OFF/ON FORUM
Wer ein bisschen Off-Beat Kunst schnuppern will, sollte sich vom 10.-12. September unter eine der finanziell anspruchsvollsten Einkaufsmeilen Münchens begeben.

Im Rahmen der Open Art 2010 fungiert die Galeria Autonomica im Maximilansforum als Mitveranstalterin einer Sammelaustellung mit experimentellem Programm – das OFF / ON FORUM. Kunsthungrige bekommen die rare Chance, den „Underground der Münchner Kunstszene“ zu goutieren, wenn 16 Münchner Off Spaces die Grenzen visueller Präsentationsformen ausloten.
OFF / ON FORUM ist das erste gemeinsame Ausstellungsprojekt zwischen den Off Spaces und den Kunsträumen der Stadt. Gemeinsam ist allen Beteiligten eine nicht kommerzielle Ausrichtung und die Fokussierung auf junge Positionen. Außerdem will man natürlich frei von den fiesen Begleiterscheinungen urbaner Kunst sein: Irgendwann landet selbst die äußerste subkulturelle Antizipation in den seichten Gefilden von Mainstream und Massengeschmack. Dort will das OFF/ON FORUM nicht hineingeschubst werden, also geht hin und prüft nach!
Neben Installationen, die durch Form, Material, Inhalt den Charakter des jeweiligen Off Raums vermitteln wollen, werden Videoarbeiten und Publikationen gezeigt. Zusätzlich entsteht in einem Hinterraum des Maximiliansforums eine von den Initiatoren der Off Räume gemeinsam kuratierte Ausstellung, die das Spektrum der jungen Münchner Kunstszene sichtbar macht.
Beteiligt an OFF / ON FORUM sind:
DAS KLOHÄUSCHEN
E|324 – RAUM FÜR KUNST
EINWAND
GALERIA AUTONOMICA
GEBRÜDER
HEADEGG – DER RAUM
KUNSTBÜRO REILLPLAST
KANAL 12
RAUM 58
RSTR 4
STATION FOE 156
SUN GALLERY
SYNTOPISCHER SALON
VORSCHAU
WARENANNAHME
WELTRAUM
Der Eintritt ist frei, für mehr Informationen bitte hier klicken.
Boobsieb vs. Wurst am Stil
Dieses organisch bestickte Sieb gibt es übrigens auch in dunkleren Nuancen, unterschiedlichen Größen und Verformungen:

via Buzzfeed/etsy
Bei den happigen Preisen überlegt man es sich dann doch, ob man dem reizvollen Gedanken nachgehen sollte, Nudelwasser da durchzujagen. Mehr von der Künstlerin findet ihr hier.
Hitzewallungen? Wie wär’s mit einer tiefgekühlten Portion Mett von Schleck oder Buletto! Das Wurstblog hat uns eine fleischlustige Eiskarte zusammengestellt:

gesehen bei nerdcore via wurstblog
Marcel the Shell
Ich war Fischen und hab für euch eine kleine Muschel aus dem Vimeo-Meer gezogen: Marcel the Shell. Sein Erzeuger nennt sich Dean Fleischer-Camp und die zuckersüße Muschelstimme stammt aus dem Mund von Jenny Slate. Bitte zurücklehnen und bemuscheln lassen:
vimeo direktmarcel
Licht aus dem Wasserhahn
Mund zu und Augen auf für Organisches aus dem Kunst- und Designkosmos!
Den Anfang machen diese charmanten LED-Lichtinstallationen aus recycelten Rohren, handgefertigten Glühbirnen und gefundenen Objekten. Die Liquid Lights unterstützen das zero footprint movement und sehen außerdem sehr organisch aus:

via BuzzFeed/thesteampunkhome
Die niederländische Künstlerin Marianne Lammersen hat sich ebenfalls mit den organischen Verflechtungen von Natur und Technik auseinandergesetzt – zu sehen in Dynamic Stills :
Gesehen auf der st-art 2009 in Strasbourg, mehr von Marianne Lammersen findet ihr beim Sandberg Berlin Project.
“Woanders ist auch schlecht!?”
Mund zu und Augen auf für Urban Contemporary Art abseits von Banksy.
Die Galeria Autonomica aus Wetzlar bespielt am 24. Juli das Foyer der alten Kongresshalle mit einer temporären Gruppenausstellung.

