Die Errettung der Vorhaut und so
Ja, richtig gelesen. Wir kommen gleich zur Sache: Bei HEEB bin ich über einen recht eigenwilligen Comic-Helden gestoßen, nämlich Foreskin Man.
foreskinman.com via heeb
Was er macht? Na er rettet natürlich Buben vor dem bösen Dr. Mutilator. Dieser sieht selbst aus wie ein fleischgewordenes Stück- ähm- Sülze und hat die Maxime, möglichst viel frühkindliche Vorhaut abzukratzen. Unvorstellbar? Na dann schaut her:
Erfunden hat das Ganze Matthew Hess, mehr Infos dazu findet ihr hier.
It’s working/MGMT
Ohren und Augen auf für MGMT mit “It’s working” aus dem aktuellen Album Congratulations. Regie führte So Me- der Titel ist also Programm:
Vimeo Direkt So Me
Street Fighter, Werwölfe und Hirnmassenkarambolage
Ab und an ist es angebracht, das Nostalgieorgan zu füttern und in sanfte Regression zu verfallen.
Ja, diese Töne habe sich einigen tief in die Schädeldecke eingebrannt- Shoryuken und ab in die 90er!
via Buzzfeed
Wer sich jetzt fragt, was die Kids von heute so treiben, lehnt sich bitte zurück und genießt:
Wieso muss ich immernoch an Blanka denken? Da bleibt nur die Hoffnung, dass wenigstens die kommende Generation von Stephenie-Meyer-Ausfluss verschont wird!
Dann doch lieber nudelnde Hirnmasse, die uns -immerhin auf sehr organische Weise- zu einem Autokauf anregen soll:
via BuzzFeed
Fiat, WTF?
Granteln 2.0
Absolut sinnfrei und frisch aus dem Netz kommen hier zwei gutgelaunte Kerle mit viel Dampf unter der Schädeldecke. Also Mund zu und Augen auf!
Wir alle kennen ihn. Anzutreffen im öffentlichen Nahverkehr, in der Supermarktschlange wahlweise auch in der Münchner Ludwigsvorstadt: Der gemeine Grantler. Das Gesicht zu einer Presswurst verzogen, die Stimme dumpf und polternd, quasi miese Laune auf zwei Beinen.
Klar, gelegentliche Aussetzer sind potenziell kathartisch, gesund und empfehlenswert. Doch bei regelmäßigem Training, wächst auch der Grantelmuskel und kann geradezu soziopathische Ausmaße annehmen.
Amüsant ist das Ganze aber durchaus -bei angemessenem Sicherheitsabstand jedenfalls:
via nomnomnom
Mehr davon gibt’s bei shitrandyhates. Ein gefrusteter Kerl aus Portland lästert dort ausgiebig über Popkultur, Hipsterzeug und alles, was du vielleicht magst. Selten war schriftliche Aggression so bissig. Sorgt mit Sicherheit für ein böses Grinsen, auch wenn Wes Anderson hier nicht gerade gut wegkommt!
Das reicht erstmal, zum Schluss gibt’s organischen Wildwuchs auf die Augen!

via mrod.wordpress.com
Wo hört Baumpflege auf?
Der Blobfisch und andere Weichteile
Mund zu und Augen auf für die organischen Fundstücke der Woche!

via mnn.com
Der Blobfisch (Psychrolutes marcidus) gehört zur Familie der Dickkopf-Groppen und ist quasi der Reiner Calmund des Pazifischen Ozeans. Erster Ausruf: WTF! Zweiter: Das arme Ding! Klar, man stelle sich vor, wie der kleine, gallertartige Blobfisch-Junge täglich im Fischgarten von seinen Mitfischen gemobbt wird, weil er seinen Speichelfluss nicht unter Kontrolle hat und aussieht wie ein fleisch- bzw. fischgewordener Hubba Bubba.
Als ob das nicht doof genug wäre, ist er außerdem vom Aussterben bedroht. Wenn also jemand spontan den Drang verspürt, sein künftiges Buch, sagen wir mal Blobfisch-Roadkill zu betiteln, möge er sich bitte bei mir melden. Denn vielleicht kann man so dafür sorgen, dass dieses groteske Geschöpf noch ein paar Lenze weiter herumschwubbern darf. Beim Axolotl hat’s ja auch funktioniert, wie man hier nachlesen kann.
Wir bleiben schleimhaltig. Spätestens seit Isabella Rossellinis Green Porno, wissen wir mehr über das Untenrum von Weichtieren. Martin Püschel, ein deutscher Illustrator, hat sich ganz der akkuraten Wiedergabe von Schneckengenitalien verschrieben. So sieht das dann aus:

