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don't panic, it's organic!

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Augen ohne Gesicht+++Little Shop of Horrors

Ab geht’s mit neuer und aufgefrischter Filmkost. Unfreiwilliger Trash in schwarz-weiß steht heute auf em Menü, also Mund zu Augen auf!

Herrlich, charmant – die 60er. Völlig analog, herrscht noch Pappmachéflair über digitale Technisierungswut. Grenzenloser Slapstick sorgt in Roger Cormans oftkopiertem Original von 1960 The Little Shop of Horrors für narrige Theateratmosphäre, Subtilität sucht man vergebens und jetzt ab in den Trailer:

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Es geht um die Grenzen des  Kapitalismus um die Liebe und natürlich eine böse Pflanze, hier gibt’s den Film, der Jack Nicholson in Hollywood einquartierte in voller Länge:

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Roger Corman ist außerdem für seine Edgar Allan Poe Adaptionen u.a. Das Pendel des Todes (1961), Lebendig begraben (1962) und natürlich Der Rabe (1962) bekannt. Ich nutze die Gelegenheit schamlos aus, um euch eines meiner Lieblingswerke von Poe zu kredenzen. Ausnahmsweise gefällt der deutsche Titel besser – Der Massenmensch (The man of the Crowd), lecker und immer aktuell.

Romantisch geht es weiter.

Wer einen Hang zum Abseitigen hat, wird sich hier ein halbseitiges Grinsen schwer verkneifen können: Les Yeux sans Visage (1960) von Georges Franju. Jüngst in Cannes wiederaufgeführt, besticht dieses Horrordrama nicht nur durch großartig komponierte Filmmusik und chirurgische Raffinesse, sondern auch mit einem äußerst realitätsnahen Plot:

Christiane, die Tochter des respektablen Stadtarztes Dr. Génessier (Pierre Brasseur) ist verschwunden und gleichzeitig wird eine Mächenleiche gefunden. Ist es Christiane? Bei der Obduktion identifiziert der Vater seine geliebte Tochter, doch auf der Beerdigung scheint er ziemlich unbeteiligt. Pure Strategie, denn er ist durchaus vom Tod des Mädchens betroffen und genau hier heißt es zurücklehnen und genießen:

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Schließlich hat Dr. Genéssier Schuld am Autounfall, der Christiane (Edith Scob) zwar nicht das Leben, aber das hübsche Gesicht kostete. Einzig ihre Augen sind heil geblieben und die spähen trist durch eine wachsartige Maske. Und weil Schönheit und Glück auch in den 60ern äquivalent gesetzt werden, braucht die Tochter eben nur eine neue Visage, um der potenziellen Geisterbahnkarriere zu entgehen und die Glücksleiter hochzuklettern.

Während sie also auf dem abgelegenen Anwesen ihrer verlorenen Gesichtsästhetik bäuchlings nachtrauert, kümmert sich der Doktor um seine organische Schuldigkeit. Erfüllungsgehilfin Louise (Alida Valli) sorgt halbwegs kaltblütig für Opfernachschub und somit auch für einige großartige Operationszenen.

Dafür müssen konsequent andere Frauenköpfe herhalten. Natürlich wird die Hauttransplantation vorher an den hauseigenen Hunden erprobt, sodass die Bezeichnung Mischling einen grotesken Beigeschmack bekommt. Wie war das doch gleich mit dem Bellen und dem Beißen?

Fazit: Hitchcock trifft auf Nip-Tuck, großartig und enorm organisch!

Stadtgeflüster

Einige Objekte sollte jede Stadt haben. Hier kommt eine absolut subjektive Auswahl an sinngerechten Happen. Also Mund zu und Augen auf!

Kürzlich in Mainz gesehen und für nachahmenswert befunden: Die offene Bibliothek. Eine feine Sache, wenn im Laufe der Zeit nicht nur Super- Illus von 1996 ausleihbar sind…

Die offene Bibliothek

Hier geht’s zum Faktenfutter.

Wir bleiben intellektuell. Glücklicherweise findet man in vielen Städten eine Goethestraße. Die in München ist bekanntlich besonders deutsch, in etwa so wie diese wundervolle Eiskreation, auf die man in den gutdurchmischten Tiefkühltruhen der dortigen Feinkostbasare stoßen kann. Gleich neben den gefrorenen Sardienen, extrem organisch:

Döner Eis!

Sowas schlägt auch bei Ben&Jerry’s an:

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Um den Speichelfluss umzulenken und meiner Frage nachzugehen, was folgende Objekte bezwecken sollen, blicken wir verstohlen westwärts.

Neulich auf einem Straßburger Trödelmarkt gefunden und für dubios erklärt:Strasbourg (156)

Ist das vielleicht Kunst? Um akuter Ratlosigkeit und aufsteigendem Banausengefühl zu entgehen, kann man sich von einem Mundspray goßzügig helfen lassen:

understand modern art!

Mehr von Dana Wyse gibt’s hier und da, sowie francophon bei paris-art.com

Ist das euch zu abstrakt oder einfach nur zu weit weg? Also zurück nach München und an die Bruchlinien von Werbung, Streetart und dem Wunsch sich sofort ein ABC-Pflaster zuzulegen. Tief Luft holen und in Deckung gehen:

Die Boxfabrik

Mehr dazu gibt’s hier.


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