Die bewusste Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit von Street-Art im Kontext von Urbanität soll wieder in den Mittelpunkt der am Mainstream kratzenden urbanen Kunst gerückt werden.
Wie wirkt sich die potenzielle Kurzlebigkeit auf den Entstehungsprozess der Werke aus? Wie und worin manifestiert sich das latente Risiko des Bald- nicht- mehr- Seins?
Zu sehen gibt es Illustrationen, Malerei, Installation und Mixed-Media- Erzeugnisse, deren philosphischen Kern man bei Bedarf mit einer gediegenen Flasche Gustl oder Biobrause magenfreundlich machen kann.
Mit dabei beim 12-stündigen Kunstquickie sind diesmal Pisa73 [Superplan/CTink] // Berlin, Base23 [Superplan] // Berlin, Beastiestylez // München, The Conestruction Inc. [Cone] // Saarbrücken, Veronika C. Dräxler // München, Czarnobyl // Berlin, Emess [ATM] // Berlin, Pabo [Superplan] // Berlin, Eliot [BK/AFM] // Berlin, mK [Südlibanesengang] // Fulda, Hate one [DAT] // Gießen, Preston Spurlock // New York, Mr. Jones // München, Johannes König // München
Für einen Eindruck, bitte den Flickr-Knopf oben rechts betätigen.
Hier kommen die Koordinaten:
Wann: Vernissage am Samstag den 24.07.2010 ab 12 Uhr
Ort: Foyer Alte Kongresshalle
Straße: Teresienhöhe 15
U4/U5 – Schwanthalerhöhe
Aftershowparty: ab 22:00 Uhr
Splatter-Kitsch und organische Möbel
Was passiert, wenn Jeff Koons auf George A. Romero trifft? Dieser Frage scheint die britische Künstlerin Jessica Harrison mit ihren kitschigen Splatter-Porzellanpüppchen nachgegangen zu sein. So sieht das dann aus:

Maria 2010, jessicaharrison.co.uk via nerdcore
Gemütlich und ein bisschen weiter bauchnabelabwärts geht es hier zu:

jessicaharrison.co.uk, Armchair 2009, mixed media
A synonym of our model of understanding, the work is an attempt to dissect and understand the bodily surface, reflecting our own shifting surface and a cultural quest to cut into that surface to increase knowledge. Fragile anatomies caught in limbo, silenced, blinded, swaddled, the work describes our urge to cut, to compare, to construct. (Jessica Harrison)
Mehr davon findet ihr hier.
BIG BANG BIG BOOM
Eine Art Evolutionsgraffitologie – oder nach BLU
“an unscientific point of view on the beginning and evolution of life … and how it could probably end.”
via rebel:art
Die personifizierte Grenzerfahrung- Marina Abramović im MoMA
Mund zu und Augen auf für Perfomance-Künstlerin Marina Abramović, die jüngst im New Yorker MoMA einige von 1565 kunsthungrigen Augenpaaren zu Tränen rührte.

Foto: © 2010 Marco Anelli via MoMA
Im Rahmen ihrer Retrospektive vom 14. März bis zum 31. Mai, konnte man Marina Abramović gegenübersitzen und sich von ihrer Wirkung beeinflussen lassen. Insgesamt 736 Stunden und 30 Minuten lang war die polarisierende Künstlerin präsent.
Bei art-magazin findet ihr einen Überblick über die obskuren, dramatischen und bescheuerten Vorfälle, die sich während der Auststellung mit dem programmatischen Titel The Artist is Present ereigneten. Hier gibt’s ein Interview und da mehr zu Hintergrund und vergangenen Performances.
Neugierig? Dann ab in den Webcam-Zusammenschnitt:
Wer Lust hat, kann sich hier durch die Masse der Besuchervisagen wühlen oder auf Marina Abramovic Made Me Cry eine Auswahl verweinter Gesichter begutachten.
Howard Silver hat vor The Artist is Present mit Marina Abramović über ihr Œvre gesprochen. Entstanden ist eine Webdoku, die man hier sehen kann.
Warum Kunst kein Geschlecht hat, was körperliche Grenzerfahrungen bedeuten und noch viel mehr erfahrt ihr außerdem in folgendem aspekte-Interview:
Und zum Schluss :
In vielen feministischen Ausstellungen verstecken sich schlechte Künstlerinnen hinter drei guten Namen. Viele Frauen sind nicht bereit, für die Kunst Opfer zu bringen. Sie opfern mehr dafür, Kinder zu haben. Man verfügt nun mal nicht über genug Energie, um alles zu vereinen. [...] Ganz unter uns: Mir gehen Kinder auf die Nerven.
Interview mit art-magazin
Und weil sie außerdem absolut gegen Drogen ist, hab ich mal den bloginternen Algorythmus angeschmissen, um Marina Abramovićs Erzfeind ausfindig zu machen. Das Ergebnis:

STROKE.02- Impressionen
Achtung, es wird wieder urban und artsy in München- Stroke.02 geht in die nächste Runde, also Mund zu und Augen auf!