via vice
Ein Interview gibt’s hier.
Genug mit dem Tierkram, wir werden wieder anthropozentrisch. Was passiert, wenn man to eat pussy seiner metaphorischen Bedeutung entledigt und in den Ofen schiebt? Anatomisch korrektes Naschwerk, natürlich: Muschi-Cupcakes!

via jetzt.de und buzzfeed.com
Hunger? Bitteschön: Das Rezept zum Nachbacken. Alle anderen dürfen sich bei so viel optischer Reizüberflutung gerne ein regressives Nickerchen gönnen, eingebettet in diese organischen Sofakissen:

via etsy
So, und wann gibt’s endlich Blobfischkissen oder jemanden, der sich grafisch, vielleicht sogar kulinarisch mit dem Reproduktionsorgan von besagtem Meeresbewohner auseinandersetzt? Neuigkeiten bitte an mich weitergeben!
Von Bloggern und Internet-Freaks

via dailydesignmag
Googelst du dich manchmal selbst? Und, wenn ja, würdest du es mit ‘intellectual mastrubation’ gleichsetzen?
Sind alle Blogger verkappte Egozentriker und dienen Blogs nur der eigenen Selbstdarstellung? Leben wir in einer Netokratie?
Benjamin Rassat hat sich in seinem Dokumentarfilm Von Bloggern und Internet-Freaks (Frankreich, 2009) diese und ähnliche Fragen auf den Rücken geschnallt und ist damit bei Bloggern, Mediengurus und Freaks wie The Compulsive Confessor, Andrew Keen oder Loïc le Meur hausieren gegangen. Wo Bloggen aufhört und Wahnsinn anfängt ist dabei manchmal nicht ganz klar:
via makemebad35
Rassat will unsere medial durchwachsene Lebensgestaltung behandeln, schwenkt dann zeitweise eher auf den vermeintlichen Narzissmus der Blogger, um gegen Ende noch die Kurve zu einem gelungenen Meta-Beitrag über unser virtuelles Geblubber zu kriegen. Der Filmkonsum lohnt sich jedenfalls -auch für alle Nichtblogger.
Von Bloggern und Internet-Freaks lief am 21. April auf ARTE und ist noch ein paar Tage auf ARTE+7 verfügbar.
Es fischelt und die Top 5 der bescheuertsten Suchbegriffe
Aufgepasst, ich hole aus zum organischen Rundumschlag, einmal queer durchs Netz und zurück, also Mund zu und Augen auf!

via keeper.com
Weil ich weiß, wie sehr ihr weibliche Hygeneprodukte schätzt, stelle ich euch ein Utensil vor, das den niedlichen Namen Mooncup trägt und nach Klempnerwerkzeug von Fisher-Price aussieht. Was das mit Amy Winehouse zu tun hat, erfahrt ihr bei heebmagazine.com und wie es funktionieren soll seht ihr hier:
Wer Gefallen an der Protagonistin gefunden hat, der kann sich auf houseochicks.com seine persönliche Schmusevulva besorgen.
Es bleibt fischig und wir Blicken wieder filmwärts. Genauer gesagt zu einem bedeutenden Wendepunkt aus Francis Ford Coppolas Meisterwerk Der Pate.
Erinnert ihr euch an die Szene im ersten Teil, als Santino einen toten Fisch aus der kugelsicheren Weste des (ebenfalls toten) Luca Brasi auswickelt? Nach diesem Ereignis fügt sich Michael endlich der familiären Ordnung, quasi Fisch sei Dank.
Wer nun dem akuten Bedürfnis nachgehen möchte, sämtliche Fischsorten durchzudeklinieren, kann sich unter asicilianmessage.tumblr.com sattsehen, hier ein Vorgeschmack:

