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Moustachismus

Zeit für organische Gesichtsschmeichler.Viele Menschen kennen es: Sie schauen in den Spiegel und fühlen sich irgendwie unvollkommen. Meist liegt das an der Nacktheit rund um den Labialbereich.

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung leidet unter akuter Bartlosigkeit. Grund genug, sich diesem testosteronträchtigen Thema semiseriös zu widmen. Hier werden einige vielversprechende Utensilien und Hintergrundinformationen rund um das haarige Stück Lebensfreude vorgestellt, also Mund zu und Augen auf und Humorhose an!

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Wer nach diesem großartigen Einstieg, unbedingt auch Flusen unter die Nase will-  hier gibt’s was für den kleinen Geldbeutel und den großen Bastler. Bei freemoustache.com kann man gleich vierfacher Bartlust fröhnen. Der Klassiker- ausdrucken, ausschneiden und wohlfühlen:

Bei etsy.com findet sich auch so einiges zum haarigen Thema. Von Kissen, über Tassen bis hin zu Schmuck und Klamotten, es sprießt scheinbar aus allen Poren:

gesehen bei UIEgeek

Organische Bescheuertheit muss belohnt werden, Daumen hoch für folgende Pfotenwärmer:

gesehen bei sifuesignstudio

Und etwas weiter bauchnabelabwärts:

gesehen bei Undies

Aber auch für anatomisch besserbestückte findet sich passendes, wie diese exquisite Bartwichse:

gesehen bei MansFaceStuff

Genug davon. Definitiv ist der Moustache in den letzten Jahren Muse von allerlei Nutz-und Spaßartikelproduzenten geworden. Wer sich hier ausklinken will, kann sich bei sounds like me Verstärkung holen.

Horchen wir weiter in das Land des Schnurrbarts:

“Isch bin ein Orgasme von Konsert und mach dir dein Ueft bewege”

Bei solch einer Aussage, steigt die Erwartung natürlich enorm. Hier kommen also die Franzosen von Mini Moustache mit eingängigem Discozeug. Zugegeben, das Video der Kerls sieht stark nach hausgemacht aus:

http://myspacetv.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&videoid=43615798

Wem das jetzt zu hormonhaltig wird, kann sich mal hierüber Gedanken machen: Einer Studie zufolge, die eine Psychologiestudentin 2004 an er Uni Kiel erhob, werden angeblich bärtige Menschen als sympathischer, gebildeter und attraktiver eingestuft, als ihre bartlosen Mitmenschen. Mehr zum potenziellen Karriereschub durch Rasierentzug, gibt’s beim Manager Magazin.

Sind Bärte eigentlich autotroph? Hier noch ein gelungenes Stück Filmkunst, zauberhaft:

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Manchmal kann man sich eine Person nicht ohne ihren Bart vorstellen, so beispielsweise bei den Mädels von ZZ Top. Versucht es mal!

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Nach so viel Männlichkeit, werfen wir zum Schluss noch einen verstohlenen Blick in die Gegenrichtung. Hirsutismus nennt sich das haarige Phänomen bei Frauen.

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Don’t panic, it’s organic!

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Green Porno

Ab geht’s mit animalisch heißem Filmstoff, noch mehr Pappmaché und den akut-organischen Aufklärungsfilmchen von und mit Isabella Rossellini!

Warum nicht auf Pornofeldforschung im eigenen Vorgarten gehen, um mehr oder weniger Fleischliches unterhaltsam und gleichzeitig wissenschaftlich- korrekt darzustellen? Mit ihrem Regiedebüt zeigt Tochter von Ingrid Bergmann, Ex-Frau von Martin Scorsese und Muse von David Lynch, dass es funktioniert. Und zwar mit einer ordentlichen Portion Humor, einer Menge Papier und natürlich haufenweise organischer Kreativität. Achtung, es folgt Schneckensex:

Angeregt? Hier kommt Nachschub von der Spinnenfront:

Nicht zu vergessen, die Hermaphroditen, sehr anschaulich:

Auf der Berlinale von 2008 erstmals öffentlich zu sehen, gibt es jetzt schon die dritte Staffel von Green Porno, mittlerweile wird die grüne Seite stärker fokussiert. Vorher ergründet Isabella aber noch das Sexualverhalten von Meeresbewohnern. Hier ein Einblick in die asexuelle Fortpflanzung von Seesternen, man beachte das schelmische Grinsen:

Wer Lust auf Hintergrundiges und die dritte Staffel der einminütigen Dokuquickies bekommen hat, klicke sachte auf den Sundance Channel.

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Schluss mit Kneifen!

Ja, in den Weiten des Netzes lauert allerhand Nebensächliches. Aber wühlen lohnt sich! Denn manchmal findet man wahre Schätze ganz tief unten! So auch hier:

Das Web platzt vor Kinokritiken, da freut es Blase und  Prostata, wenn sich mal einer um die organischen Bedürfnisse filmhungriger Kinogänger kümmert! Zu viel Bionade und Brauereierzeugnisse melden sich nämlich genau dann, wenn man sich erwartungsfroh dem Leinwandgeschehen widmen will. Belastenderweise rutscht da die Konzentration bauchnabelabwärts: Durchhalten oder Erleichterung verschaffen, um dann eventuell DIE Szene zu verpassen? Jetzt, oder in fünf Minuten?

Hierzu gibt RunPee die Antworten. Die blasophilen Cineasten haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Filmstellen herauszusuchen, die man ohne schlechtes Gewissen an/auf/neben der Kloschüssel verbringen kann. Kurze Zusammenfassung verpasster Inhalte gibt’s obendrauf! Hier entdeckt und für organisch befunden, daher ab jetzt in der Blogroll!