herakut via flickr
Vom 27. bis zum 30. Mai bespielen mehr als 55 internationale Künstler mit über 1 000 Werken das Gelände der Ex-Landeszentralbank am Tucherpark. Von Filmvorführung, Live- Painting und Graffiti, über analoge Fotografie und Tortenmalerei bis hin zu gestrikten Geschlechtsteilen, aufgespießtem Geflügel und LEGO – die Berliner Veranstalter Marco und Raiko Schwalbe (INTOXICATED DEMONS) haben das alte Bankgebäude zusammen mit dem Münchner Team From Hell zu einer bunten Kunst-und Partyanlage gepimpt.
Ich hab mich durch den 10.000 qm- Dschungel der Urban Art gekämpft und ein paar Impressionen mitgenommen.
Wir fangen sozialkritisch an und werfen einen Blick auf die ATM Gallery:

Emess, ATM Gallery 2010 via flickr
Ziel der ATM Gallery ist es, ihre Künstler aus der Peripherie des Außenraums ins Zentrum des Bewusstseins zu rücken. Die Eingliederung ins Ausstellungssystem ist für einige Urban Artists eine Grenze, die sie nicht überschreiten wollen. Andererseits können Botschaften, die im öffentlichen Raum sonst undekodiert blieben, durch räumliche Verortung fruchtbar gemacht werden.
Wie auf der Stroke.01, kommt man beim Stichwort “Gesellschaftskritik” an der Münchner Street-Art-Größe Skore 183 nicht vorbei- will man ja auch nicht:
Skore 183, “Wallstreet Suite” 2010 via flickr
Nachschlag kann man sich in ganz München und bis zum 10. Juni in der Galerie artThiess holen. Ebenso beeindruckend sind die Materialarbeiten von Torsten Mühlbach, zusammengetackert aus internationalen Mülltüten:
Torsten Mühlbach”Superdeath”2009 via flickr
Was dem Kind sein Spinat ist dem urbanen Künstler seine Stroke. Sie soll den vermeintlich marktfernen Ausfluss der Subkultur fit für den großen Kunstmarkt machen. Und wie Spinat, polarisiert auch die Stroke. Einige genießen die Plattform zur lukrativen Selbstdarstellung, andere ziehen eher widerwillig mit und murren gegen die kommerzielle Polung der Messe. Trotzdem: Wenn zu Feierabend ein paar Werke verkauft sind, freut sich jeder. In einem Bild:
via flickr
oder auch ganz pragmatisch:
via flickr
Die Hot Cheese Crew gibt allen Fernsehkindern und Zöglingen der Masters of the Universe ein zeitgenössisches Stilleben:
via flickr
Faszinierend sind die Arbeiten der Künstler Maximilian Geuter und Rafael Gerlach, vertreten von firstlines. Sie haben der Natur organische Fremdkörper eingesetzt- wie harmonisch das wirkt, seht ihr hier:
GerlachGeuter aus der Serie “Waldinszenierungen”, 2010 via flickr
Sex schreit nach wie vor aus vielen Ecken, vielleicht nicht ganz so schrill wie sonst: Während einige Künstler immer noch Gefallen an orgiastischen Motiven mit viel prallem Fleisch finden, schieben die wenigen Künstlerinnen oft Geschlechterdifferenzen in den Bildmittelpunkt.
Ebenfalls organisch und fleischlustig zerrt Ben Wittner von xhoch4 mit seinem City Chicken an den Grenzen der Tierliebe. “Kunst zur Verbesserung der Menschheit” kann so aussehen:
Ben Wittner, City Chicken 2010 via flickr
Seit der Stroke.01 im Oktober 2009 hat sich einiges geändert. Alles ist größer, der Mietpreis pro Ausstellungsquadratmeter um ein Vielfaches teurer geworden und Sicherheitsleute stehen an jeder Ecke. Das trieft vor Ironie, wenn man bedenkt, dass viele Urban Artists nur zögerlich aus dem Schatten der Illegalität hervortreten und ihre Pseudonyme fallen lassen.
Passend geht es weiter mit den sympathischen Jungs der Galeria Autonomica aus Wetzlar und einem larmoyanten Zwinkern Richtung Kunstmarkt:

Christian Minke, Safety First, 2009 via flickr
Galeria Autonomica, via flickr
Wenn Lebensmittelfarbe und Dekadenz sich vereinen, sieht das ein wenig nach Chemielabor aus. Das neue Café Kubitscheck hat sich mit dem wohlklingenden Motto “Fuck the Backmischung” per Online-Aufruf einen Tortendesigner gesucht- und natürlich gefunden. Das Ergebnis? Bitteschön:
via flickr
An Stroke.01 konnte man sich schon wund sehen. Das aktuelle Areal ist um einige Stockwerke und Nebenschauplätze größer, was sich dementsprechend auf Zeitplanung und Bindehaut auswirkt. Zwar stehen sich Qualität und Quantität hier wenig im Weg, doch gelegentlich zwickt einen das Gefühl, Zeuge redundanter Reproduktionen zu sein. Weichgespülte Gesellschaftskritik, die sich dem Markt anbiedert, ist aber nicht nur ein Problem der Urban Art.
Wir schweifen kurz ab, weil ich beim Thema LEGO noch dringend Christoph Niemann erwähnen muss, der aus den beliebten Plastikklötzchen inspirierend minimalistische Gedankengerüste baut, nämlich hier.
Und über Brasilien geht’s zurück nach München, wo wir einen Blick auf die Arbeit von Graffitigröße Claudio Ethos werfen, der für die Stroke.02 eingeflogen wurde:
via stroke.02
Zum Schluss noch zwei Bonbons: Wie im letzten Jahr waren auch diesmal die Künstler vom Castle Magazine vor Ort, mehr dazu gibt’s hier.
Während alle anderen ins Internetz abwandern, schalten die Jungs und Mädels vom Fotomagazin Der Greif auf analog und feiern die ästhetische Vereinigung von Fotografie, Literatur und Design. Das Ganze klingt so regressiv und ist dabei so charmant, dass es schon wieder Zukunft haben könnte!

via Der Greif
Und wie geht es für die weltweit erste Messe für Urban Art weiter? Die Stroke.03 verlässt München und findet vom 7. – 10. Oktober 2010 in Berlin statt. In diesem Sinne:
gesehen bei luis de dios
Wie anal darf es sein?
Hier wird der fein überladene Kunstmarkt semisäuberlich durchwühlt, einige beachtenswerte Prachstücke werden aufgegriffen und sinngerecht portioniert. Also Mund zu, Augen auf!

via nerdcore
Wie anal darf Kunst eigentlich sein? Das niederländische Künstlerkollektiv Atelier van Lieshout bewegt sich an der Bruchlinie zwischen Ästhetik und Nützlichkeit. Bis zum 2. Mai kann man die organischen Skulpuren der Künstler auf dem Außengelände des MUMOK in Wien begehen. Nebst der obigen BarRectum (2005), kann man sich dort auch in einen großzügig dimensionierten Damentorso namens Bikinibar (2006) und Darwin (2008), ein dunkelblaues Spermium, hineinfühlen. Hier eine kleine Einführung:
BarRectum, Arsch Bar, Asshole Bar, Bar Anus. While the translations sound different, the form is universally recognizable. The bar takes its shape from the human digestive system: starting with the tongue, continuing to the stomach, moving through the small and the large intestines and exiting through the anus. While BarRectum is anatomically correct, the last part of the large intestine has been inflated to a humongous size to hold as many drinking customers at the bar as possible. The anus itself is part of a large door that doubles as an emergency exit.
via ateliervanlieshout.com
Also, wer die Kombination aus Alkohol und Anus anregend findet, weiß wohin er gehen muss! Zum Rahmenprogramm gehört außerdem die Installation
„Anal Reactions 2.0.: Man vs. Woman“ von Jana Herwig a.k.a. digiom, BIKUM/quartier21:

Die Installation bewegt sich im Windschatten eines Internetphänomens: Ein
unaussprechlicher Trailer gerät in die Social Web-Zirkulation und taucht invisibilisiert
in Formvon Reaktionsvideos und somatischen Experimentalsituationen
wieder auf, in die Freundinnen ihre Freundinnen, Freunde ihre Freunde
versetzen und immer live mitfilmen.via MUMOk
Zum Abschluss entzückt uns Devendra Banhart mit dem melodischen Baby aus den Tiefen von Analistan:
via jetzt.de
Triptych
Hier wird der überladene Kunstmarkt semi-säuberlich durchwühlt und sinngerecht portioniert. Also Mund zu und Augen auf !
Magdalena Hutter, Triptych Magdalena Hutter 2010
Mit Grenzen und Migration beschäftigt sich Magdalena Hutter in ihrer dokumentarischen 3-Kanal-Videoinstallation Triptych, hier ein kleiner Einblick:
Ursprünglich, so erzählt die HFF-Studentin, sei die Wüste als Metapher gedacht gewesen. Bis die Realität passierte. Denn nicht nur in der Odysee der fünf Protagonisten wirkt die Wüste als Transitraum, desparater Lebensraum oder auch als das Ende einer unerfüllten Hoffnung. Viele der Migranten müssen wirklich irgenwann zu Fuß durch die Wüste.
“…Nigeria – Niger, Niger – désert d’Algérie, Algérie – Maroc, Maroc á l’Europe.”
Wir bewegen uns vorwärts, immer in dieselbe Richtung. Gleichmäßige Schritte. Stimmen. Menschen auf der Flucht.
Triptych. Eine dokumentarische Videoinstallation, Magdalena Hutter 2010
Trocken, karg und hoffnungslos. Triptych will bewegen. Und es kann.
Wann und wo?
Atelier für Medienkunst, Bavariastr.6a, 80336 München
In ihrem nächsten Filmprojekt beschäftigt sich Magdalena Hutter erneut mit Migration und Grenzen. Dann geht es nach Los Angeles, wieder in die Wüste. Wir sind gespannt.
Die Ästhetik des Wahnsinns
Hier wird der fein überladene Kunstmarkt semi-säuberlich durchwühlt. Also Mund zu und Augen auf für abseitige Schönheit.