via asicilianmessage.tumblr.com
Den Kontext dazu gibt’s hier.
Zum Absch(l)uss folgt eine Liste der fünf denkwürdigsten Suchbegriffe, mit denen dieses Blog gefunden wurde (Ja, ich kann das sehen):
- Auf Platz 5 Hugh Hefner (in allen möglichen Schreibweisen), weil hier marginal erwähnt.
- Platz 4 geht an Kader Loth (bevorzugt oben ohne), weil hier behandelt.
- Platz 3 geht an Bartwichse in München kaufen (gibt’s in der Drogeriemarktkette Müller und hier online)
- Auf Platz 2 Hermaphroditen Sex Film, vielleicht kann Isabella Rossellini hier helfen.
- Somit auf Platz 1 Blut im Stuhl Muskelkater panik
Don’t panic, it’s organic!
“The fate of the world is safe in Crystal Castle!”
Zur Abwechslung was auf die Ohren.
Bitte den Gehörgang frei machen für die Crystal Castles und ihren bezaubernden White Lies-Remix Death, optisch gestützt wird das Ganze durch Andreas Nilssons bedrückende Filmästhetik:
we are crystal castles
we are 1 boy and 1 girl
we are named after She-Ra’s home
we play rough
Und hier das Original von den White Lies:
Watching the world so small below
I love the dreaming when I think of
The safety in the clouds out my window
I wonder what keeps us so high up
Could there be a love beneath these wings
If we suddenly fall should I scream out
Or keep very quiet and cling to my mouth as I’m crying
So frightened of dying
Relax, yes, I’m trying
But fear’s got a hold on me
Yes, this fear’s got a hold on me
Quelle: http://lyricwiki.org/White_Lies:Death
GTMUMAVRXENB
Moustachismus
Zeit für organische Gesichtsschmeichler.Viele Menschen kennen es: Sie schauen in den Spiegel und fühlen sich irgendwie unvollkommen. Meist liegt das an der Nacktheit rund um den Labialbereich.
Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung leidet unter akuter Bartlosigkeit. Grund genug, sich diesem testosteronträchtigen Thema semiseriös zu widmen. Hier werden einige vielversprechende Utensilien und Hintergrundinformationen rund um das haarige Stück Lebensfreude vorgestellt, also Mund zu und Augen auf und Humorhose an!
Wer nach diesem großartigen Einstieg, unbedingt auch Flusen unter die Nase will- hier gibt’s was für den kleinen Geldbeutel und den großen Bastler. Bei freemoustache.com kann man gleich vierfacher Bartlust fröhnen. Der Klassiker- ausdrucken, ausschneiden und wohlfühlen:
Bei etsy.com findet sich auch so einiges zum haarigen Thema. Von Kissen, über Tassen bis hin zu Schmuck und Klamotten, es sprießt scheinbar aus allen Poren:
gesehen bei UIEgeek
Organische Bescheuertheit muss belohnt werden, Daumen hoch für folgende Pfotenwärmer:

gesehen bei sifuesignstudio
Und etwas weiter bauchnabelabwärts:

gesehen bei Undies
Aber auch für anatomisch besserbestückte findet sich passendes, wie diese exquisite Bartwichse:

gesehen bei MansFaceStuff
Genug davon. Definitiv ist der Moustache in den letzten Jahren Muse von allerlei Nutz-und Spaßartikelproduzenten geworden. Wer sich hier ausklinken will, kann sich bei sounds like me Verstärkung holen.
Horchen wir weiter in das Land des Schnurrbarts:
“Isch bin ein Orgasme von Konsert und mach dir dein Ueft bewege”
Bei solch einer Aussage, steigt die Erwartung natürlich enorm. Hier kommen also die Franzosen von Mini Moustache mit eingängigem Discozeug. Zugegeben, das Video der Kerls sieht stark nach hausgemacht aus:
http://myspacetv.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&videoid=43615798
Wem das jetzt zu hormonhaltig wird, kann sich mal hierüber Gedanken machen: Einer Studie zufolge, die eine Psychologiestudentin 2004 an er Uni Kiel erhob, werden angeblich bärtige Menschen als sympathischer, gebildeter und attraktiver eingestuft, als ihre bartlosen Mitmenschen. Mehr zum potenziellen Karriereschub durch Rasierentzug, gibt’s beim Manager Magazin.
Sind Bärte eigentlich autotroph? Hier noch ein gelungenes Stück Filmkunst, zauberhaft:
Manchmal kann man sich eine Person nicht ohne ihren Bart vorstellen, so beispielsweise bei den Mädels von ZZ Top. Versucht es mal!
Nach so viel Männlichkeit, werfen wir zum Schluss noch einen verstohlenen Blick in die Gegenrichtung. Hirsutismus nennt sich das haarige Phänomen bei Frauen.
Don’t panic, it’s organic!
KZZ3SWK9K9YB
Stadtgeflüster
Einige Objekte sollte jede Stadt haben. Hier kommt eine absolut subjektive Auswahl an sinngerechten Happen. Also Mund zu und Augen auf!
Kürzlich in Mainz gesehen und für nachahmenswert befunden: Die offene Bibliothek. Eine feine Sache, wenn im Laufe der Zeit nicht nur Super- Illus von 1996 ausleihbar sind…

