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don't panic, it's organic!

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future Shorts im August

Die Registratur geht in die letzte Runde, da müssen natürlich alle Ecken und Ritzen gut genutzt werden- mit Bierbankkino im Innenhof natürlich!

Am Mittwoch, 26. August, kann man sich in der heißgeliebten Blumenstraße 28 im Rahmen der future Shorts eine Auswahl der besten Kurzfilme aus dem Jahr 2008 schmecken lassen, Hintergrundiges gibt’s auf myspace und hier bei mir.

Jetzt schnell rein in den ohrwurmträchtigen Trailer:YouTube Preview Image

Ach ja, beim BBQ darf man sein Grillgut übrigens vorher in Rohform begutachten, extrem organisch!

Jetzt noch ein Appetithäppchen auf die Augen:

Oft klappt’s auch ohne Anleitung ganz gut, aber manche brauchen immernoch ein wenig Nachhilfe. Hier erfahrt ihr, wie man eine Beziehung am besten kaputt macht:

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Mehr Infos und Faktenfutter gibt’s hier und da.

Im Anschluss lässt Dana Niemann jazziges auf eure Ohrmuscheln los, warmhören auf myspace!

Einlass ist um 21 Uhr, Beginn 22 Uhr und Kostenfaktor beträgt 8 Euro.

Inglourious Basterds

Nach der ewigen Peep-Show, werden sie nun endlich losgelassen und das mit voller Wucht und erbarmungslos: Die Inglourious Basterds,  sorgen seit dem 20. August für explosiven Tarantinogenuss, hier wurde vorab berichtet.

Bevor wir starten, solltet ihr euch von folgendem, grotesken Werk namens Fucking Hell (2008) der Künstler Jake & Dinos Chapman einnehmen lassen. Sorgt für einen ordentlichen Kloß im Halsbereich, passt aber wunderbar hier hinein, wie ich finde:

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Keine Sorge, in Tarantinos 153-minütigem Film geht es um Einiges humoriger zu, wir blicken (vielleicht etwas verstört) in den Trailer:

Es war ein mal im von Nazis besetzten Frankreich- ein Anfang, der die Dimensionen realer Geschichte zugunsten Tarantinos Kopfkino sprengt. Gutgeölte PR-Kanonen sorgten bereits dafür, dass wir Film, Handlung und Schauspieler mitlerweile so gut zu kennen glauben, wie die Gassizeiten von Nachbars Hasso. Und weil auch schon massenhaft Rezensionen umherschwirren, steht hier eine ziemlich vernichtende aus der Freitag und dort eine eher lobende von Schnitt für euch bereit.

Zum Plot: Im von Nazis besetzten französischen Kuhland werden Juden gejagdt. Prominenter Judenjäger Col. Hans Landa (Christoph Waltz) ist Experte und findet nach 20-minütiger Inquisition eines französischen Milchbauern die von diesem versteckte, jüdische Familie. Nach einem Gemetzel kann nur die junge Shosanna Dreyfus (Mélanie Laurent) fliehen. Sie wird im späteren Verlauf des Films noch eine wichtige Rolle spielen. Indessen vergehen Jahre. Irgendwo in England treffen wir auf die Basterds, die jüdisch-amerikanischen Nazijäger, die u.a. von Til Schweiger aka Hugo Stieglitz unterstützt werden. Allen voran Aldo Raine (Brad Pitt), Hillbilly mit Schnauzer und mächtiger Tennesseemundart, dessen Ziel es ist, von jedem seiner Männer 100 Naziskalps serviert zu bekommen. Später sehen wir sie sammeln. In Paris verguckt sich derweil Kriegsheld und Nachwuchsfilmstar der Nazi-Propagandamaschinerie, Frederick Zoller (Daniel Brühl), in die unnahbare Kinobesitzerin Emmanuelle Mimieux (eigentlich Shosanna).

Zoller beschließt, die Premiere seines Erfolgsfilms Stolz der Nation in ihrem Kino zu feiern. Das passt der nach Rache gierenden Shosanna gerade Recht: Auf der Premiere will sie ihre hochexplosiven Filmrollen anzünden, um somit das Kino samt Nazi-Insassen abzufackeln. Hier der Trailer zum Kurzfilm:

Regie führten Gabriel und Eli Roth, Regisseur von Hostel und der Bear Jew unter den Basterds.