Middletown State Hospital, NY
Die meisten Menschen haben ihr Bild von Irrenanstalten aus Filmen wie Einer flog übers Kuckucksnest, Girl Interrupted oder auch I’m a Cyborg, But That’s OK . Für viele von uns wird dieses Bild auch in Zukunft seine Mittelbarkeit nicht verlieren. Zum Glück gibt es Fotografen, wie Christopher Payne, die für uns die Grenzen des Wahnsinns überschreiten. In seinem Bildband Asylum: Inside the Closed World of State Mental Hospitals hielt er das fest, was andere von der Außenwelt isoliert. Was dabei herausgekommen ist, seht ihr hier:

Straightjacket, Logansport State Hospital, Indiana

Files, Spring Grove State Hospital, MD
Dabei widmet er sich seinen Motiven mit Respekt und einem Sinn für ihre gesellschaftliche Funktionalität, anstatt gängige Horrorvisionen zu bedienen. Doch beim Anblick dieser schrägen Schönheit, geprägt von baulicher und geistiger Verwesung, reckt sich das ein oder andere Nackenhaar sicherlich in die Vertikale.

Dormitory Ward, Harlem Valley State Hospital, NY
Payne besuchte 70 von insgesamt über 250 US-Anstalten zwischen 2002 und 2008 und streifte hierbei durch 30 Staaten.

Bowling Shoes, Rockland State Hospital, NY

Patient Suitcases, Bolivar State Hospital, TN
Da viele dieser Institutionen schon nicht mehr existieren, sind Christopher Paynes Fotos die letzten offiziellen Relikte aus einer Zeit, in der sie belebt und gebraucht wurden. Payne will vor allem die Schutz- und Gesellschaftsfunktion der Einrichtungen in den Vordergrund rücken. Oder wie Dr. Oliver Sacks kongenial in seinem Essay The Lost Virtues of the Asylum schreibt : “where one could be both mad and safe”.

Typical ward, Kankakee SH, IL 2008

Beauty Salon, Trenton State Hospital, NJ
Schon Beaudelaire wusste: Le beau est toujours bizarre.

Patient Bathtub, Fairfield State Hospital, CT

Patient Toothbrushes, Hudson River State Hospital

Matteawan State Hospital, NY
Wer Lust auf mehr bekommen hat Asylum: Inside the Closed World of State Mental Hospitals ist im September 2009 im MIT Press Verlag mit einem Vorwort und Essays von Dr. Oliver Sacks erschienen und kostet ca. 29,99 €.
STROKE.01 – Impressionen

Hier wird der fein überladene Kunstmarkt semisäuberlich durchwühlt. Diesmal gehen wir der Frage nach, was Subkultur mit einem bayerischen Autohersteller gemeinsam hat oder auch: Impressionen von STROKE.01, der ersten Urban Art Fair Europas in München, die vom 29.-31.10.2009 in einer alten BMW- Niederlassung stattgefunden hat. Wem Kunst im Tresor im Mai 2009 feuchte Augen verschaffte, der konnte hier ebenfalls mit optischer Ekstase rechnen.Weil mehr als 15 internationale Galerien teilgenommen haben, gibt’s hier nur eine subjektive Auswahl an organischen Leckereien.
Bei artnet und auf kunstmarkt.com findet ihr weitere Eindrücke.
Kunst und Kommerz, geht das zusammen, gerade jetzt? Urban Art gehört doch eigentlich auf die Straße und zeichnet sich dadurch aus, dass sie das System anprangert, statt kopfnickend mitzumachen.
Aber vielleicht ist manchmal Mitmachen auch eine Art, zum Nachdenken anzuregen. Vielleicht kann man als Künstler hier Menschen ansprechen, die man sonst nicht erreicht hätte und umgekehrt hat man als Kunstkonsument Gelegenheit, sich ein Bild vom Produzenten zu machen. Denn auf den großen Kunstmessen können sich diese meist im semi-profitablen Bereich arbeitenden Galerien und Projekte oft (noch) keine Präsens leisten.
Also Mund zu und Augen auf!
Einen politischen Anfang macht hier skore183 der mit dem Projekt street-alphabet anwesend war. Die Botschaft steht im Zentrum des Münchner Graffiti-Künstlers.

