in langgedehnten und eindrucksvollen Standbildern aus. Niemals blickt man neidisch auf diesen armen, reichen Typen, der scheinbar nicht viel geleistet hat, außer andere Menschen und nicht zuletzt sich selbst zu enttäuschen. Doch kann man wirklich Mitleid für Johnny empfinden?</p>
<p>Irgendwie nicht so recht. Auch wenn einige Momente wieder den Indie-Geist erahnen lassen, den man an Sofia Coppolas Filmen so schätzt. Und auch wenn wir viele schöne Bilder vor die Augen geworfen bekommen, die von Phoenix stimmig vertont werden. Die inszenierte Distanz vereinnamt quasi das Publikum, sodass keine wirkliche Begeisterung aufkommen kann. Zumal schon zuviel Product-Placement diesen Film für sich beansprucht, als dass er wirklich Indie wäre. Dafür wirken Stephen Dorff und Filmtochter Elle Fanning umso besser platziert.</p>
<p><strong>Somewhere</strong> zeigt die Krise eines Menschen, der eigentlich alles hat außer ein wirklich selbstbestimmtes Leben. Vieles wirkt jedoch zu konstruiert, sodass man vergeblich auf eine sich nicht einstellen wollende Dynamik warten muss. Mag sein, dass dies gewollt ist– die dabei aufkommende Langatmigkeit ist es wohl nicht, weil sie die zu vermittelnde Monotonie vielleicht andeutet aber nicht bezugsfähig macht. So schaffen es die wenigen Augenblicke, die wirklich berühren könnten, nicht, den restlichen Tran verdaubar zu machen. Übrig bleibt eine Menge Ballast und ein Ende, das ebenso uninnovativ ist, wie das Sujet des einsamen Schauspielers selbst. Die Bleibt nur fraglich, ob dieser augenscheinlich autobiographische Stoff wirklich auf die Leinwand oder eher in Sofias Tagebuch gehört&#8230;</p>
<p>[rating=3] bis [rating=4]</p>
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		<title>You Will Meet a Tall Dark Stranger</title>
		<link>http://dp.wiklog.com/2010/10/14/you-will-meet-a-tall-dark-stranger/</link>
		<comments>http://dp.wiklog.com/2010/10/14/you-will-meet-a-tall-dark-stranger/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 14 Oct 2010 20:46:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dontpanicitsorganic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmfreak]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Woody Allen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab geht&#8217;s mit Woody Allens neustem Baby! Ich sehe den Mann deiner Träume (You Will Meet A Tall Dark Stranger) 2010 kommt am 2. Dezember in die deutschen Kinos. Ob des Meisters jüngstes Baby an die Wonneproppen früherer Zeiten anknüpfen kann oder sich im cinematographischen Treibsand verläuft, erfahrt ihr hier! Jetzt erstmal in den Trailer <a href="http://dp.wiklog.com/2010/10/14/you-will-meet-a-tall-dark-stranger/"> read more <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ab geht&#8217;s mit Woody Allens neustem Baby!</strong></p>
<p><a href="http://mann-deiner-traeume-derfilm.de/"><strong>Ich sehe den Mann deiner Träume</strong></a> (You Will Meet A Tall Dark Stranger) 2010 kommt am 2. Dezember in die deutschen Kinos. Ob des Meisters jüngstes Baby an die Wonneproppen früherer Zeiten anknüpfen kann oder sich im cinematographischen Treibsand verläuft, erfahrt ihr hier! Jetzt erstmal in den Trailer schnuppern:</p>
<p><a href="http://dp.wiklog.com/2010/10/14/you-will-meet-a-tall-dark-stranger/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><strong>Zum Plot:</strong></p>
<p>Irgendwo in London geht die alternde Helena (Gemma Jones) auf den Ratschlag ihrer Tochter Sally (Naomi Watts) hin zu einer Wahrsagerin. Ihr Gatte Alfie (Anthony Hopkins) hat sie nach über 40 Jahren Ehe verlassen, was Helena umso empfänglicher für die aufmunternden Worte und Whiskeyrationen der dubiosen Hellseherin macht. Prompt erfährt Helena, dass bald ein unbekannter großer Mann in ihr Leben treten wird.</p>
<p>Derweil hat ihre Tochter ebenfalls mit matrimonialen Mätzchen zu kämpfen. Ihr Mann Roy (Josh Brolin) – eigentlich diplomierter Arzt– arbeitet sich lieber an Romanen als an Patienten ab. Doch leider hat er außer einem mittelguten Buch bislang nichts Lesenswertes produziert. Zwar schreibt er an seinem neusten Schmöker, doch lässt er sich auch zu gern von seiner bezaubernden Nachbarin Dia (Freida Pinto) ablenken, die er täglich vom Fenster aus beim Musizieren beobachten kann.</p>
<p>Auch Sally denkt ans Seitenspringen: Sie arbeitet in einer Kunstgalerie und ist dabei, sich in ihren charmanten Chef Greg (Antonio Banderas) zu verlieben, der widerum für Sallys Protegé Iris (Anna Friel) entflammt.</p>
<p>Alfie hingegen sucht erst sexuelle, dann monogame Erleuchtung bei Charmaine (Lucy Punch), einem Halbzeitcallgirl mit schauspielerischen Ambitionen. Bestenfalls soll sie ihm den Sohn schenken, den er nie hatte. Als Gegenleistung bekommt die schrille Blondine alle Wünsche erfüllt, die sie unter ihrem aufgepumpten Busen trägt. Doch schnell wird klar, dass Alfie seine Hochglanzuschi trotz Potenzpillen nicht vollends befriedigen kann. Zu Helena kann er auch nicht zurück – denn die hat in der Zwischenzeit ihren Traummann kennengelernt&#8230;</p>