Hier geht’s zum Faktenfutter.
Wir bleiben intellektuell. Glücklicherweise findet man in vielen Städten eine Goethestraße. Die in München ist bekanntlich besonders deutsch, in etwa so wie diese wundervolle Eiskreation, auf die man in den gutdurchmischten Tiefkühltruhen der dortigen Feinkostbasare stoßen kann. Gleich neben den gefrorenen Sardienen, extrem organisch:
Sowas schlägt auch bei Ben&Jerry’s an:
Um den Speichelfluss umzulenken und meiner Frage nachzugehen, was folgende Objekte bezwecken sollen, blicken wir verstohlen westwärts.
Neulich auf einem Straßburger Trödelmarkt gefunden und für dubios erklärt:
Ist das vielleicht Kunst? Um akuter Ratlosigkeit und aufsteigendem Banausengefühl zu entgehen, kann man sich von einem Mundspray goßzügig helfen lassen:
Mehr von Dana Wyse gibt’s hier und da, sowie francophon bei paris-art.com
Ist das euch zu abstrakt oder einfach nur zu weit weg? Also zurück nach München und an die Bruchlinien von Werbung, Streetart und dem Wunsch sich sofort ein ABC-Pflaster zuzulegen. Tief Luft holen und in Deckung gehen:

Mehr dazu gibt’s hier.
Schluss mit Kneifen!
Ja, in den Weiten des Netzes lauert allerhand Nebensächliches. Aber wühlen lohnt sich! Denn manchmal findet man wahre Schätze ganz tief unten! So auch hier:

Das Web platzt vor Kinokritiken, da freut es Blase und Prostata, wenn sich mal einer um die organischen Bedürfnisse filmhungriger Kinogänger kümmert! Zu viel Bionade und Brauereierzeugnisse melden sich nämlich genau dann, wenn man sich erwartungsfroh dem Leinwandgeschehen widmen will. Belastenderweise rutscht da die Konzentration bauchnabelabwärts: Durchhalten oder Erleichterung verschaffen, um dann eventuell DIE Szene zu verpassen? Jetzt, oder in fünf Minuten?
Hierzu gibt RunPee die Antworten. Die blasophilen Cineasten haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Filmstellen herauszusuchen, die man ohne schlechtes Gewissen an/auf/neben der Kloschüssel verbringen kann. Kurze Zusammenfassung verpasster Inhalte gibt’s obendrauf! Hier entdeckt und für organisch befunden, daher ab jetzt in der Blogroll!
Die Alternative könnte nämlich andere Sinne belasten:

Zuerst gesehen bei zeitgeist und erwerblich bei thebrowncorporation.com.
Organisches aus der Akademie
Um das Kunsthappensortiment etwas aufzufüllen geht’s für ein paar Tage nach Venedig, genauer auf die 53. Biennale. Zuvor kommt hier heimische Kost, Impressionen von der Jahresaustellung der Akademie der Bildenden Künste. Also Mund zu, Augen auf. Und das bitte ganz fest, denn den Geruch von gemächlicher Verwesung will ich euch ersparen, seht selbst:


Nicht weniger organisch, dafür weniger blutig geht es weiter mit dem Lustwandel (2009) von Constanze Stumpf:


Mehr davon findet ihr hier. Wir bleiben beim Fleischlichen und werfen einen Blick auf Chloé Esme Suttons eher klinisches Werk.