Dass er es ernst meint merkt man, wenn man ihn reden hört. Hier geht’s zu seinem blog.
Wer an kritische Urban Art denkt, kommt an einem nicht vorbei. Banksy’s Echo schallt nach. Sein Einfluss triefte auch bei STROKE.01 aus vielen Ecken.
Ähnliches konnte man bei Galeria Autonomica beobachten:
Der angegebene Preis, ein vierstelliger Betrag, war nicht ernst gemeint und sorgte bei manchem Messebesucher sicherlich Kopfschütteln gepaart mit der klammen Angst, als Banause aufzufliegen. Dabei hatte Kettensegen Tatjana Trölfzehn etwa genausoviel Tiefgang, wie die mit 2600 € beschilderte Schwarze Banane.

Als organsicher Gag neben der ernstgemeinten Kunst, bestehend aus Alltagsfotografien und Malerei machte sie sich dennoch gut. Die Jungs von Galeria Autonomica mit Sitz im hessischen Wetzlar stehen natürlich für Kunst, für die man keine Kreditwürdigkeit vorweisen muss.
Wer bei Scherenschnitt an Bastelbeilagen von Hausfrauenmagazinen und bei Linoleum an drittklassige Mietwohnungsböden denkt, hat noch nichts von Swoon gehört. Ihre Werke sind absolut einnehmend und strahlen eine unglaubliche Aura aus. Und das trotz Einzwängung in urbane Räumlichkeiten:
Als die Wahl- New Yorkerin 2003 ihre erste Einzelausstellung hatte, konnte man ein beklebtes Fenster noch für einen dreistelligen Betrag erwerben, mittlerweile muss man mitunter um zwei Stellen großzügiger werden. Kellnern muss sie auch nicht mehr, denn jetzt stellt sie im MoMA aus, war auf der Biennale von Venedig vertreten und hatte kürzlich wieder eine Ausstellung in der Berliner Galerie urban art info.
Wer Zeit hat und Swoon umfassender kennenlernen will, klicke bitte sachte auf Play:
Einige Projekte setzen komplett auf Sex sells, andere tun es so organisch und provokativ, dass sie hier ewähnt werden. Boris Hoppek von Since gehört dazu. Hier zunächst das grob-zensierte Daumenkino
…und nun die Erwachsenenversion:

Wem die drolligen Köpfe bekannt vorkommen, der kann beim Gedanken an den Opel Corsa Spot von 2006 mit den C’mons (Bimbo-Dolls) laut Ahh schreien- soweit zum angespannten Verhältnis von Kunst und Kommerz. Aber dabei scheut der gebürtige Siegener nicht, auch politische Konfliktlinien zu betreten:

Wer demnächst einen Trip nach Barcelona plant, kann sich dort in der Iguapop Galery von mehr Hoppek überzeugen lassen.
Zeit für ein wenig Surrealismus und Malerei. Das Online-Magazin Castle hatte einige interessante Künstler zu bieten. Hier Daniel Schüßler, der sich in seinen Bildern mit Discordianismus beschäftigt. Seine Werke scheinen wie Visionen postapokalyptischer Zukunftsszenarien. Sie wirken wie präzise Räume, die jedoch nirgendwo verortbar sind und gehen eine beeindruckend-surreale Verbindung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ein.


Die Beschreibung postdestruktive Kreativität, trifft es gut. Wer mehr erfahren will, Daniel hat einen blog. Außerdem kann man seine Arbeiten vom 3.bis zum 5. Dezember 2009 im Gartenhaus der Kunst sehen. Konstanze Schöffl, ebenfalls via Castlemagazin zu sehen, setzte sich äußerst organisch mit gesellschaftlichem Konsumfetischismus auseinander. Heraus kamen folgende Chimären, die aus Digitalcollagen bestehen:
Auf über 2.000 m² konnte man seinen Kunsthunger stillen und dass zu äußerst humanen Öffnungszeiten und Anschlussbummbumm. Wem der schwammige Begriff Urban Art nur Aerosolhaltiges sagte, konnte sich von der werklichen Vielfalt überrascht geben: Neben den überlebensgroßen Linolschnitten, altmeisterlicher Malerei und sonstigem Materialmix, wurde auch die gute, alte Sticknadel wieder hervorgeholt. Die Berliner ATM Galery hatte Graffitigröße Eliot dabei. Von seiner 2003er Ausstellung “Seemannsgarn” waren folgende Arbeiten zu sehen, deren Modelle vielleicht irgendwann in der Burda landen werden:


Zu den weiteren Highlights zählte sicherlich dieser Hubschrauber, den die Galerie Richter & Masset in den Innenhof des ehemaligen Autohauses schleuste:

Warum die Berliner Hauptveranstalter rund um Marco Schwalbe das Großprojekt in München aufgezogen haben? Während die Hauptstadt arm aber sexy bleibt, wird im Süden neben Interesse auch Kaufkraft vermutet. Bei insgesamt über 7000 Besuchern, konnten einige Galerien jedenfalls Umsätze verbuchen. Diese tänzelten jedoch meist unter dem vierstelligen Bereich.
Der nächste Streich ist für Mai 2010 geplant. Bis dahin Augen offenhalten, denn manches wirkt draußen einfach besser:
Enstanden ist dieses großartige Projekt von BLU und David Ellis auf dem FAME Festival im italienischen Grottaglie im September 2009.
corps étranger
Hier wird der fein überladene Kunstmarkt semisäuberlich durchwühlt.
Folgender Kunsthappen ist Ergebnis eines verregneten Samstagnachmittagsbummels durch französische Hinterhöfe und charmante Buchläden. Auf der Suche nach ästhetischer Stimulation, stolperte ich also:
Ein beanzugter Mann liegt öffentlich in der Horizontalen. Bizarr? Was sagt es über unsere interpersonelle Wahrnehmung, die Perzeption von Mensch und öffentlichem Raum aus? Was irritiert uns? Genau diesen Fragen sind die als corps étranger bekannten Straßburger Künstler Damien Bockenmeyer und François Nowakowski nachgegangen.
Also Mund zu und Augen auf für Sculpture sociale:

Zuletzt noch Futter für Frankophile:
Un homme, vétu d’un costume «trois-pièces», occupe l’espace public, dans une position allongée. Cet acte simple, perturbe le quotidien, questionne la coexistence du banal et du singulier, modifie notre perception et notre appréhension des lieux et des liens entre les individus.
Le souvenir de l’intervention et des réactions
des autres usagers des lieux est immortalisé
par l’image. (corps étranger)

Mehr organische Irritation gibt’s auf www.corpsetranger.com
Green Porno
Ab geht’s mit animalisch heißem Filmstoff, noch mehr Pappmaché und den akut-organischen Aufklärungsfilmchen von und mit Isabella Rossellini!

Warum nicht auf Pornofeldforschung im eigenen Vorgarten gehen, um mehr oder weniger Fleischliches unterhaltsam und gleichzeitig wissenschaftlich- korrekt darzustellen? Mit ihrem Regiedebüt zeigt Tochter von Ingrid Bergmann, Ex-Frau von Martin Scorsese und Muse von David Lynch, dass es funktioniert. Und zwar mit einer ordentlichen Portion Humor, einer Menge Papier und natürlich haufenweise organischer Kreativität. Achtung, es folgt Schneckensex:
Angeregt? Hier kommt Nachschub von der Spinnenfront:
Nicht zu vergessen, die Hermaphroditen, sehr anschaulich:
Auf der Berlinale von 2008 erstmals öffentlich zu sehen, gibt es jetzt schon die dritte Staffel von Green Porno, mittlerweile wird die grüne Seite stärker fokussiert. Vorher ergründet Isabella aber noch das Sexualverhalten von Meeresbewohnern. Hier ein Einblick in die asexuelle Fortpflanzung von Seesternen, man beachte das schelmische Grinsen:
Wer Lust auf Hintergrundiges und die dritte Staffel der einminütigen Dokuquickies bekommen hat, klicke sachte auf den Sundance Channel.
Augen ohne Gesicht+++Little Shop of Horrors
Ab geht’s mit neuer und aufgefrischter Filmkost. Unfreiwilliger Trash in schwarz-weiß steht heute auf em Menü, also Mund zu Augen auf!
Herrlich, charmant – die 60er. Völlig analog, herrscht noch Pappmachéflair über digitale Technisierungswut. Grenzenloser Slapstick sorgt in Roger Cormans oftkopiertem Original von 1960 The Little Shop of Horrors für narrige Theateratmosphäre, Subtilität sucht man vergebens und jetzt ab in den Trailer:
Es geht um die Grenzen des Kapitalismus um die Liebe und natürlich eine böse Pflanze, hier gibt’s den Film, der Jack Nicholson in Hollywood einquartierte in voller Länge:
Roger Corman ist außerdem für seine Edgar Allan Poe Adaptionen u.a. Das Pendel des Todes (1961), Lebendig begraben (1962) und natürlich Der Rabe (1962) bekannt. Ich nutze die Gelegenheit schamlos aus, um euch eines meiner Lieblingswerke von Poe zu kredenzen. Ausnahmsweise gefällt der deutsche Titel besser – Der Massenmensch (The man of the Crowd), lecker und immer aktuell.
Romantisch geht es weiter.