Gleichzeitig beschließen die Basterds mit Unterstützung der deutschen UFA-Diva und Widerständlerin Bridget von Hammersmark (Diane Kruger, fad wie ausgekauter Hubba Bubba), ebenfalls während der Kinopremiere zuzuschlagen.

Gerade aufgrund der linearen Strukturen, die uns unweigerlich zum ultimativen und großangelegten Showdown führen, gibt es keine bahnbrechenden Überraschungen oder raffinierte Wendungen. Die Raffinesse steckt vielmehr in den genüsslich durchdachten Szenen und Dialogen, die sich durch fünf Kapitel, 16 Szenen und vier Sprachen winden und dringend in Originalfassung erlebt werden sollten. Während man dem anfangs eher flach wirkenden Brad Pitt noch eine Chance für ein paar köstliche Momente einräumen sollte, kann man bei der äußerst unglamourösen und akustisch anstrengenden Diane Kruger davon absehen. Neben Christoph Waltz, hat Tarantino auch aus August Diehl, der als gnadenlos hellhöriger Gestapo- Major beeindruckt, viel verborgene Leistung herausgeschliffen.  Dass man sich aber früher oder später von favorisierten Charakteren verabschieden muss, sollte klar sein. Die Lust, seine Figuren einfach so -PLOPP, WUMMMS und RATTATTAT sterben zu sehen, merkt man Tarantino unweigerlich an. Genauso auffällig ist auch seine Liebe zum Kino, die er penetrant mit zahlreichen Zitaten und Querverweisen exhibitioniert. Sollte man das Leinwandgemetztel dennoch aussitzen?

Hier kommen einige Gründe, die dafür sprechen:

  • Brad Pitt  mit breitem Tennessee-Hillbilly Dialekt
  • Brad Pitt  (mit breitem Tennessee-Hillbilly Dialekt), beim fremdschämenswerten Versuch, unter versammeltem Nazireigen als italienischer Filmstar durchzugehen
  • Christoph Waltz beim Verzehr einer ordentlichen Portion Apfelstrudel
  • Mike Myers Frisur
  • Brad Pitts Finger in Diane Krugers Bein

Fazit: Ein Augenschmaus für wiedererkennungswütige Cineasten. Für alle anderen ist Inglourious Basterds sicher nicht Tarantinos bestes Werk, aber dennoch sehenswert und episodenhaft extrem amüsant. Ohne den großartigen Christoph Waltz aber, wäre der Film sicherlich weniger sardonisch und somit auch weniger fabulös: Er ist das Sahnehäubchen, das dem Filmstrudel die nötige Portion wuchtiger Energie aufsetzt.

Los abrazos rotos-Zerrissene Umarmungen

Von der spanischen Presse wurde er schon sachte niedergemacht und einige Schwächen hat er sicherlich, der neuste Wurf von Pedro Almodóvar: Los abrazos rotos (2009), seit 6. August im Kino und ein Fest für Ästheten und Cineasten. (Hier geht’s zum SZ Interview)

Los abrazos rotos

Kurz zum Plot: Der Regisseur Mateo Blanco (Lluís Homar) verliebt sich beim Casting für seinen neusten Film Chicas y Maletas (Frauen und Koffer) in seine künftige Hautpdarstellerin Lena (Penélope Cruz). Die Luft zwischen ihnen ist zum Zerbersten heiß, sie haben sich scheinbar gefunden. Das einzige Problem ist Lenas alternder und milliardenschwerer “Langzeitfreier”, der Bankier Ernesto Martel (José Luis Gómez), dem die sich anbahnende Affäre nicht gut bekommt.

Eifersüchtig verpflichtet er seinen nerdigen Sohn (überzeugend: Ruben Ochandiando), das gesamte Geschehen vor und hinter der Kamera visuell zu dokumentieren. Herausnehmen kann er sich das, denn als Produzent hängt der Film an seinem Geldpropfen. Lena stinkt das gewaltig und sie beschließt,  sich für die große Liebe ihres Lebens von Ernesto zu befreien.