Bei Asja Schubert wird es merkwürdig, abwegig und grün. Schmeckt nach Jahrmarkt und wirkt verstörend:

Mehr davon gibt’s hier. Seltsam geht es weiter:

Zuletzt noch ein bizarrer Kurzfilm aus dem Juliprogramm der futureShorts:
Schaurig geht es weiter mit dem neusten Kurzfilm des Horrormeisters Guillermo del Toro:
http://www.dailymotion.com/videoxaxhnsUnd jetzt schnell ablenken mit diesem zauberhaften Musikvideo namens Sentimental Journey von Nagi Noda, besungen von der japanischen Pop-Queen Yuki:
Nicht sentimental werden, bis bald!
Mit Uschi im Sommerloch
Von wegen Politikverdrossenheit: Nach anspruchsvollen, ja fast schon Arte-würdigen Reality- Formaten wie BigBrother, die Alm und die Burg soll’s also nun die Politik sein.

Erst “Das perfekte Promi Dinner”, jetzt die Weltherrschaft!, dachte sich wohl “Alm-Königin” Kader Loth, 36, in einem ihrer häufigen Geistesblitze. Neben Parteigründerin und “Ex- CSU-Rebellin” Gabriele Pauli, mischt sie also nun in der Freien Union (FU) mit.

Mit so nachdenklichen Phrasen wie “Jeder hat mal einen Werdegang.” schaffte es die ansonsten luderliche Busenuschi also, Pauli von ihrer Eignung zur parteieigenen Frauenbeauftragten zu überzeugen. “Ihr Wahlprogramm hat mich auch irgendwo beeindruckt”, bestätigt sie dem Focus Online in einem ihrer zahlreichen Interviews. Das Ideenpapier der FU besticht jedenfalls mit dem genialen, aber dennoch dezent gehaltenen Leitmotto “Für wahre Werte” – “Friede, Liebe, Freude, Geduld”.
Ob sie den Absprung von Seite 3 in den Politikteil schaffen wird? Einst löste sie jedenfalls das SPD- Parteikürzel als Politische Soziale Demokratie auf, aber wieso nicht? “Ich werde versuchen, mich politikgerecht zu kleiden und nicht mehr auffällig durch die Gegend zu rennen. Kader Loth war gestern.” Nachgelegt wird mit einem entschlossenen “Ich bin bereit, da mitzumischen.” Riecht man da die Hoffnung auf vermehrt männliche Wählerstimmen? Wie absurd: Sie wolle natürlich insbesondere auf die Frauen zugehen, erzählt sie in Spiegel Online. Klar, schließlich muss auch im Frauenhaus gelernt werden, welcher Selbstbräuner streifenfrei funktioniert und mit welcher Methode man am einfachsten lästige Härchen an schwererreichbaren Stellen loswird.
“Ich habe natürlich meine Partei und Frau Pauli im Rücken, und der erste Stein ist erstmal geworfen worden”, meint das halbsynthetische und selten ganzgekleidete Mischwesen. Auch hier rate ich zur Helmpflicht, absolut anorganisch!

Wir erinnern uns: Zuletzt sorgte Gabriele Pauli, die 51-jährige Gründerin und Bundesvorsitzende der Freien Union, mit ihrem Postulat nach einer Ehe auf Zeit nicht nur bei Romantikern für vehementes Schädelzucken, jetzt steht der Gedanke auch im Wahlprogramm der Fürtherin.
Während die aufreizenden Damen also wahrscheinlich die nächste Mottoparty auf Parteikosten organisieren, fragen wir uns, ob das stetige Tragen von Lack- und Lederkorsagen auch die Blutzufuhr zum Gehrin beeinträchtigt und wie lange es wohl noch dauert, bis die CDU endlich ihr eigenes Busenwunder, z.B. Rainer Calmund, einspannt?
Wer da ungläubig den krisengesättigten Kopf zu schütteln wagt, kann sich bei der SPD gleich mal in die Ecke stellen und reflektieren. Denn SPD- Generalsekretär, Hubertus Heil, nimmt „Super-Nanny“ Katharina Saalfrank auf seiner Deutschlandtour an die Hand und hofft somit, eine Lanze für die sozialdemokratischen Werte zu brechen.
Apropos Nanny: Die hätte wohl auch bei den morbiden Erziehungsmaßnahmen einer “angespannten” Berliner Mutter gebraucht werden können. Diese hielt es für pädagogisch einwandfrei, ihrem 19 Monate alten Sohn die eigenen Fäkalien zu spritzen. Mehr davon gibt’s hier. Soviel zum Sommerloch.
Unterleibsgeflüster
Zeit, sich mit der dunklen Seite menschlicher Hygienebedingungen zu befassen.