<p><strong>Kritik:</strong></p>
<p>Alle Figuren sind auf der Suche nach dem Glück in einem von Sinnlosigkeit durchzogenen Leben. Doch ist es gut, der Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz mit einem sinnlosen Film zu begegnen? Allen lässt hier einige Brandherde brodeln und löscht gerade mal einen ab. So plätschern die verschiedenen Erzählstränge vor sich hin, finden im Gegensatz zu <a href="http://dp.wiklog.com/2009/11/22/whatever-works/">Whatever Works</a> nicht zusammen und werden einfach fallengelassen. Wir bekommen also Sackgassen, Umleitungen und Einbahnstraßen geboten. Nur Helena findet einen Parkplatz – ihren großen, dunklen Unbekannten. Der ist zwar klein und hell, aber immerhin gehört ihm ein okkulter Buchladen. Sinnlos also, wir haben verstanden.</p>
<p>Der Film lebt vielmehr von den einzelnen Momenten. Die lassen bestenfalls die Ironie des Lebens mit voller Wucht gegen das irrende Individuum prallen, sind dann aber wieder von nichtigen Plattitüden umsäumt, die ebenso auf Stammtischrunden von Niederbayern bis Neubrandenburg vorzufinden wären.</p>
<p>Was bleibt ist ein zartes Zwicken im Zwerchfell, ein gnädiges Räuspern und die Hoffnung, dass der nächste Woody Allen <a href="http://www.imdb.com/title/tt1605783/">Midnight in Paris</a> mehr Substanz haben möge- trotz Carla Bruni.</p>
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		<title>Rubber</title>
		<link>http://dp.wiklog.com/2010/09/22/rubber/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 06:57:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dontpanicitsorganic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmfreak]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[WTF]]></category>

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		<description><![CDATA[Über Mr. Oizo aka Quentin Dupieux ersten Kinofilm Rubber (2010) hatte ich hier schon berichtet. Nun kommt die Review zum aggressiven Reifen, der das Morden nicht lassen kann! Zum Plot: Rubber handelt von einem Reifen (Robert) der langsam zum Leben erwacht, seine psychokinetischen Kräfte und daraufhin seine Lust am Morden entdeckt. Er lässt durch pure <a href="http://dp.wiklog.com/2010/09/22/rubber/"> read more <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Über Mr. Oizo aka Quentin Dupieux ersten Kinofilm <a href="http://www.rubberfilm.com/">Rubber</a> (2010) hatte ich <a href="http://dp.wiklog.com/2010/05/22/kill-reifen-kill/">hier</a> schon berichtet. Nun kommt die Review zum aggressiven Reifen, der das Morden nicht lassen kann!</strong><br />
<span><br />
<img src="http://dp.wiklog.com/wp-content/uploads/2010/09/rubber-de-quentin-dupieux-4536604kuczq.jpg" alt="Rubber" /><br />
</span><br />
<strong>Zum Plot:</strong><br />
Rubber handelt von einem Reifen (Robert) der langsam zum Leben erwacht, seine psychokinetischen Kräfte und daraufhin seine Lust am Morden entdeckt. Er lässt durch pure Willenskraft zunächst ein bisschen Müll und Kleinvieh zerplatzen, bevor er sich an größeres Getier und schließlich menschliche Wesen macht. Diese &#8220;Coming of Age&#8221;- Story ist eingebettet in eine weitere Geschichte – nämlich die der Zuschauer, die in der Wüste von Los Angeles den Killerreifen per Fernglas beim Morden beobachten. Schließlich finden beide Handlungsstränge zueinander und wir spähen in den aktuellsten Teaser:<br />
<p><a href="http://dp.wiklog.com/2010/09/22/rubber/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
<strong>Kritik:</strong><br />
Für Quentin Dupieux – das wird ziemlich schnell klar- ist Rubber eine Hommage an die Sinnfreiheit. Klingt zunächst spannend, verliert aber in Anbetracht des ständigen Bestehens auf Absurdität ziemlich schnell an Witz. So wirken Dupieux Bemühungen wie ein nervendes –weil streberhaftes– Aufbegehren gegen gängige Genrebestimmungen und gipfeln in der puren Lust an Selbstbestätigung.<br />
Aus der überschaubaren Handlung, die zum Glück nicht ganz humorfrei ist, wäre wohl ein knackiger Kurzfilm geworden. Denn in 85 Minuten kann man sich trotz beeindruckender Optik und der netten Idee eines Killerreifens das sporadische Gähnen nicht verkneifen. Zumindest dreht der Sound am Kreislauf:<br />
<p><a href="http://dp.wiklog.com/2010/09/22/rubber/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
<strong>Fazit:</strong><br />
Obwohl er bereits als Kultfilm gehandelt wird, muss man <strong>Rubber</strong> nicht gesehen haben. Sollte Dupieux seine Attitüde loswerden und den dringenden Willen zur Absurdität in eine subtilere Form zwängen, darf man auf sein nächstes Filmerzeugnis gespannt sein!<br />
Der Film war bislang nur auf Fantasy-Filmfestivals zu sehen, ob er einen deutschen Kinoverleih findet, ist unklar. [rating=3]</p>
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