Wer einen Hang zum Abseitigen hat, wird sich hier ein halbseitiges Grinsen schwer verkneifen können: Les Yeux sans Visage (1960) von Georges Franju. Jüngst in Cannes wiederaufgeführt, besticht dieses Horrordrama nicht nur durch großartig komponierte Filmmusik und chirurgische Raffinesse, sondern auch mit einem äußerst realitätsnahen Plot:

Christiane, die Tochter des respektablen Stadtarztes Dr. Génessier (Pierre Brasseur) ist verschwunden und gleichzeitig wird eine Mächenleiche gefunden. Ist es Christiane? Bei der Obduktion identifiziert der Vater seine geliebte Tochter, doch auf der Beerdigung scheint er ziemlich unbeteiligt. Pure Strategie, denn er ist durchaus vom Tod des Mädchens betroffen und genau hier heißt es zurücklehnen und genießen:
Schließlich hat Dr. Genéssier Schuld am Autounfall, der Christiane (Edith Scob) zwar nicht das Leben, aber das hübsche Gesicht kostete. Einzig ihre Augen sind heil geblieben und die spähen trist durch eine wachsartige Maske. Und weil Schönheit und Glück auch in den 60ern äquivalent gesetzt werden, braucht die Tochter eben nur eine neue Visage, um der potenziellen Geisterbahnkarriere zu entgehen und die Glücksleiter hochzuklettern.
Während sie also auf dem abgelegenen Anwesen ihrer verlorenen Gesichtsästhetik bäuchlings nachtrauert, kümmert sich der Doktor um seine organische Schuldigkeit. Erfüllungsgehilfin Louise (Alida Valli) sorgt halbwegs kaltblütig für Opfernachschub und somit auch für einige großartige Operationszenen.
Dafür müssen konsequent andere Frauenköpfe herhalten. Natürlich wird die Hauttransplantation vorher an den hauseigenen Hunden erprobt, sodass die Bezeichnung Mischling einen grotesken Beigeschmack bekommt. Wie war das doch gleich mit dem Bellen und dem Beißen?
Fazit: Hitchcock trifft auf Nip-Tuck, großartig und enorm organisch!
Organisches aus der Akademie
Um das Kunsthappensortiment etwas aufzufüllen geht’s für ein paar Tage nach Venedig, genauer auf die 53. Biennale. Zuvor kommt hier heimische Kost, Impressionen von der Jahresaustellung der Akademie der Bildenden Künste. Also Mund zu, Augen auf. Und das bitte ganz fest, denn den Geruch von gemächlicher Verwesung will ich euch ersparen, seht selbst:


Nicht weniger organisch, dafür weniger blutig geht es weiter mit dem Lustwandel (2009) von Constanze Stumpf:


Mehr davon findet ihr hier. Wir bleiben beim Fleischlichen und werfen einen Blick auf Chloé Esme Suttons eher klinisches Werk.


Bei Asja Schubert wird es merkwürdig, abwegig und grün. Schmeckt nach Jahrmarkt und wirkt verstörend:

Mehr davon gibt’s hier. Seltsam geht es weiter:

Zuletzt noch ein bizarrer Kurzfilm aus dem Juliprogramm der futureShorts:
Schaurig geht es weiter mit dem neusten Kurzfilm des Horrormeisters Guillermo del Toro:
http://www.dailymotion.com/videoxaxhnsUnd jetzt schnell ablenken mit diesem zauberhaften Musikvideo namens Sentimental Journey von Nagi Noda, besungen von der japanischen Pop-Queen Yuki:
Nicht sentimental werden, bis bald!
Sade for Sade's Sake
Hier folgt die semisäuberliche Durchforstung des fein überladenen Kunstmarkts.
Paul Chan, Sade for Sade's Sake, 2009
Heute mit einem ästhetisch-erotischen Schattenspiel von Paul Chan (*1973). Sade for Sade’s Sake heißt die vielsagende Videoinstallation des US-amerikanischen Künstlers, die derzeit auf der 53. Biennale in Venedig zum Voyeurismus reizt. Darüber gestolpert bin ich beim Durchblättern der prachtvollen francophonen Kunstzeitschrift Beaux Arts Magazine. Nach dem Marquis de Sade steht Erotik für den grundlegenden Modus menschlicher Kommunikation, dessen allegorische Verarbeitung man hier in organischer Bewegtheit sehen kann:
Nachschlag des fast sechsstündigen Sextakels:
Verstörend ist die Mischung aus abstrakten Elementen und sexuell triebhaften/aggressiven Menschenfiguren, im Kontext eines kindlich anmutenden Schattenspiels. Sadismus pur, politische Konnotation ist gewollt. Für Aufsehen sorgte der Künstler zuletzt in New Orleans mit seiner Inszenierung von Samuel Becketts Warten auf Godot. Als Aktivist im Irak machte er durch experimentelle Großreportagen auf sich aufmerksam und ist Bestandteil einer neuen radikal politischen Künstlergeneration. Mehr von Chan, u.a. auch eigens gestaltete Schriftarten zur Komplettierung des Paul Chan Tastengefühls findet man hier. Wer das schaurige Lustspiel sehen will, hat noch bis 22. November Zeit.

Paul Chan, Sade for Sade's Sake, 2009

























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