Jeden Tag müssen wir uns mit der peinlichen Säuberung postexkrementaler Unterleibsöffnungen herumschlagen, endlich gibt es eine glorreiche Erfindung, die diesen beschämenden Vorgang um eine ca 30 cm lange Vorrichtung entschämbar macht. Schluss mit archaischen Faltmethoden! Distanzgewinn und Mittelbarkeit versprechen nicht nur Versöhnung mit der Putzhand, sondern könnten gar eine Revolution für die Linke in arabischsprachigen Ländern bedeuten! Aber seht selbst:
Zuerst gesehen auf jetzt.de
Plastik ist nix für Euch? Hier die organische Variante:
Wir bleiben unten und beschäftigen und mit organischen Tönen im Kontext därmlicher Unkontrollierbarkeit. Endlich kommt die Verbindung von Business und Blähung, zückt eure Telefone in ergebener Dankbarkeit:
Weiterhin untenrum, jedoch ein paar Zentimeter versetzt- Achtung es wird heiß. Wir wissen, lange Ketten mit diversen Anhängseln sind an vielen Mädchenhälsen vorzufinden. Meist sind das kleine Herzchen, Pferdchen, Sternchen oder Schleifchen. Wäre es nicht absolut organisch, zur Abwechslung ein gutverstecktes, primäres Geschlechtsorgan kettentauglich zu machen?

http://www.etsy.com
Sorgt sicher in engen Clubgemäuern für ordentlich Gesprächsstoff! Für die moderne Individualistin: Einfach den persönlichen Intimabdruck einsenden und sich auf authentische Maßanfertigung freuen! Erinnert an Michel Houellbecqs Roman Plateform, in dem u.a. von einer (fiktiven) Künstlerin die Rede ist, die sich mit klitoralen Eigenabdrücken aus Gummi beschäftigt. Entdeckt bei youknowwhatidontknoweither.blogspot.com und erwerblich unter http://www.etsy.com . Wer lieber pure Weiblichkeit unterm Kopf statt am Hals haben will, knautschige Kissen in Uterus- und Vulvaform gibt’s natürlich auch.

http://www.etsy.com
Alles in liebevoller Handarbeit, natürlich. Wem bei soviel Vulvatalk jegliche Lippen trocknen, der kann sich gleich mit einem veganen Prachtstück namens Large Vegan Vulva beschmieren, wahlweise in Sweet Cherry, Lemon Tart und Honey Pot.

http://www.etsy.com
Gibt’s sowas auch in der Kerlsversion? Ja, zwar weniger kuschelig und anatomisch fragwürdig, dafür absolut reisetauglich und in Plastik!

Sade for Sade's Sake
Hier folgt die semisäuberliche Durchforstung des fein überladenen Kunstmarkts.
Paul Chan, Sade for Sade's Sake, 2009
Heute mit einem ästhetisch-erotischen Schattenspiel von Paul Chan (*1973). Sade for Sade’s Sake heißt die vielsagende Videoinstallation des US-amerikanischen Künstlers, die derzeit auf der 53. Biennale in Venedig zum Voyeurismus reizt. Darüber gestolpert bin ich beim Durchblättern der prachtvollen francophonen Kunstzeitschrift Beaux Arts Magazine. Nach dem Marquis de Sade steht Erotik für den grundlegenden Modus menschlicher Kommunikation, dessen allegorische Verarbeitung man hier in organischer Bewegtheit sehen kann:
Nachschlag des fast sechsstündigen Sextakels:
Verstörend ist die Mischung aus abstrakten Elementen und sexuell triebhaften/aggressiven Menschenfiguren, im Kontext eines kindlich anmutenden Schattenspiels. Sadismus pur, politische Konnotation ist gewollt. Für Aufsehen sorgte der Künstler zuletzt in New Orleans mit seiner Inszenierung von Samuel Becketts Warten auf Godot. Als Aktivist im Irak machte er durch experimentelle Großreportagen auf sich aufmerksam und ist Bestandteil einer neuen radikal politischen Künstlergeneration. Mehr von Chan, u.a. auch eigens gestaltete Schriftarten zur Komplettierung des Paul Chan Tastengefühls findet man hier. Wer das schaurige Lustspiel sehen will, hat noch bis 22. November Zeit.