Die Alternative könnte nämlich andere Sinne belasten:

Zuerst gesehen bei zeitgeist und erwerblich
bei thebrowncorporation.com.
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Unterleibsgeflüster

Zeit, sich mit der dunklen Seite menschlicher Hygienebedingungen zu befassen.

Jeden Tag müssen wir uns mit der peinlichen Säuberung postexkrementaler Unterleibsöffnungen herumschlagen, endlich gibt es eine glorreiche Erfindung, die diesen beschämenden Vorgang um eine ca 30 cm lange Vorrichtung entschämbar macht. Schluss mit archaischen Faltmethoden! Distanzgewinn und Mittelbarkeit versprechen nicht nur Versöhnung mit der Putzhand, sondern könnten gar eine Revolution für die Linke in arabischsprachigen Ländern bedeuten! Aber seht selbst:

YouTube Preview Image Zuerst gesehen auf jetzt.de

Plastik ist nix für Euch? Hier die organische Variante:

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Wir bleiben unten und beschäftigen und mit organischen Tönen im Kontext därmlicher Unkontrollierbarkeit. Endlich kommt die Verbindung von Business und Blähung, zückt eure Telefone in ergebener Dankbarkeit:YouTube Preview Image

Weiterhin untenrum, jedoch ein paar Zentimeter versetzt- Achtung es wird heiß. Wir wissen, lange Ketten mit diversen Anhängseln sind an vielen Mädchenhälsen vorzufinden. Meist sind das kleine Herzchen, Pferdchen, Sternchen oder Schleifchen. Wäre es nicht absolut organisch, zur Abwechslung ein gutverstecktes, primäres Geschlechtsorgan kettentauglich zu machen?

http://www.etsy.com

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Sorgt sicher in engen Clubgemäuern für ordentlich Gesprächsstoff! Für die moderne Individualistin: Einfach den persönlichen Intimabdruck einsenden und sich auf authentische Maßanfertigung freuen! Erinnert an Michel Houellbecqs Roman Plateform, in dem u.a. von einer (fiktiven) Künstlerin die Rede ist, die sich mit klitoralen Eigenabdrücken aus Gummi beschäftigt. Entdeckt bei youknowwhatidontknoweither.blogspot.com und erwerblich unter http://www.etsy.com . Wer lieber pure Weiblichkeit unterm Kopf statt am Hals haben will, knautschige Kissen in Uterus- und Vulvaform gibt’s natürlich auch.

http://www.etsy.com

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Alles in liebevoller Handarbeit, natürlich. Wem bei soviel Vulvatalk jegliche Lippen trocknen, der kann sich gleich mit einem veganen Prachtstück namens Large Vegan Vulva beschmieren, wahlweise in Sweet Cherry, Lemon Tart und Honey Pot.

http://www.etsy.com

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Gibt’s sowas auch in der Kerlsversion? Ja, zwar weniger kuschelig und anatomisch fragwürdig, dafür absolut reisetauglich und in Plastik!

Schlaumacher

Alles weiterhin Roger!

Ja, sie kommt. Die langerwartete Antwort auf Roger Willemsens taz- Kommentar zum  jetzt schon halbvergessene Finale von GNTM: “Der Exzess der Nichtigkeit aber erreicht seinen Höhepunkt, wo Heidi Nazionale mit Knallchargen-Pathos und einer Pause, in der man die Leere ihres Kopfes wabern hört, ihre gestrenge Entscheidung mitteilt und wertes von unwertem Leben scheidet. Da möchte man sechs Sorten Scheiße aus ihr herausprügeln – wenn es nur nicht so frauenfeindlich wäre”.

Tja, so schaut hierzu Heidis wohlüberlegte Antwort aus, oh, oder eventuell sind das doch Papas Sätze, die Klum die Woche über auswendig lernen musste und nun endlich wiedergeben kann. Also heißt es auf Bild.de mit der wegweisenden Schalgzeile Nach der Attacke von Roger Willemsen:

Jetzt schlägt Topmodel-Mama Heidi Klum zurück. Jugendliche, begebt euch nicht auf dieses Niveau!

Klum ist geschockt. Sie verstehe nicht, dass „ein angeblich intelligenter Mann“ eine solche Bemerkung von sich gebe: „Nämlich die, eine schwangere Frau zu verprügeln“, sagte sie der Nachrichtenagentur ddp. Sie hoffe, „dass andere Menschen und vor allem unsere Jugendlichen schlau genug sind, sich nicht auf das Niveau von Herrn Willemsen zu begeben“. (Ein wenig anders wird die Chose bei Spiegel Online beleuchtet.)

So, einer musste es ja mal sagen und, dass es von Willemsen kam, tut gut. Die Fragwürdigkeit des vermittelten Aggressionspotenzials sei nun dahingestellt. Klar wird nun empört der seitens Willemsen unglücklich gewählte Ausdruck “frauenfeindlich” polemisiert. Dabei ist es ab und zu mal angebracht, die Untenrum-Frage beiseite zu lassen und stattdessen die Inhalte zu beleuchten, um die es hier wohl auch gehen sollte: Sei es nun das ebenso beliebte, wie sinnfreie Sendeformat, oder dessen dürftige Moderation. Wenn Dieter Bohlen fragwürdige Kritik übt und selbst kritisiert wird, hört man danach selten Männerreigen zähnefletschend  aufschreien. Zu einem Diskurs gehört Kritik. Dass diese eher konstruktiv sein sollte, versteht sich. Aber knallen darf es an den richtigen Stellen schon mal ordentlich- na jedenfalls hypothetisch…