Doch so einfach gibt dieser die heiße Lena nicht her. Intrigant und erbarmungslos setzt er alles daran, das frischverliebte Paar zu trennen, notfalls mit Gewalt. Hilfe bekommt er von Judit (Blanca Portillo), der Produzentin und unfreiwillig-platonischen Freundin Mateos, die ebenfalls nichts von der Affäre hält. Das Paar flüchtet nach Lanzarote, lange hält das Glück aber nicht. Ab in den Trailer:

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Alles andere als linear erzählt Almodóvar farbenprächtig, reich an entzückenden Übergängen und weiblichen Körperteilen die filmische Handlung in 129 Minuten. Zeitsprünge senden uns zwischen Jetztzeit und den 90ern umher. In der Gegenwart ist Mateo, der nun unter seinem Pseudonym Harry Caine agiert, erblindet und längst nicht mehr so erfolgreich im Filmgeschäft, nachdem Frauen und Koffer vor 14 Jahren floppte.

Judit und ihr Sohn Diego (Tamar Novas) kümmern sich um ihn. Als er von Ernesto Martels Tod erfährt, nimmt die eigentliche Story fahrt auf. Weitere Puzzelteile kommen hinzu, als ein penetranter Jungregisseur namens X-Ray (Ruben Ochandiando,entnerded) auftaucht, um einen Film unter Mateos/Harrys Leitung zu drehen, der die Rache eines gedemütigten Sohnes an dessen Vater thematisiert.

Er erntet Judits extreme Abneigung, man riecht den Staub, der hier aufgewirbelt wird. Stück für Stück werden dem Filmhungrigen sinnige Brocken vorgeworfen, Einiges ahnt er meilenweit voraus, die Auflösung wirkt dann unraffiniert und enttäuschend. Von der tragischen Liebesgeschichte erfährt man erst durch Mateos Gespräche mit Judiths Sohn Diego, der nach einem Drogencocktail brachliegt und die Unterhaltung mit dem lebenserfahrenen Regisseur sucht.

Die Liebe als zentrales Sujet des Films wird gleichzeitig zur ausschweifenden Liebeserklärung an das Kino selbst. Implizite und explizite Zitate druchwachsen das Werk, die Film- im -Film- Komponente erlaubt dem Kinogänger eine intimere Perspektive einzunehmen und mehrere Filmebenen zu betreten.

Wie in Habla con ella (2002), der Film- im-Film als Erinnerungspostulat an den frühen Stummfilm gesehen werden kann, so stellt Frauen und Koffer einen Verweis auf Almodóvars frühe Werke dar. Auch die Schauspieler brillieren in ihren Rollen, leiden jedoch  unter besagter Überraschungslosigkeit des streckenweise langen Films.

Die für Almodóvar typische, perfektionierte Äshetik ist mit Sicherheit ein dickes Bonbon für die Augen, jedoch wird der Filmgenuss durch die asymmetrische Verschachtelung der Handlung mit dem zeitlichen Rahmen getrübt, sodass die Längen spürbar werden.

Fazit: Hommage an den Film, grandiose Schleichwerbung für Lanzarote und Penélope satt.

Schluss mit Kneifen!

Ja, in den Weiten des Netzes lauert allerhand Nebensächliches. Aber wühlen lohnt sich! Denn manchmal findet man wahre Schätze ganz tief unten! So auch hier:

Das Web platzt vor Kinokritiken, da freut es Blase und  Prostata, wenn sich mal einer um die organischen Bedürfnisse filmhungriger Kinogänger kümmert! Zu viel Bionade und Brauereierzeugnisse melden sich nämlich genau dann, wenn man sich erwartungsfroh dem Leinwandgeschehen widmen will. Belastenderweise rutscht da die Konzentration bauchnabelabwärts: Durchhalten oder Erleichterung verschaffen, um dann eventuell DIE Szene zu verpassen? Jetzt, oder in fünf Minuten?

Hierzu gibt RunPee die Antworten. Die blasophilen Cineasten haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Filmstellen herauszusuchen, die man ohne schlechtes Gewissen an/auf/neben der Kloschüssel verbringen kann. Kurze Zusammenfassung verpasster Inhalte gibt’s obendrauf! Hier entdeckt und für organisch befunden, daher ab jetzt in der Blogroll!

Die Alternative könnte nämlich andere Sinne belasten:

Zuerst gesehen bei zeitgeist und erwerblich
bei thebrowncorporation.com.

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