Paul Chan, Sade for Sade's Sake, 2009
Bergwolf
Für ein paar Tage werde ich die heißgeliebte Tastatur nicht drücken können. Zuvor muss die Kietzstammstrecke noch um ein weiteres Imbisserlebnis erweitert werden.
Es folgt die äußerst einladende und nicht minder organische Speisekarte aus dem Münchner Szenewurstladen Bergwolf :

Appetitliche Speisekartensemantik, wenn der Gedanke an Drüsenflüssigkeit für feuchte Mundwinkel sorgt:

Jetzt etwas versöhnlicher und vegan:

Fotos: dontpanicitsorganic
Wie kommt man hin?
Fraunhoferstr. 17
80469 München
Tel.: 089 23259858
Zurück zum Thema, natürlich verschwinde ich nicht, ohne für ebenbürtige Vertretung gesorgt zu haben. Eventuell kennt ihr sie bereits, umso besser. Ich wünsche bon amusement mit folgenden Gesellen:
via hamsteronapiano.net
Im Grunde sind wir ja alle kleine Wesen, rücklings auf der Suche nach ein wenig Harmonie und Popcorn. Es geht intellektuell und höchst philosophisch weiter:
via
Zuletzt verfolgen wir die sardonischen Machtspiele dieser drei Wichte- und Einwurf!
via
Anspruch unten? Bis bald!
Er, Sie, Fetishism
Hier wird der fein überladene Kunstmarkt semisäuberlich druchwühlt und sinngerecht portioniert.
Mund zu, Augen auf für folgende fetischhaltige Erzeugnisse zweier Künstler, die man sich vom 30. Mai bis 16. August 2009 im Münchner Kunstbau/Lenbachhaus genehmigen kann: Tom Burr (*1963) und Monica Bonvicini (*1965) .

Ab jetzt im Kunstbau
Zwei klangvolle Namen der internationalen Gegenwartskunst, die zum gemeinsamen Sujet die funktionale Bestimmung sozialer Räume hinsichtlich psychologischer, gesellschaftlicher und geschlechtsspezifischer Konventionen haben. Beide Vertreter der Minimal Art, setzten sich auf jeweils unterschiedliche Art mit der Thematik auseinander, doch zunächst eine visuelle Orientierung:

Tom Burr Put Down I, 2003 (Foto: blocbuster)

Monica Bonvicini Foto: Roberto Marossi Courtesy of the artist & Galleria Emi Fontana, Milan, West of Rome, Los Angeles © Monica Bonvicini, VG Bild-Kunst, Bonn 2009
Materialien der S/M Szene, wie Leder, Riemen und Stahlketten sind Bestandteil einiger Werke beider Künstler. Hierbei werden scheinbar gewöhnliche Werkzeuge (Zaumzeug, Hammer) durch ihre Verbindung mit anders konnotierten Materialien in einen Kontext von Herrschaft und Macht gerückt, Fetishism.

MONICA BONVICINI / TOM BURR Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus München Arbeiten von Tom Burr © Tom Burr
Wir beleuchten zunächst Monica Bonvicini mit ihrer Videoinstallation Destroy She said, 1999: Es geht um die mediale Darstellung von Geschlechterrollen. Genauer um die Konstruktion von Weiblichkeit im Film, wobei die männliche Komponente mittels Architektur repräsentiert wird. Will heißen: Filmschnipsel von ängstlichen, wohlgeföhnten 60er Jahre- Ikonen, die sich hilfesuchend an Wände, Türen und Mauern lehnen, auf der Flucht vor dem ungenannten Unbekannten. Das “Destroy”- Element befindet sich räumlich vor den Leinwänden, aber seht selbst:

Monica Bonvicini Destroy She said, 1999 (Foto: blocbuster)
Wenn das bekannt vorkommt: Die gebürtige Italienerin und Wahlberlinerin konnte man mit eben dieser beeindruckenden Videoinstallation bereits 2008 in der Münchner Pinakothek der Moderne im Rahmen der Ausstellung Female Trouble besichtigen. Angeprangert wird also das medial inszenierte Rollenverständnis, gefordert wird radikales Umdenken. Metaphorisch gesehen: Aufruf zur Dekonstruktion der architektonischen Männlichkeitskonstruktion, anders gesagt: Eine ordentliche Portion Kastrationsdrohung.
Gemütlich geht es weiter, folgendes Werk sieht nach einer Mischung aus Hochseilgarten und S/M- Spielplatz aus und hört auf den wegweisenden Namen Never Again, 2005, reinsetzten und wohlfühlen erlaubt!
Hier 2 Tonnen Alte Nationalgalerie, 1998:
"2 Tonnen Alte Nationalgalerie", 1998 (Foto: Kerry Ryan McFate/Courtesy PaceWildenstein, New York)
Auch der New Yorker Tom Burr beschäftigt sich mit der wechselseitigen Beziehung von räumlichen Konstrukten, ihrer politischen und sexuellen Prägung/ Identifikation. Und auch hier sieht man die Leerstellen, die durch ihre Abwesenheit auf Körperliches schließen lassen:

Tom Burr (Foto: blocbuster)

Worn out, 2005 Sperrholz, Zinkscharniere, Farbe, Teppich 101 x 60 x 259 cm Courtesy of Galerie Kamm, Berlin
Hier zwar nicht, aber vor Ort zu sehen ist seine Fotoserie von öffentlichen Toiletten in New York: Die Reflexion der räumlichen Prägung unserer genderspezifischen Wahrnehmung. Manchmal kann man seine Ausstellungen sogar in eben solchen Notdurftanstalten, oder in Zoos und Parks besichtigen, denn Burr versteht den konventionellen Kunstraum lediglich als eine Möglichkeit unter vielen. Seine Werkschauen finden oft im öffentlichen Raum, nicht selten in Zwischenräumen statt. Wer libidinösen Hardcore erwartet, findet ihn hier nur bedingt und wenn, dann jedenfalls in sozial verträglichem Rahmen. Organischer Kunstgenuss stellt sich besonders bei Vorkenntnissen ein, virtuelles Künstlerstalken lohnt sich!
- Preis: 2€/ermäßigt 1€
Fleischlutschen in der Pommesboutique
Erweitere deine Kietzstammstrecke: Pommesboutique und Blue Nile

Foto: http://www.pommesboutique.de/minigolf/bilder.html

Foto: http://www.pommesboutique.de/minigolf/bilder.html
Wer kennt das nicht: Man kommt ermattet aus Vorlesung oder sonstwoher, hat immenses Magengrummeln nach deftiger Currywurst und verspürt gleichzeitig den Drang, sein Handicap zu verbessern? Nun hat man die Gelegenheit, beide Triebe, quasi synchron und in grün auszuleben. In der Pommesboutique, Amalienstraße 46, findet man die lang herbeigesehnte Synthese aus Minigolf- und Bio- Currywurstgenuss, belgische Pommes gibt’s obendrauf, das wurde auch Zeit! Ebenfalls auf der wohlbestückten Speisekarte: Bio-Cevapcici-Lollies mit Ajvar. Fleisch zum Lutschen, hmm!

Pommesboutique, Foto: blocbuster

Foto: blocbuster
Haptisch geht’s weiter mit dem potenziellen Gegenpol: Euch ist nach einem Hauch Exotik zumute und euer favorisiertes Besteck besteht aus wohlgekrümmten Fingerkuppen? Unbedingt ausprobieren: Das äthiopische Restaurant Blue Nile, wahlweise in der Schwabinger Viktor Scheffler-Str. 22 oder Siegesstr. 22a. Die Speisung sieht gewöhnugsbedürftig und ansatzweise vorverdaut aus, schmeckt aber großartig und bedient den Drang nach infantilem Handgemenge, absolut organisch. Wer will, kann seiner Lust nach bodenhafter Sitzfleischpflanzung nachgehen, pure, unbestuhlte Anarchie!

Mund auf, Augen zu














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